Geothermiebohrung in Bayern. Foto: Silenos

Geothermie: Politisch nicht auf Rosen gebettet

von | 7. Februar 2019

Geothermie ist eine wichtige Grund­kom­po­nente der Ener­gie­wende. Denn sie kann grund­last­fähig Strom oder Wärme oder beides zusammen erzeugen. Vorbe­halte in der Bevöl­kerung, aber auch in der Politik sind teilweise vorhanden. Meist zu Unrecht.

Island hat es gut. Verein­facht gesagt muss man nur ein Wasser­röhrchen in den steinigen Unter­grund treiben und schon hat man Warm­wasser für den Outdoor-​Pool oder genug Dampf für die Strom­erzeugung. Der kleine Insel­staat im unwirt­lichen Nord­westen Europas deckt so einen Großteil seines Ener­gie­be­darfs ab.

In Deutschland kann man davon nur träumen. Zum einen eignet sich nicht das ganze Land, sondern nur vier große Gebiete für die Gewinnung von Geothermie …

Zum anderen ist die Politik dieser Art der Gewinnung erneu­er­baren Energien zwar nicht generell abgeneigt, aber sie wird von ihr weit­gehend ignoriert. So ist es kaum verwun­derlich, dass Geothermie nur zu 0,085 Prozent zum Primär­ener­gie­ver­brauch in Deutschland beiträgt. Immerhin: Der Anteil wächst – wenn auch langsam.

Branche geht Risiken ein

Zu verdanken ist das einzig und allein einer Branche, die Erfahrung hat bei der Erschließung der Poten­ziale und auf viel Know-​how, etwa aus der Gewinnung von Erdgas und Erdöl, zurück­greifen kann. Dennoch bleiben Risiken nicht aus. In letzter Zeit sind wieder einige Bohrungen gescheitert: ein Geother­mie­projekt der Erdwärme Isar zwischen Dorfen und Atten­hausen in Bayern, mit dem 60.000 Haushalte versorgt werden sollten, zudem trotz zweiter Bohrung ein Projekt in Gelting sowie eines in Weilheim.

Die Branche lässt sich davon nicht entmu­tigen und geht teils völlig neue Wege. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 3/​2019. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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