Solarthermie und Photovoltaik kann man finanzieren und fördern lassen. Foto: Urbansky

Die Kraft der Sonne in den Heizungs­keller holen

von | 17. Oktober 2016

Der Markt für Kollek­toren bietet viel­fältige Kompakt­lö­sungen auch für die nach­träg­liche Instal­lation einer Solar­ther­mie­anlage. SHK-​Handwerker, die noch keine Erfahrung damit haben, finden viel­fältige Schu­lungs­an­gebote am Markt.

Das Jahr 2015 bedeutete für Deutschland in vielerlei Hinsicht ein Rekordjahr. Unter anderem schien die Sonne so häufig wie seit Jahr­zehnten nicht mehr. Letztes Jahr kamen 100 000 Solar­ther­mie­an­lagen hinzu, um damit Wasser zu erwärmen oder die Heizung zu unter­stützen. Das berichtet der Bundes­verband Solar­wirt­schaft (BSW-​Solar). Inzwi­schen wärmen rund zwei Millionen Anlagen via Sonne deutsche Häuser.

2016 weitete nun die Regierung ihr Markt­an­reiz­pro­gramm zur Nutzung erneu­er­barer Energien aus. Ein Herzstück darin ist eben jene lange Zeit von der Politik vernach­läs­sigte Solar­thermie. Gerade die reine Warm­was­ser­be­reitung ist nun schon in der Basis­för­derung enthalten. Bauherren, die ohnehin über einen Wechsel ihrer Heizung nach­denken müssen, kommen weiterhin in den Genuss von staat­lichen Geldern, wenn sie eine Solar­ther­mie­anlage mit einbauen. Dennoch hat es die Solar­thermie derzeit nicht leicht. Ein Grund sind die fallenden Ölpreise.

Schu­lungen für Handwerker

Für die Warm­was­ser­be­reitung können richtig dimen­sio­nierte Systeme mehr als die Hälfte des jähr­lichen Ener­gie­be­darfs für das Warm­wasser abdecken, von Mai bis September sogar zu 100 %. Eine Einbindung in den Heizkreis bedeutet einen finan­ziell deutlich höheren Aufwand, spart aber auch mehr ein. Zu dieser Lösung greifen etwa ein Viertel aller Bauherren.

Die Hersteller bieten sowohl Komplett­systeme als auch Einzel­kom­po­nenten an, die mitein­ander oder mit vorhan­denen Geräten kombi­niert werden können. Je nach Hersteller sind etwa 4 bis 15 % aller verkauften Heizungs­systeme Kompakt­hy­bride. Hand­werker, die noch keine Erfahrung mit der Instal­lation eines Kombi­systems (Trink­was­se­r­er­wärmung und Heizungs­un­ter­stützung) haben, können dies erlernen. Die Deutsche Gesell­schaft für Sonnen­en­ergie bietet dazu entspre­chende Schu­lungen an, die Hersteller ebenso. Auf ihren Webseiten finden sich in aller Regel auch die kompletten Monta­ge­an­lei­tungen für die jewei­ligen Systeme. …


Geschrieben für SBZ. Der voll­stän­dige Beitrag ist hier zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo geht es hier.

Ein Beitrag, wie die Zukunft der Wärme­netze aus­sehen könnte – etwa mit der Befüllung via Solar­thermie, haben meine Energieblogger-​Kollegen von Ecoquent Positions hier ver­fasst.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

3 Kommentare

  1. Mich Steibeck

    Ich finde das ist ein Schwacher Artikel, die solar­ther­mische Heizungs­un­ter­stützung kommt darin gar nicht vor geschweige denn die große solar­ther­mische Heizungs­un­ter­stützung.
    Gerade im Haus­be­stand ist es nach meiner Meinung unum­gänglich möglichst große ther­mische Solar­an­lagen mit einem hohen Deckungs­anteil zu instal­lieren. Das hat sich aber anscheinend noch lange nicht rumge­sprochen.
    Gruß Mick

  2. Hermann

    Sonnen­en­ergie hat keine Ende. Man muss nur die richtig benutzen!

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