Übersicht: Staatliche und andere Zuschüsse im Wärmemarkt

Wer so was noch im Keller rumstehen hat, wird wohl um eine rotgeschaltete Ofen-Ampel und den Austausch nicht herumkommen. Foto: Urbansky
Wer so was noch im Keller rumstehen hat, wird wohl um einen Austausch nicht herumkommen. Doch auch für den gibt es Zuschüsse vom Staat. Foto: Urbansky

Der Förderdschungel in Deutschland ist groß. Auch wer vor der Wahl der richtigen Wärmeversorgung seines zu sanierenden oder neu zu bauenden Hauses steht, sieht sich einem Dickicht von Zuschüssen und Institutionen gegenüber. Hier eine Übersicht, die etwas mehr Klarheit bringen soll (und die gern ergänzt werden darf, hierzu bitte Kommentarfunktion nutzen). Der Einfachheit halber wurden nur Zuschüsse aufgeführt.

KfW und BAFA: Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP)

Zuschüsse von bis zu 50 % der förderfähigen Kosten, abhängig von Art und Umfang des Vorhabens. Förderfähig:

  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseanlagen
  • effizienten Wärmepumpen
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie
  • Nahwärmenetze
  • innovative Technologien zur Wärme- und Kälteerzeugung
  • Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags erneuerbarer Energien

Kombinierbar mit APEE

KfW: Energieeffizient Sanieren – Baubegleitung

Zuschuss für energetische Fachplanung und Baubegleitung in Höhe von 50% der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 4.000 Euro

KfW: Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss

Zuschuss von 10% der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit, bis maximal 100.000 Euro pro Wohneinheit bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus bzw. maximal 50.000 Euro pro Wohneinheit bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen; für Kauf eines energetisch sanierten Gebäudes oder einer Eigentumswohnung und die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus sowie Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden, Förderfähig:

  • Wärmedämmung
  • Erneuerung der Fenster und Außentüren,
  • Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage,

KfW-Programm 430

Zuschuss von 15 % der Investitionskosten für eine Heizungserneuerung bei u.a. selbstgenutzten/ vermieteten Ein-/Zweifamilienhäusern bzw. Eigentumswohnungen mit Bauantrag vor 01.02.2002; Antrag ab dem 01.04.2016 direkt bei der KfW stellen.

www.kfw.de

BAFA: Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

20%iger Zuschuss in Höhe des  MAP-Zuschusses und einmaliger Investitionszuschuss von 600 Euro. Förderfähig:

  • Solarkollektoranlagen
  • kleine Biomasse-Anlagen
  • effiziente Wärmepumpen
  • Optimierung der gesamten Heizungsanlage

Achtung: Ausgeschlossen vom APEE sind Maßnahmen, die nach EnEV zum Austausch eines Heizkessels verpflichtend sind!

www.bafa.de

Nur Ölheizungen

Zuschuss von 250 Euro bei Umstieg auf Öl-Brennwerttechnik
Aktion „Deutschland macht plus“ des Instituts für Wärme und Oeltechnik

www.zukunftsheizen.de

Nur Bayern: 10.000 Häuser Programm

Zuschuss von 1.000 bis 2.000 Euro bei Heizungstausch, mit KfW und BAFA grundsätzlich kombinierbar, Antrag ab dem 01.02.2016 online und schriftlich via Fachbetrieb an Bayerisches  Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

www.energieatlas.bayern.de

Nur Bremen: Clever heizen

Zuschuss von 500 Euro beim Umstieg von alter Erdgas- oder Ölheizung auf Brennwerttechnik mit Erdgas oder Pellets

www.energiekonsens.de

Nur NRW und nur Pelletkessel Progres.nrw

Zuschuss von 2.500 Euro beim Einbau eines Pelletkessels in Verbindung mit thermischer Solaranlage

www.progres.nrw.de

Regional und kommunal: Heizungspumpentausch

Kommunen und Energieversorger haben meist zeitlich oder örtlich begrenzte Förderprogramme für den Tausch einer ineffizienten Heizungspumpe.Entsprechende Informationen gibt es bei den Verwaltungen und den jeweils ansässigen regionalen Stromlieferanten.


 

Über den Diskussionsstand zur Wärmewende, die mittels dieser Zuschüsse in Schwung gebracht werden soll, hat mein Energieblogger-Kollege Andreas Kühl hier auf seinen Blog Energynet einen Beitrag geschrieben