Das Abschalten von Kohlekraftwerken allein bringt noch keine klimapolitische Wirkung. Foto: Frank Urbansky

Leipziger Kohle­aus­stieg: Bleibt alles anders

von | 24. Juni 2019

Steigt nun Leipzig aus der Braun­kohle aus, wie von Ober­bür­ger­meister Burkhard Jung im letzten Dezember verkündet? Oder nicht? Ein Bericht der Leipziger Volks­zeitung (LVZ) vom 19. Juni nährte den Verdacht, dass die LEAG als Betreiber des Kraft­werks Lippendorf, das rund die Hälfte des Fern­wär­me­be­darfs abdeckt, sich mit den Leip­zigern weit­gehend einig ist. Demnach würde Lippendorf die Messe­stadt bis 2030 mit Fernwärme aus Braun­kohle versorgen.

Auf der Bilanz­pres­se­kon­ferenz der L‑Gruppe, die sowohl Stadt­werke als auch Wasser­werke und Verkehrs­be­triebe in Leipzig vereint, demen­tierte Jung jedoch heftig. „Der Ausstieg aus der Braun­kohle kommt. Dazu gibt es einen Stadt­rats­be­schluss“, so das Stadtoberhaupt. …

Die Infor­ma­tionen der LVZ bezeichnete Jung schlicht als falsch. Man müsse ein Verfahren finden, um von der Braun­kohle wegzu­kommen. Seine Äuße­rungen von vor einem halben Jahr müsse er deswegen nicht zurück­nehmen. Im Gegensatz dazu stehen Äuße­rungen von LEAG-​Vorstandschef Hubertus Altmann. Mitte Mai zeigte er sich zuver­sichtlich, dass es eine für beide Seiten vorteil­hafte Lösung geben werde. …


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Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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