Martin Schulz (li.) leitet bei Atreus die Solution Group Energie und Umwelt. Vor seiner Tätigkeit für Atreus bekleidete er mehrere Senior-Management-Positionen bei führenden Hightech-Unternehmen, unter anderem als General Manager bei Air Liquide Germany und als CEO bei der Carbagas AG. Thomas Gläßer leitet bei Atreus die Solution Group Infrastruktur-Großprojekte. Vor seiner Tätigkeit für Atreus hatte er Geschäftsführungspositionen sowohl im Konzernumfeld als auch bei mittelständischen und kommunalen Unternehmen inne. Fotos: Atreus GmbH

Wett­be­werbs­fä­higkeit ist das Leitprinzip”

von | 4. August 2025

Die neue Ener­gie­studie der Manage­ment­be­ratung Atreus zeigt: Energie ist nicht nur Kosten­faktor, sondern stra­te­gi­scher Stand­ort­faktor. Inves­ti­tionen stocken, das Vertrauen in die Ener­gie­po­litik wankt. Ein Gespräch mit Thomas Gläßer und Martin Schulz, beide Partner bei Atreus und gemeinsame Projekt­leiter der Studie.

sprin​ger​pro​fes​sional​.de: Mehr als 60 % der Führungs­kräfte fühlen sich stark von Ener­gie­fragen betroffen. Wie spiegelt sich das in Inves­ti­tionen und Produktion wider?

Thomas Gläßer: Wir beob­achten eine verbreitete Inves­ti­ti­ons­zu­rück­haltung – gerade dort, wo neue Anlagen, Produk­ti­ons­linien oder Ener­gie­pro­jekte geplant sind. Unter­nehmen schieben Entschei­dungen auf, weil die ener­gie­po­li­ti­schen Rahmen­be­din­gungen zu unsicher sind. Das betrifft sowohl fossile als auch zunehmend erneu­erbare Energien. Wer heute in Ener­gie­an­lagen inves­tieren will, braucht Planungs­si­cherheit – und genau die fehlt.

Gleich­zeitig steigen Betriebs- und Kapi­tal­kosten. Unter­nehmen bilden Rücklagen oder kalku­lieren höhere Risiken ein – was die Kapi­tal­be­schaffung verteuert. Auch Produk­ti­ons­stra­tegien ändern sich: Es wird stärker auf Stand­ort­di­ver­si­fi­zierung geachtet, insbe­sondere dorthin, wo Ener­gie­ver­sorgung verlässlich, planbar und günstiger ist. Und kurz­fristig passen Unter­nehmen ihre Produk­ti­ons­mengen oder ‑zeiten an Strom­preis­schwan­kungen an, um Kosten zu senken. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Ohne Green Finance geht immer weniger

Ohne Green Finance geht immer weniger

Green Finance entwickelt sich im Energiesektor zunehmend zur Voraussetzung für den Umbau von Strom-, Wärme- und Netzinfrastrukturen. Wer heute in Erzeugungsanlagen, Speicher, Wärmenetze oder Übertragungs- und Verteilnetze investiert, steht vor hohen Kapitalbedarfen...

Wärme­wende vor Ort: Planung läuft, Umsetzung stockt

Wärme­wende vor Ort: Planung läuft, Umsetzung stockt

Anfang 2026 zeigt die kommunale Wärmeplanung in Deutschland ein gemischtes Bild. Die Planungen kommen voran und wirken organisatorisch machbar. Doch die Umsetzung könnte zum milliardenschweren Engpass werden. Anfang 2026 zeigt die kommunale Wärmeplanung (KWP) in...

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Die Transformation der Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie findet jetzt statt. Zwischen regulatorischen Weichenstellungen, technologischen Innovationen und globalen Rohstoffmärkten entstehen derzeit die Grundlagen für ein klimaneutrales Verkehrssystem....

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Call for Papers für Kraft­stoffe der Zukunft 2027

Die Transformation der Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr – sie findet jetzt statt. Zwischen regulatorischen Weichenstellungen, technologischen Innovationen und globalen Rohstoffmärkten entstehen derzeit die Grundlagen für ein klimaneutrales Verkehrssystem....