Lange wurde Solarstrom nahezu vollständig ins Netz eingespeist. Heute ist der Eigenverbrauch der zentrale Wachstumstreiber der Photovoltaik. Eine neue Analyse des Fraunhofer ISE zeigt erstmals, wie stark er zunimmt – und warum er für Stromnetze und Energiewende immer wichtiger wird.
Bis weit in die 2000er-Jahre hinein spielte der Eigenverbrauch von Solarstrom in Deutschland kaum eine Rolle. Photovoltaikanlagen speisten ihren Strom fast vollständig ins Netz ein, da die Einspeisevergütung deutlich über dem Strompreis lag. Dieses Verhältnis hat sich grundlegend gewandelt. Steigende Strompreise, sinkende Vergütungssätze und die zunehmende Bedeutung der Sektorkopplung – etwa durch Wärmepumpen, Elektromobilität und Batteriespeicher – haben den wirtschaftlich motivierten Eigenverbrauch zu einem zentralen Treiber des PV-Marktes gemacht.
Wie ausgeprägt dieser Trend inzwischen ist, zeigt eine neue Analyse des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, die im Rahmen des Fachberichts Photovoltaik für das Umweltbundesamt veröffentlicht wurde. Erstmals ist es gelungen, den bislang statistisch nur unvollständig erfassten Eigenverbrauch systematisch zu quantifizieren. Grundlage ist eine neu entwickelte Methodik, die Daten aus dem Marktstammdatenregister mit Einspeiseinformationen der Übertragungsnetzbetreiber verknüpft. …




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