Stadt der Wär­me­wende

Stein des Anstoßes zum Kohleausstieg: Das mit Braunkohle betrieben Kraftwerk Lippendorf. Foto Frank Urbansky

Leipzig will den Koh­le­aus­stieg. Das Fern­wär­me­netz der Stadt wird derzeit zu 50 bis 70 Prozent aus der Abwärme des Koh­le­kraft­werks Lip­pen­dorf gespeist. Einen Teil steuert zudem das eigene Gas- und Dampf­tur­bi­nen­kraft­werk (GuD) mit einer ther­mi­schen Leis­tung von 200 MW hinzu. Doch schon im ver­gan­ge­nen Jahr kün­dig­ten die Stadt­werke Leipzig (SWL, eine Tochter der L‑Gruppe) und Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung an, aus der Braun­koh­le­wärme aus­stei­gen zu wollen.

Dazu sollen zwei Stra­te­gien dienen, die beide auf Erdgas beruhen. Zum einen werden in wach­sen­den Stadt­tei­len und solchen, in denen Bestands­ge­bäude neu ans Fern­wär­me­netz ange­schlos­sen werden, dezen­trale BHKW instal­liert. Diese Stra­te­gie fährt die Stadt seit 2017. Bisher wurden vier solcher BHKW mit 16-Zylinder-Motoren und jeweils zwei MW elek­tri­scher und ther­mi­scher Leis­tung auf­ge­stellt. Einige weitere sind in Planung. …

Die zweite Säule, die im Dezem­ber letzten Jahres ver­kün­det und vom Stadt­rat abge­seg­net wurde, soll ein neues GuD sein. Es soll im Leip­zi­ger Süden mit ins­ge­samt drei Tur­bie­nen errich­tet werden und mit je 150 MW ther­mi­scher und elek­tri­scher Leis­tung auch den rest­li­chen Fern­wär­me­be­darf im Stadt­ge­biet decken. Bezwei­felt wurde die Sinn­haf­tig­keit dieses Vor­ha­bens von Anfang an, da Lip­pen­dorf eines der Kraft­werke ist, die bis 2038 laufen, und so die Fern­wärme neben­bei mit pro­du­ziert. …


Gekürzt. Geschei­ben für stadt+werk. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 11–12/2019 zu lesen.  Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*