Stein des Anstoßes zum Kohleausstieg: Das mit Braunkohle betrieben Kraftwerk Lippendorf. Foto Frank Urbansky

Stadt der Wärmewende

von | 25. November 2019

Leipzig will den Kohle­aus­stieg. Das Fern­wär­menetz der Stadt wird derzeit zu 50 bis 70 Prozent aus der Abwärme des Kohle­kraft­werks Lippendorf gespeist. Einen Teil steuert zudem das eigene Gas- und Dampf­tur­bi­nen­kraftwerk (GuD) mit einer ther­mi­schen Leistung von 200 MW hinzu. Doch schon im vergan­genen Jahr kündigten die Stadt­werke Leipzig (SWL, eine Tochter der L‑Gruppe) und Ober­bür­ger­meister Burkhard Jung an, aus der Braun­koh­le­wärme aussteigen zu wollen.

Dazu sollen zwei Stra­tegien dienen, die beide auf Erdgas beruhen. Zum einen werden in wach­senden Stadt­teilen und solchen, in denen Bestands­ge­bäude neu ans Fern­wär­menetz ange­schlossen werden, dezen­trale BHKW instal­liert. Diese Strategie fährt die Stadt seit 2017. Bisher wurden vier solcher BHKW mit 16-​Zylinder-​Motoren und jeweils zwei MW elek­tri­scher und ther­mi­scher Leistung aufge­stellt. Einige weitere sind in Planung. …

Die zweite Säule, die im Dezember letzten Jahres verkündet und vom Stadtrat abge­segnet wurde, soll ein neues GuD sein. Es soll im Leipziger Süden mit insgesamt drei Turbienen errichtet werden und mit je 150 MW ther­mi­scher und elek­tri­scher Leistung auch den rest­lichen Fern­wär­me­bedarf im Stadt­gebiet decken. Bezweifelt wurde die Sinn­haf­tigkeit dieses Vorhabens von Anfang an, da Lippendorf eines der Kraft­werke ist, die bis 2038 laufen, und so die Fernwärme nebenbei mit produziert. …


Gekürzt. Gescheiben für stadt+werk. Der voll­ständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 1112÷2019 zu lesen. Zum Abon­nement geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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