Foto: Urbansky

Erneu­erbare 2014 mit über 19 Mrd. Euro gefördert

von | 10. Dezember 2015

19, 2 Milli­arden Euro flossen 2014 in die Förderung der Strom­erzeugung aus erneu­er­baren Energien. Das berichtet die Bundes­re­gierung im Vierten Moni­toring Bericht „Energie der Zukunft”. 2013 hatte die Förderung noch 17,3 Milli­arden Euro betragen. 


Gründe waren der höhere Ausbau und dadurch wachsende Vergü­tungen sowie die fallenden Preise an der Strom­börsen, die ja für die Erzeuger rege­ne­ra­tiven Stroms mittels EEG-​Konto auto­ma­tisch durch die Fest­ver­gütung ausge­glichen werden.

Diesen Kosten stehen positive Wirkungen der erneu­er­baren Energien gegenüber, zum Beispiel vermiedene Treib­hausgase sowie vermiedene Luft­schad­stoffe und daraus resul­tierend verrin­gerte Umwelt­schäden sowie gesamt­wirt­schaft­liche Impulse”, so die Bundesregierung. 

Mit einem um 9 auf 161,4 TWh gestie­genen Anteil sind die erneu­er­baren Energien inzwi­schen die wich­tigste Strom­quelle Deutsch­lands. Damit lagen sie 2014 erstmals vor der Braun­kohle. Folgende Mengen rege­ne­ra­tiven Stroms wurden durch die einzelnen Ener­gie­träger erzreugt:

  • Wind­energie gesamt: 57,4 TWh 
    • davon Offshore: 1,4 TWh 
  • Biomasse (fest, flüssig und gasförmig): 49,2 TWh 
  • Photo­voltaik: 35,1 TWh 
  • Wasser­kraft: 9,6 TWh
  • Geothermie: 0,1 TWh

Der Anteil erneu­er­barer Energien am Wärme­ver­brauch lag 2014 mit 12 Prozent gering­fügig unter dem Vorjah­res­niveau. Damit ist der Wärme­sektor, obwohl der Ener­gie­be­reich mit den größten Einspar­po­ten­zialen, weiterhin das Sorgenkind der Ener­gie­wende. Im Verkehrs­sektor war ein moderater Anstieg der Erneu­er­baren festzustellen.

Vorschaubild: Urbansky

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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