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Heiz­kosten 2013 wieder gestiegen

von | 17. Januar 2014

Mieter müssen auch 2013 wieder mit höheren Heiz­kosten als noch im Vorjahr rechnen. Nach einer Prognose des Deutschen Mieter­bundes (DMB) müssen für eine 70 Quadrat­meter große, fern­wär­me­be­heizte Wohnung im Durch­schnitt 931 Euro an Heiz­kosten gezahlt werden, 71 Euro mehr als noch 2012.

Eine vergleichbare Wohnung mit Gasheizung kostete 2013 voraus­sichtlich 820 Euro, 50 Euro mehr als noch im Vorjahr. Wer dagegen mit Öl heizt, kann sogar auf eine Rück­zahlung hoffen. Seine Rechnung für die 70 Quadrat­meter große Wohnung könnte bei 978 Euro liegen, etwa 12 Euro weniger als zuletzt.

Um rund 5 Prozent ist der Ener­gie­bedarf und ‑verbrauch im Jahr 2013 nach Schät­zungen des Deutschen Mieter­bundes gestiegen. Haupt­ver­ant­wortlich hierfür war der kalte und lange Winter Anfang 2013. Bis Mai musste vielfach geheizt werden. Im Vergleich zu 2012 klet­terten die Heiz­ener­gie­ver­bräuche in dieser Zeit um rund 14 Prozent nach oben.

Zum Jahresende hin gab es dann aber die entge­gen­ge­setzte Entwicklung. Aufgrund relativ milder Tempe­ra­turen musste von September von Dezember 2013 weniger geheizt werden als noch 2012. Gleich­zeitig profi­tierten Mieter von weit­gehend stabilen Ener­gie­preisen 2013. Gas wurde im Jahres­durch­schnitt nur um etwa 1,2 Prozent teurer, Fernwärme um ca. 3,1 Prozent, und der Ölpreis sank sogar um rund 6 Prozent.

Damit wird die Heiz­kos­ten­ab­rechnung 2013 nicht so hoch ausfallen, wie ursprünglich noch Mitte des Jahres vermutet. Mieter kommen noch einmal mit einem „blauen Auge” davon.

Quelle: Deutscher Mieterbund

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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