Neues KWK-Gesetz: Vor­teile für Mieter und Ver­mie­ter

Kleine KWK-Lösungen, wie hier ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk im Wohnungsbereich, werden in Zukunft nun doch gefördert. Foto: Urbansky
Kleine KWK-Lösungen, wie hier ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk im Wohnungsbereich, werden in Zukunft nun doch gefördert. Foto: Urbansky

Das heftig umstrit­tene KWK-Gesetz soll mit Ände­run­gen nun noch in dieser Woche ver­ab­schie­det werden und ab 1. Januar 2016 bis 2022 gelten. Nach einem Bericht des Han­dels­blat­tes bezie­hen sich die Neue­run­gen zu den bis­he­ri­gen Ent­wür­fen vor allem auf die För­de­rung von KWK-Anlagen in Che­mie­parks, aber eben auch in Wohn­ge­bäu­den. Die wären nach den bis­he­ri­gen Gesetz­ent­wür­fen benach­tei­ligt worden.

Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten, die selbst KWK-Anlage Strom pro­du­zie­ren und an die Mieter wei­ter­lei­ten, sollen einen Aus­gleich in Höhe der KWK-Förderung erhal­ten. Glei­ches gilt für Che­mie­parks, in denen der Betrei­ber KWK betreibt und den Strom an Unter­neh­men wei­ter­lei­tet. Bisher gab es dafür keine KWK-Förderung.

Ein wei­te­rer Streit­punkt war die For­de­rung des Gabriel-Ministeriums, das KWK-Ziel von 25 % bis 2020 nicht mehr auf die gesamte Net­to­strom­erzeu­gung, sondern nur an ihrem Anteil an der Regel­en­er­gie zu bemes­sen. Dieses Ziel wäre deut­lich schnel­ler und mit weniger För­der­mit­teln zu errei­chen gewesen. Nun sollen 2020 110 TWh Strom aus KWK erreicht werden, 2025 dann 120 TWh. Derzeit liegen alle KWK-Anlagen bei 96 TWh.

Der Kos­ten­rah­men von ins­ge­samt 1,5 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr soll trotz der Ände­run­gen nicht über­stie­gen werden.

Vor­schau­bild: Kleine KWK-Lösungen, wie hier ein gas­be­trie­be­nes Block­heiz­kraft­werk im Woh­nungs­be­reich, werden in Zukunft nun doch geför­dert. Foto: Urban­sky