Pumspeicherkraftwerke wären ideale Speicher für die Energiewende. Foto: LoggaWiggler / Pixabay

Pump­speicher in Deutschland nur begrenzt ausbaufähig

von | 3. April 2017

Wasser­kraft ist neben Holz die älteste rege­ne­rative Energie. Zu Spei­cher­zwecken könnte sie in der Ener­gie­wende eine wichtige Rolle spielen. Die Poten­ziale sind vorhanden, die Vergütung jedoch gering.

Wasser­kraft in Form von Pump­spei­chern kann eines der Puzzle­teile sein, um die Spei­cher­pro­bleme der Ener­gie­wende mit fluk­tu­ie­render Einspeisung und Verbrauch in den Griff zu bekommen. In geolo­gisch begüns­tigten Welt­ge­genden wird dies auch genutzt. „Bei der Elek­tri­zi­täts­ver­sorgung eines Landes ist stets der Gedanke nahe­liegend, die verfüg­baren Wasser­kräfte auszu­nutzen. Fluss- und Spei­cher­kraft­werke tragen deshalb je nach den topo­gra­phi­schen und klima­ti­schen Gege­ben­heiten in mehr oder weniger hohem Maße zur elek­tri­schen Ener­gie­er­zeugung der einzelnen Länder bei. Bei besonders günstigen Verhält­nissen ist ihr Anteil sogar größer als der durch ther­mische Kraft­werke aufge­brachte, wie z.B. in Norwegen, in Öster­reich, in der Schweiz, in Kanada und in Südamerika”, geben die Springer Vieweg-​Autoren Dietrich Oeding und Bernd R. Oswald in ihrem Buch­ka­pitel Wasser­kraft­werke und Wind­kraft­werke auf Seite 95 einen Überblick.

So erzeugt Wasser­kraft weltweit gut 16 Prozent der gesamten elek­tri­schen Energie zur Strom­ver­sorgung. In Deutschland ist dieser Anteil deutlich niedriger. Er schwankt zudem durch meteo­ro­lo­gisch bedingte Nieder­schläge. Die instal­lierte Leistung der „normalen” Wasser­kraft  liegt bei vier Gigawatt.


Gekürzt. Geschrieben für Springer Profes­sional. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Mit den Zielen der Ener­gie­wende, zu der auch der Ausbau der Strom­netze gehört, beschäf­tigt sich Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Interview mit Johannes Kretschmar, Experte für Monitoring und Wärmepumpensysteme im Fachbereich Klimaneutrale Gebäude bei der dena. Wie groß ist das Potenzial der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im Bestand? Das Potenzial ist erheblich. Wärmepumpen...

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

In der Farbsystematik des Wasserstoffs taucht auch die Farbe Weiß auf: Sie steht für natürlich entstehenden Wasserstoff, der theoretisch energetisch genutzt werden könnte. Die damit verbundenen Erwartungen sind groß. Doch bei näherer Betrachtung erweisen sich die...

Biomethan als besten Option

Biomethan als besten Option

Für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) mit erneuerbaren Gasen kommen Biomethan oder grüner Wasserstoff in Betracht. Beide Optionen bringen jedoch spezifische Herausforderungen mit sich. Rund 60 Gigawatt (GW) der installierten Kraftwerksleistung in...

Was funk­tio­niert, was sich rechnet

Was funk­tio­niert, was sich rechnet

Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen gehören zu den zentralen Kombinationen, um auch im Gebäudebestand künftig klimaneutral zu heizen. Die Photovoltaik ist heute günstiger und technologisch ausgereifter als je zuvor. Herausforderungen bestehen vor allem beim...