PV-​Ausschreibungen: Bieter zweifeln an Realisierbarkeit

von | 27. Januar 2016

Bisher wurden drei Pilot­aus­schrei­bungen für Photovoltaik-​Freiflächenanlagen mit einem Volumen von 500 Megawatt durch­ge­führt. Nach Meinung der Bundes­re­gierung waren alle drei Ausschrei­bungs­runden von „hoher Wett­be­werbs­in­ten­sität” gekenn­zeichnet. Die Gebots­menge sei jeweils deutlich über­zeichnet gewesen. Abschlie­ßende Schluss­fol­ge­rungen könnten aufgrund des kurzen Unter­su­chungs­zeit­raums aber noch nicht getroffen werden. 

Die Bundes­netz­agentur (BnetzA) als Orga­ni­sator des ganzen sieht ebenfalls Viel­ver­spre­chendes. Auch ihrer Meinung nach sei es zu früh, um den Erfolg der Ausschrei­bungen abschließend zu beur­teilen. So können noch keine Aussagen über die Reali­sie­rungsrate getroffen werden. Einige Teil­nehmer bezweifeln zudem, ob mit dem in der zweiten Ausschrei­bungs­runde reali­sierten Fördersatz (im Durch­schnitt vorr. 8 Eurocent je kWh, Preis­bildung noch nicht endgültig abge­schlossen) ein wirt­schaft­licher Betrieb von Frei­flä­chen­an­lagen möglich sei. Dafür spricht auch, das bisher lediglich 20 der insgesamt 306 bezu­schlagten Gebote reali­siert worden sind.

Zur Ange­bots­vielfalt, die insbe­sondere von kleinen Akteuren und Genos­sen­schaften bemängelt wird, machte die BnetzA folgende Angaben:
Quelle: BNetzA

Nach Leistung die meisten Zuschläge erhielten Anlagen für das Bundesland Bran­denburg (120.000 kW), gefolgt von Bayern (54.000 kW) und Sachsen-​Anhalt (45.000 kW).

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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