Fehlen aufgrund der EU-Politik Biokraftstoffanlangen der 1. Generation, etwa für Ethanol, dann fallen auch Kopplungsprodukte wie Gärkohlensäure für Kraftstoffe der 2. Generation weg. Foto: Verbio

Erbit­terter Kampf um Biokraftstoffquote

von | 14. März 2018

Die Zukunft an der Tank­stelle wird viel­fältig sein. Für diese Prognose braucht es nicht viel Phantasie. Es reicht schon ein Blick in die Gegenwart. 

Auf dem Kongress „Kraft­stoffe der Zukunft“ suchten Politiker, Unter­nehmer und Wissen­schaftler die prak­ti­ka­belsten Lösungen. Einmal mehr wurde klar: Die Politik verur­sacht dabei mehr Chaos, als sie zur Klärung beiträgt.

Gerade die Politik der Euro­päi­schen Union stand im Zentrum der Diskussion. Denn ginge es nach Brüssel, würden Kraft­stoffe aus ange­bauter Biomasse, also solche der ersten Generation, schon bald keine Rolle mehr spielen. Deutschland würde das besonders hart treffen, da diese Kraft­stoffe hier etabliert sind und einst als Königsweg galten, um die Verkehrs­wende voranzu-bringen.
„Derzeit haben wir etwa 4,8 Prozent Kraft­stoffe aus Bioan­bau­masse“, rechnet Artur Auern-​hammer, der für die CSU im Bundestag sitzt und als Vorsitzender des Bundes­ver­bandes Bio-​Energie auch Chef­lob­byist der Ener­gie­pflan­zen­an­bauer ist. „Setzt sich die EU durch, landen wir bei zwei Prozent.“

Ergeben würden sich die gemäß den Vorschlägen der EU-​Kommission aus einer Quote für erneu­erbare Kraft­stoffe von insgesamt zwölf Prozent bei den EU- Mitgliedsländern. …

Frontaler Angriff auf Biokraftstoffindustrie

Die Pläne der EU-​Kommission bezeichnet Auern­hammer denn auch als „frontalen Angriff auf die deutsche Biokraft­stoff­in­dustrie“, die nun für ihr Enga­gement, die EU-​Quoten erfüllt und über­erfüllt zu haben, abge­straft würde. Kein anderer Bereich würde inzwi­schen so sanktioniert. …

Einer dieser von Auern­hammer kriti­sierten EU-​Politiker ist Bas Eickhout. Der Nieder­länder sitzt für die Grüne Fraktion im EU-​Parlament und war bei der Erar­beitung der Kommissionsvorschlä-​ge beteiligt. Bei der Anbau­bio­masse der ersten Generation soll es noch detail­liertere Einschnitte geben. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 03/​2018 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Energieblogger-​Kollege Kilian Rüfer befasst sich hier auf sei­nem Blog Sustain­ment mit der Frage, warum gerade die schlim­men Nach­rich­ten zur Ener­gie­wende in den sozia­len Medien beson­ders häu­fig geteilt werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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