Ein Stromspeicher erhöht die Eigenabdeckung beim Stromverbrauch, zeitigt aber auch höhere Investitionen. Foto: E3DC

Wärmepumpe, Sonnenstrom, Stromspeicher: Eine effiziente Kombination

von | 22. Januar 2018

Für Planer und Bauherren ist es wichtig, Gebäude zu errichten oder zu sanieren, die wenig Energie verbrauchen und die Rest­energie weit­gehend mit erneu­er­baren oder effi­zi­enten Ener­gie­tech­no­logien abdecken. Wenn diese noch selbst erzeugt werden, braucht niemand gesetz­liche Normen und deren zukünftige Verschärfung zu fürchten. 

Eine mögliche Kombi­nation wird hier vorge­stellt – und zwar Betrieb einer Wärme­pumpe mit selbst erzeugten Sonnen­strom. Ein Speicher kann zudem Schwan­kungen ausgleichen.

Das Potenzial dieser Kombi­nation ist gewaltig. Schon heute werden elf Prozent des gesamten deutschen Strom­ver­brauchs von 524 Tera­watt­stunden selbst erzeugt und verbraucht. Der Wohn- und Haus­halts­be­reich ist daran jedoch nur mit gut 2 Prozent beteiligt. Haushalte und Wohn­ge­bäude sind jedoch Spit­zen­reiter beim Eigen­ver­brauch. Von den 1,3 Tera­watt­stunden erzeugten Solar­strom nutzen sie drei Viertel. Allein in den Eigen­heimen, so Wissen­schaftler, könnten 70 Tera­watt­stunden pro Jahr verbraucht werden, was einer Leistung von 200 Gigawatt an PV-​Anlagen entspräche. …

Die Amor­ti­sa­ti­ons­rechnung ist für Luft­wär­me­pumpen im Neubau realis­tisch, für andere Wärme­pum­pen­arten jedoch relativ: Eine Gasheizung (Brenn­wert­technik) kostet inklusive Instal­lation etwa 6.500 Euro, eine Erdwär­me­sonde gut das Vierfache davon. Eine Amor­ti­sation ist nicht zu erreichen, auch wenn die Erdwär­me­pumpe weit­gehend wartungsfrei ist und eine deutlich längere Lebens­dauer als eine Gasheizung hat. …


Gekürzt. Geschrie­ben für tab aus dem Bau­ver­lag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 10/​2017 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Wie das Haus der Zukunft kom­plett mit Eigen­ener­gie ver­sorgt wer­den könnte, beschreibt Energieblogger-​Kollege Andreas Kühl hier auf sei­nem Blog Energynet. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

1 Kommentar

  1. Christoph

    Die kombi­nation Wärme­pumpe + Sonnen­strom ist ein sehr guter Ansatz. Erst der Strom­speicher gestaltet dieses Konzept effizient. Leider finde ich, dass die Strom­spe­ciher sprich Akuu­tech­no­logie leider noch nicht so weit ist, die Spei­cher­ver­luste sind nach wie vor zu hoch.

EnWiPo

Warm dank kalter Nahwärme

Niedertemperatur-​Wärmenetze sind eine Option für die Ener­gie­wende. Denn sie arbeiten mit sehr geringen Verlusten und passen gut in eine Förder­land­schaft, die das Dämmen von Häusern belohnt. Hier ergeben die hohen Vorlauf­tem­pe­ra­turen der klas­si­schen Fern­wär­me­netze keinen Sinn mehr. Ein erstes Niedertemperatur-​Wärmenetz in Deutschland wurde vor sechs Jahren instal­liert. Inzwi­schen folgten weitere.

mehr lesen