Pro­sumer als kleine Retter der Ener­gie­wende

Kann auf verschiedene Arten versichert werden: PV-Anlage. Foto: Urbansky PV, Solarstrom, Versicherung
Kann auf verschiedene Arten versichert werden: PV-Anlage. Foto: Urbansky

Pro­sumer, also die­je­ni­gen Erzeu­ger erneu­er­ba­ren Stromes, die diesen auch ganz oder teil­weise ver­brau­chen, spielen in der Ener­gie­wende ein wich­tige Rolle. Eine aktu­elle Studie unter Feder­füh­rung des IÖW gibt nun Tipps, wie trotz teils unsin­ni­ger Gesetz­ge­bung der Eigen­ver­brauch wirt­schaft­lich bleiben kann und die Pro­sumer die Ener­gie­wen­dee unter­stüt­zen können.

Die Studie „Prosumer‐Haushalte: Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für eine sozial‐ökologische und sys­tem­dien­li­che För­der­po­li­tik“ zeigt zudem, dass die Sta­bi­li­tät des gesam­ten Ener­gie­sys­tems von einem wei­te­ren Ausbau dezen­tra­ler Ener­gie­er­zeu­gung und -nutzung pro­fi­tie­ren kann, wenn Strom­ein­spei­sung und Eigen­nut­zung ent­spre­chend gesteu­ert werden. Kern­punkt sind 9 Thesen:

  1. Haus­halte können in ihren neuen Rollen und Funk­tio­nen als Pro­sumer in einem stark dezen­tra­len Ener­gie­markt wich­tige Bei­träge zur sozial‐ökologischen Trans­for­ma­tion des Ener­gie­sys­tems leisten.
  2. Pro­sumer bewir­ken durch Erzeugungs‐ und Spei­cher­tech­no­lo­gien, Ver­hal­tens­än­de­run­gen sowie Demand‐Side‐Management signi­fi­kante Ände­run­gen in der Haus­halts­last­kurve und können damit eine Glät­tung der Last­spit­zen im Netz sowie eine Ver­drän­gung des „Must Runs“ fos­si­ler Kraft­werke erwir­ken.
  3. Als ein zen­tra­ler Akteur in der Trans­for­ma­tion bietet der Pro­sumer Anlass für eine Viel­zahl von neuen Geschäfts­mo­del­len und kann zur Pro­fes­sio­na­li­sie­rung von bis­he­ri­gen Einzel‐geschäftsmodellen in der Ener­gie­wirt­schaft bei­tra­gen.
  4. Unter Wohn­ei­gen­tü­mern ist ein großes Prosumer‐Potenzial vor­han­den, aller­dings wird durch die im inter­na­tio­na­len Ver­gleich nied­rige Anzahl an Wohn­ei­gen­tü­mern in Deutsch­land das Prosumer‐Potenzial ins­ge­samt deut­lich ver­rin­gert.
  5. Pros­uming ist mehr als nur die Erzeu­gung und Nutzung grünen Stroms oder eine loh‐nende Inves­ti­tion – ein hoher Selbst­ver­sor­gungs­grad ist i.d.R. wich­ti­ger.
  6. Die erhöhte dezen­trale Erzeu­gung und der gleich­zei­tige Ver­brauch der pro­du­zier­ten Ener‐gie durch Pro­sumer können zu einem erhöh­ten Ausbau von Erneu­er­ba­ren Ener­gien und somit zu redu­zier­ten CO2‐Emissionen führen.
  7. Zen­tra­ler Bau­stein für die Ein­bin­dung der Bürger in den Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess sind eine sozial‐ökologische För­der­po­li­tik und ziel­ge­rich­tete Rah­men­be­din­gun­gen.
  8. Die Bereit­schaft zum „smarten“ Ener­gie­dienst­leis­ter zu werden hängt maß­geb­lich von den wirt­schaft­li­chen Anrei­zen und der Kom­ple­xi­tät ab.
  9. Prosumer‐Haushalte belas­ten den Bun­des­haus­halt nicht

Pla­nung­si­cher­heit wichtig

Damit die Haus­halte Planungs‐ und Inves­ti­ti­ons­si­cher­heit haben, heben die Ener­gie­ex­per­ten zwei Fak­to­ren hervor: Zum einen muss ein wirt­schaft­li­cher Betrieb der Anlage gewähr­leis­tet sein, um einen Anreiz für Eigen­ver­sor­gung zu schaf­fen. Und um dies über­haupt ver­läss­lich ein­schät­zen zu können, ist es zum anderen wichtig, den recht­li­chen Rahmen für Prosumer‐Haushalte mög­lichst wenig komplex zu gestal­ten.

Indem Prosumer‐Haushalte steuern, wie viel Strom sie zu welcher Zeit ins Strom­netz ein­spei­sen, können sie die Netze ent­las­ten und den Bedarf des Netz­aus­baus redu­zie­ren. Auf diese Weise können sie ein wich­ti­ger Bau­stein im erneu­er­ba­ren Ener­gie­sys­tem der Zukunft werden, so die Wis­sen­schaft­ler, aber nur, wenn sicher­ge­stellt ist, dass die Anlagen auch so betrie­ben werden, dass dies der Sta­bi­li­tät des gesam­ten Systems dient.

Kleine Helfer bei Netz­über­las­tung

Hierzu emp­feh­len die For­scher, dass die Ein­spei­se­leis­tung bei Netz­über­las­tung gezielt gekappt und der Solar­strom selbst ver­braucht und nicht ins Netz ein­ge­speist wird. Anla­gen­be­trei­ber sollten für diesen Beitrag zur Netz­ent­las­tung einen finan­zi­el­len Anreiz erhal­ten, etwa indem sie für den selbst ver­brauch­ten Strom von etwai­gen Netz­ent­gel­ten befreit werden. Das ent­spricht in etwa einer Teil­nahme am Regel­en­er­gie­markt.


Energieblogger‐Kollege Kilian Rüfer geht hier auf seinem Blog der Frage nach, bis wann wir 100 % Erneu­er­bare Ener­gien errei­chen wollen.

19 Kommentare

  1. Hallo Rainer, hallo jogi54,
    WOW, ich bin begeis­tert! Sind wir doch richtig gut mit­ein­an­der ins Gespräch gekom­men. Vielen Dank zunächst für Eure aus­führ­li­chen Ant­wor­ten auf meine Aus­las­sun­gen!!!
    Ja Rainer, mit Dir stimme ich voll­kom­men überein und in der Tat, ich bin wütend, sehr sogar. Das vor allem deshalb, weil wir und mit uns alle die noch eine Ener­gie­wende für möglich und unver­zicht­bar halten und darüber hinaus auch alle Bürger Strom­kun­den, die die Zeche bezah­len müssen, von Ener­gi­e­mul­tis, so genann­ten »Exper­ten«, Lob­by­ver­bän­den und so manchem will­fäh­ri­gen Hel­fers­hel­fer der­ma­ßen dreist und unver­fro­ren belogen und betro­gen werden, wie das gegen­wär­tig geschieht. Der große B. Brecht hat mal gesagt: “Wer die Wahr­heit nicht weiß, der ist bloß ein Dumm­kopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Ver­bre­cher.“
    Genau als solche Ver­bre­cher schwa­feln sie alle von einer Ener­gie­wende, tun so als wende irgend­wer, irgendwo, irgend­was, drücken der All­ge­mein­heit Kosten in Mil­li­ar­den­höhe aufs Auge, stetig und kon­ti­nu­ier­lich stei­gend und tun doch in Wirk­lich­keit nicht das Geringste in der Sache.
    Sie können auch gar nichts tun, selbst wenn sie wollten, denn für die erneu­er­ba­ren Ener­gien gibt es nicht einmal ansatz­weise eine Technik oder Tech­no­lo­gie für Kraft­werke, die geeig­net wäre, atomar‐ fossile Kraft­werke voll­wer­tig zu erset­zen. Ohne solche Kraft­werke aber logi­scher­weise keine Ener­gie­wende und ohne Ener­gie­wende »gute Nacht!“ für zukünf­tige Genera­tio­nen. Ob sie dann am CO2 ersti­cken, an dessen Aus­wir­kun­gen für das Klima ertrin­ken, ver­durs­ten oder ver­hun­gern oder aber erfrie­ren, weil sie nichts mehr zu ver­bren­nen haben, ist wohl ziem­lich gleich­gül­tig und lohnt eine Dis­kus­sion darüber nicht.
    Wir müssen ver­su­chen, uns diesem ganzen auf­ge­bla­se­nen Lügen­kar­tell zu ent­zie­hen. »Nicht so tief dürfen wir sinken, den Kakao, durch den man uns zieht auch noch zu trinken«! Anfan­gen müssen wir bei den »Erneu­er­ba­ren«, also genau bei uns selbst. Sie halten nämlich genau nicht, was sie voll­mun­dig ver­spre­chen: sie können nämlich keine Kraft­werke erset­zen, weil sie selbst keine Kraft­werke sind.
    Wenn wir und unsere Freunde nun so tun, als müssten wir nur noch einige dieser Windenergie‐ oder Solar­an­la­gen dazu bauen und dann würden wir irgend­wann ganz locker bei 100% „Erneu­er­ba­ren“ ankom­men, hauen wir uns nur selbst die Taschen voll. Die andere Seite lacht sich ver­mut­lich halb tot ob sol­cher­art Unbe­darft­heit. Mit diesen gegen­wär­tig welt­weit ver­füg­ba­ren zahn­lo­sen erneu­er­ba­ren Ener­gie­tech­no­lo­gien können sie gut leben, die können ihnen nicht gefähr­lich werden. Aus­nahms­los alles, was an Windenergie‐ und Solar­an­la­gen bis jetzt in die Land­schaft gestellt wurde, hat uns in Sachen Ener­gie­wende nicht einen ein­zi­gen Schritt vor­an­ge­bracht. Nicht ein ein­zi­ges atomar‐ fos­si­les Kraft­werk konnte dadurch ersetzt werden, im Gegen­teil, es wurden mehr davon benö­tigt.
    Ja, lieber Jogi 54, wenn wir denn ein solches echtes Wind‐ oder Solar­kraft­werk hätten, ich betone „hätten“, mit dem, wie wir bereits wissen, die Kilo­watt­stunde Strom auch wirt­schaft­lich her­ge­stellt werden könnte, dann soll doch das von Dir zitierte Koh­le­kraft­werk pleite gehen, wenn die Betrei­ber dessen Betrieb nicht wirt­schaft­lich hin­be­kom­men. Wir können es dann ja locker erset­zen. Wir setzen doch sonst immer so sehr auf den Markt, der doch alles richten wird. Warum nicht hier genau so?
    Wollen wir gemein­sam darüber beraten, wie wir das zusam­men mit unseren Freun­den u.a. hier im Blog irgend­wie ziel­ge­rich­tet voran bringen können?
    Auch wenn es ein Problem unserer Enkel sein wird, müssen und können wir unbe­dingt etwas tun. Nein, wir dürfen nicht auf­ge­ben und das Michel­mütz­chen über die Augen ziehen, Das hätten einige wohl sehr gerne und tun alles, um uns voll­stän­dig zu ver­blö­den. Nichts ist gut. Es gibt auch nichts Gutes, es sei denn, man (wir alle) tut es.
    Frank, was sagst eigent­lich Du dazu, wenn wir uns hier auf Deinem Blog so kom­men­tar­mä­ßig aus­to­ben? Passt Dir das, machst Du mit oder sollten wir lieber ver­duf­ten? Es wäre ja viel­leicht auch nicht ver­kehrt, einen eigenen Blog ein­zu­rich­ten und dann bei den Ener­gieb­log­gern um Einlass zu bitten?!
    Ich freue mich auf Eure Ant­wor­ten!
    Herz­li­che Grüße!

    • Tja Peter,

      mit deiner Polemik und deinem Agit­prop Voka­bu­lar kannst du nicht über­de­cken, dass du von der ganzen Ener­gie­ver­sor­gung doch nur ein ober­fläch­li­ches Wissen hast.

      So zeigt deine For­de­rung nach einem Solar‐ oder Wind­kraft­werk, das 1:1 ein Koh­le­kraft­werk erset­zen soll, dass du noch gar nicht begrif­fen hast, dass es nicht darum geht, sondern um einen grund­le­gen­den Para­dig­men­wech­sel in der Ener­gie­er­zeu­gung, der eben ganz neue andere Lösun­gen erfor­dert.

      In der Über­gangs­zeit brau­chen wir die Koh­le­kraft­werke, derzeit zuneh­mend nur noch im Win­ter­halb­jahr, irgend­wann nur noch 3 oder 2 Monate im Jahr. Solange da keine Lösung geschaf­fen wird, dass diese Kraft­werke als im Grunde Spit­zen­last­kraft­werke — die halt nur 2 Monate für die zusätz­lich not­wen­dige Grund­last laufen, so zu ver­gü­ten, dass die Kosten übers Jahr gedeckt werden können, bleibt diesen Kraft­wer­ken nur, auf Gedeih und Verderb das ganze Jahr Strom ins Netz zu drücken, um über­le­ben zu können.

      Ich möchte dich hier jetzt klar auf­for­dern, uns mal grob dar­zu­stel­len, was du bisher getan hast. {»Es gibt auch nichts Gutes, es sei denn, man (wir alle) tut es.«}

      Wenn du meinen Namen anklickst, wirst du auf meinen thread im HTD wei­ter­ge­lei­tet, da kannst du auf zwi­schen­zeit­lich 78 Seiten 1937 Bei­träge lesen, wie ich mich um opti­male Lösun­gen bemüht habe und was ich bis jetzt umge­setzt habe, und was ich noch vorhabe.

      Aus­gangs­si­tua­tion:
      Ver­brauch:
      Gas: 28000 — 30000kWh/a
      Strom 4500kWh/a

      Zwi­schen­stand:
      Ver­brauch:
      Gas: 7700 — 10000kWh/a
      Strom: knapp 3000 kWh/a

      Pro­duk­tion:
      PV 5050kWh/a
      davon 100% Eigen­be­darfs­de­ckung von Mitte Februar — Mitte Oktober mit einer großen Bat­te­rie­an­lage

      Ziel:
      Ver­brauch:
      Gas: ??? kWh/a zum Kochen
      Strom Haus­halt: 2000kWh/a
      WP: 1500kWh

      Erzeu­gung:
      Strom: 10000kWh/a

      Bezug:
      Gas zum Kochen
      Haus­halts­strom: 0kWh/a
      WP Strom: 800 — 1000kWh/a

      WW wird im Som­mer­halb­jahr per ST erzeugt
      Der Strom­be­zug im Kern­win­ter für die WP (Heizung und WW) kann mittels Kamin­ofen mit Was­ser­ta­sche gegen 0kWh mini­miert werden

      Und jetzt bist du dran 😉

      LG jogi

      • mit deiner Polemik und deinem Agit­prop Voka­bu­lar kannst du nicht über­de­cken, dass du von der ganzen Ener­gie­ver­sor­gung doch nur ein ober­fläch­li­ches Wissen hast.“
        Tja jogi54,
        da magst Du schon recht haben, ist mir noch gar nicht so auf­ge­fal­len. Macht ja aber doch nichts, dafür haben wir doch Dich!!!
        Du hast offen­sicht­lich Deine Kennt­nisse über die Ener­gie­ver­sor­gung mit gol­de­nen Löffeln gefres­sen. Und was Du alles schon so bewirkt hast, ich bin zutiefst beein­druckt. Nur soviel zu mir und meinen Akti­vi­tä­ten im pri­va­ten Bereich: gegen meine Solar­an­lage, Wär­me­pumpe und Zubehör sowie die damit erziel­ten Ergeb­nisse für meine ganz eigene Ener­gie­bi­lanz ist Deine Anlage gera­dezu mickrig. Ich habe aber wirk­lich keine Lust, mich darüber zu strei­ten wer der Größte ist oder wer die Größte hat. Nimm es doch einfach mal so hin!
        Was Du dann aber über die Ener­gie­wende all­ge­mein und die Koh­le­kraft­werke im Beson­de­ren abson­derst, ist ange­sichts Deines doch über­bor­den­den Wissens schon sehr beschä­mend und auch bla­ma­bel.
        Wer hat denn Deiner Meinung nach die Ver­sor­gung im Sommer über­nom­men, wenn das Koh­le­kraft­werk nur noch 2 bis 3 Monate im Win­ter­halb­jahr arbei­tet? Doch nicht etwa die jetzt ver­füg­ba­ren Windenergie‐ und Solar­an­la­gen?! Damit sie das könnten, müssten sie eben genau, zumin­dest in den ver­blei­ben­den 9 bis 10 Monaten des Som­mer­halb­jah­res das Koh­le­kraft­werk voll­wer­tig erset­zen können. Ansons­ten könnte man es doch nicht abschal­ten oder wie soll das Deiner Meinung nach gehen? Aber genau diesen voll­wer­ti­gen Ersatz können Wind und Solar nicht leisten. Das zumin­dest sollte Dir doch bekannt und bewusst sein.
        Du kannst ja wei­ter­hin über „grund­le­gen­den Para­dig­men­wech­sel“ und „ganz neue andere Lösun­gen“ Dein eigenes „Agit­prop Voka­bu­lar“ aus­schüt­ten. Irgend­wann aber müss­test Du dann doch schon mal her­aus­las­sen, worin der Para­dig­men­wech­sel denn Deiner Meinung nach bestehen soll und wie diese ganz anderen neuen Lösun­gen aus­se­hen sollen. Ich könnte es Dir ja sagen, aber ich lasse es mal ange­sichts meines nur ober­fläch­li­chen Wissens vorerst lieber bleiben. Du wirst die Rich­tung ganz sicher vor­ge­ben können.
        Die Ener­gie­wende jeden­falls ist ganz klar defi­niert:
        „Der Begriff Ener­gie­wende bezeich­net den Umstieg der Ener­gie­ver­sor­gung von fos­si­len und Kern­brenn­stof­fen auf erneu­er­bare Ener­gien. Das Ziel der Ener­gie­wende in Deutsch­land ist es, bis zum Jahr 2050 seine Energie haupt­säch­lich aus rege­ne­ra­ti­ven Quellen wie Wind‐ und Was­ser­kraft, Son­nen­en­er­gie, Geo­ther­mie oder nach­wach­sen­den Roh­stof­fen zu bezie­hen. Zweites Stand­bein der Ener­gie­wende ist die Ver­rin­ge­rung des Ener­gie­ver­brauchs durch eine spar­same und effi­zi­ente Nutzung der Energie.“
        Ja und da müssen schon die rege­ne­ra­ti­ven Quellen die atomar‐ fos­si­len Quellen erset­zen und das nicht irgend­wie oder ein biss­chen para­dig­men­wech­sel­mä­ßig, sondern ganz klar voll­stän­dig und gleich­wer­tig. Alles darum Her­um­ge­rede ist ent­behr­lich.
        So mein lieber jogi 54, das wollte ich bei allem gebo­te­nen Respekt noch mal los­wer­den. Im Wei­te­ren aber ver­spüre ich nicht die geringste Lust, sol­cher­art nutz­lose Dis­kus­sio­nen fort führen zu wollen. Fach­lich fun­diert, sach­lich dar­ge­legt und opti­mis­tisch in die Zukunft bli­ckend jeder­zeit, aber nicht belei­di­gend und aus dem Olymp gött­li­cher Unfehl­bar­keit her­ab­bli­ckend. Das muss ich mir und anderen nicht antun aber auch nicht antun lassen!
        Freund­li­che Grüße!

  2. Hallo Mit­ein­an­der,
    eine neue Sau wird durchs Dorf getrie­ben! Habt Ihr es schon bemerkt?
    Wenn es denn mit der Ener­gie­wende von oben nicht so recht klappen will, soll es jetzt von unten gelin­gen und der gerade neu erfun­dene Pro­sumer soll dabei eine Schlüs­sel­rolle spielen. Als echter Meck­len­bur­ger sage ich dazu: »Na denn man tau!«. Anderswo würde man wohl sagen: »Schaun mer mal!«
    Pro­sumer, wenn es denn so heißen muss, zu sein oder zu werden, ist ja nicht ver­kehrt. Waren wir, die wir die Ener­gie­wende noch ernst nehmen, das nicht schon lange bevor wir nun als solche erfun­den wurden? Allein wenn man die Dis­kus­sion in diesem Blog ver­folgt, erkennt man doch, dass viele Gleich­ge­sinnte für sich oder auch gemein­sam üner­müd­lich darum ringen, ihren ganz per­sön­li­chen Anteil, der für sie tech­nisch über­schau­bar und auch finan­zier­bar ist, zu leisten. Ob sich das Ganze letzt­lich auch rechnet, irgend­wann amor­ti­siert, spielt sicher auch eine Rolle, nicht jedoch die ent­schei­dende. Die Freunde mit den Steck­do­sen­mo­du­len speisen ihren Strom­über­schuss sogar unent­gelt­lich ins Netz ein und ver­schen­ken ihn damit, dürfen sich dann noch als »Ille­gale« beschimp­fen lassen.
    Das alles sollten wir auch unbe­dingt weiter so ver­fol­gen und zu unserem eigenen Nutzen opti­mie­ren. Machen wir unser Ding, Freunde! Ver­sor­gen wir uns wei­test­ge­hend selbst, ent­spre­chend unseren Mög­lich­kei­ten, auf Grund­lage der moderns­ten ver­füg­ba­ren Tech­no­lo­gien mit Strom und Wärme aus wohl­fei­ler Pri­mär­ener­gie solaren Ursprungs und bezie­hen wir ein sich even­tu­ell erge­ben­des Defizit aus dem Netz. Aber ver­schleu­dern wir bitte nicht eine einzige Kilo­watt­stunde sinnlos dadurch, dass wir sie in dieses Netz ein­spei­sen!
    Wenn ich mir in der auch in diesem Blog publi­zier­ten Studie ansehe, was man allein glaubt von dem Pro­sumer im Zusam­men­hang mit einer solchen Ein­spei­sung ins Netz abver­lan­gen oder gar erzwin­gen zu können, macht mich das schon gehörig wütend. Wofür bitte soll er das leisten, für welche Gegen­leis­tung, soll er denn so genannte Sys­tem­dienst­leis­tun­gen erbrin­gen, vor­aus­ge­setzt er kann es tech­nisch über­haupt, wovon wir alle noch sehr weit ent­fernt sind? Doch nicht etwa für die gera­dezu lächer­li­che Ein­spei­se­ver­gü­tung, die zu zahlen die Ener­gi­e­mul­tis gezwun­gen sind um die so erwor­bene Kilo­watt­stunde 50 m weiter für das 4‐ bis 5‐fache an unsere Nach­barn zu ver­kau­fen! Das können wir besser, dann schen­ken wir sie ihm lieber!
    Ja, wir sollten unbe­dingt unsere Ener­gie­wende von unten machen. Ja wir können auch Pro­sumer werden und in das Netz ein­spei­sen, aber erst dann, wenn unsere Kilo­watt­stunde am glei­chen Ein­spei­se­punkt des Netzes das gleiche wert ist, wie die, die von den Ener­gi­e­mul­tis dort ein­ge­speist wird. Dann können wir auch gleich auf die viel dis­ku­tier­ten Rück­lauf­sper­ren in den mecha­ni­schen Zählern ver­zich­ten. Ja und ein­spei­sen auch nur dann, wenn uns ein gleich­be­rech­tig­ter, dikri­mi­nie­rungs­freier Netz­zu­gang gewährt wird und wir nicht zusätz­lich mit dubio­sen Umlagen, Abgaben und Steuern belas­tet werden. Ansons­ten bleiben wir aus­schließ­lich Con­su­mer für den Teil unseres Ener­gie­be­darfs, den wir nicht selber decken können.
    Und bitte soll mir keiner mit Ent­so­li­da­ri­sie­rung und Ego­is­mus und anderem Geschwa­fel kommen, da wüsste ich eine ganze Menge anderer loh­nen­der Ansprech­part­ner.
    Mich würde sehr Eure Meinung dazu inter­es­sie­ren! Lasst uns dis­ku­tie­ren!

    • Tja Peter,
      wenn es wirk­lich so einfach wäre »aber erst dann, wenn unsere Kilo­watt­stunde am glei­chen Ein­spei­se­punkt des Netzes das glei­che wert ist, wie die, die von den Ener­gi­e­mul­tis dort ein­ge­speist wird.«

      Pro­duk­tion und Trans­port sind ja seit Jahren strikt getrennt
      — was Kraft­werke für die Pro­duk­tion von 1kWh bekom­men sollte dir bekannt sein. Diese kWh ist im Grunde sogar nichts wert, wenn sie nicht zum Ver­brau­cher trans­por­tiert wird.
      — der Trans­port (inklu­sive der dafür nötigen Infra­struk­tur = Lei­tun­gen / Trans­for­ma­to­ren / Schalt­an­la­gen etc.) und die Orga­ni­sa­tion, zu jeder Zeit ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Pro­duk­tion und Ver­brauch zu haben, obliegt den Netz­be­trei­bern.

      Auch wenn du deinem Nach­barn deinen Überschuß‐Strom über ein eigenes Kabel lie­ferst, kannst du ihm sehr wahr­schein­lich nicht garan­tie­ren, dass er immer aus­rei­chend Strom von dir bekommt.

      His­to­risch werden die Kosten für diese Ver­sor­gungs­ga­ran­tie pau­scha­li­siert auf den Strom­preis umge­legt.

      An dieser Stelle bin ich für eine faire Ver­tei­lung der Kosten. Es kann nicht sein, dass die, die allen Strom bezie­hen müssen und damit übers Jahr diese Reser­ve­hal­tung zum aller­größ­ten Teil finan­zie­ren, auch die Reser­ve­hal­tung für mich mit­fi­nan­zie­ren, wenn ich nur von Mitte Novem­ber bis Mitte Februar Strom für meine WP Strom beziehe — sonst aber nicht. (ist jetzt in die Zukunft pro­je­ziert)

      Wenn durch zuneh­mende PV Erzeu­gung Koh­le­kraft­werke zurück­ge­drängt werden, ist das einer­seits begrü­ßens­wert, ande­rer­seits kann das zum Kollaps der Ener­gie­ver­sor­gung führen. Wenn ein Koh­le­kraft­werk 9 Monate im Jahr läuft, und in den rest­li­chen 3 Som­mer­mo­na­ten die Revi­sion der Anlage durch­ge­führt wird und die Mit­ar­bei­ter Urlaub machen, konnte ein solches Kraft­werk und seine Mit­ar­bei­ter finan­ziert werden. Wenn das Kraft­werk nur noch 2–3 Monate benö­tigt wird, geht die Rech­nung nicht mehr auf. Wenn jedes ein­zelne Kraft­werk als GmbH geführt würde, wären heute schon ca 80 — 90% der Kraft­werke pleite und würden nicht mehr laufen, die Mit­ar­bei­ter ent­las­sen — und wir hätten täg­li­che stun­den­lange black outs, wie vor Jahren in Kali­for­nien pas­siert (wer sich dran erin­nert…).

      Heute sind wir fast schon in der selben Situa­tion, wie in der Tele­komu­ni­ka­tion — dort haben wir seit einigen Jahren (natio­nal) fast nur noch flat­rates. Das hat sich dadurch ent­wi­ckelt, dass die Kosten für ein Tele­fon­ge­spräch relativ zu den Kosten, die Infra­struk­tur bereit­zu­stel­len gegen 0 gehen.
      Ob über den switch des DSL Pro­vi­ders 50MBit fließen, oder nicht, kosten den Pro­vi­der nichts mess­ba­res mehr/weniger, den switch zu betrei­ben jedoch einen kon­stan­ten Betrag.

      Seit meh­re­ren Jahren pro­phe­zeie ich deshalb auch für den Ener­gie­sek­tor gestaf­felte flat­rates — wie es die beim Inter­net schon länger gibt. Der Durch­bruch beim Inter­net und der Tele­fo­nie war auch sehr zäh…
      Die Situa­tion für die Kraft­werke ist jedoch durch­aus ver­gleich­bar, die fixen Kosten, standby zu stehen und pro­du­zie­ren zu können über­stei­gen heute schon für viele Kraft­werke deut­lich die varia­blen Kosten, haupt­säch­lich für den Brenn­stoff.

      Gestaf­felte flat­rates bei der Ener­gie­er­zeu­gung müssen dann jedoch zu zeit‐ bzw Angebot/Nachfrage abhän­gi­gen Tarifen führen.

      Dazu müßte dann auch gehören, dass die Ein­spei­sung von PV Strom in Abhän­gig­keit vom Bedarf ver­gü­tet wird.

      Wenn das gelingt — zum Nutzen der erneu­er­ba­ren Ener­gien und unserer Erde (na ja, so wirk­lich glaube ich nicht an den CO2 Hype, aber doch, dass wir unsere fos­si­len Resour­cen schonen sollten — die sind zum ver­bren­nen viel zu schade und werden lang­fris­tig für andere Auf­ga­ben über­le­bens­wich­tig sein) können wir von Pro­sumern spre­chen.

      Und weils eine Dis­kus­sion werden soll, lass ich das jetzt erstmal so stehen

      LG jogi

    • Hallo Peter — @all

      klingt irgend­wie wütend, wenn da Wut — »Emo­tio­nen« auf­kom­men, ist das aus meiner Sicht durch­aus nach­voll­zieh­bar. Die Frage ist aller­dings was läuft da tat­säch­lich »schief«.

      Wer sich die Mühe macht, an Hand eines Geset­zes (EEG und seine »Novel­len«) nach­zu­voll­zie­hen was da pas­siert, muss leider erken­nen, was ursprüng­lich beab­sich­tigt war, wurde mit Hilfe immer neuer Novel­lie­run­gen in sein Gegen­teil ver­kehrt. Doch Hand aufs Herz, welcher »Bürger / In« liest den »sowas« ? Wer ver­steht auf Anhieb die juris­ti­schen Win­kel­züge die darin ent­hal­ten sind ? Wie auch bei anderen Geset­zen, welche sehr direkt in das Leben der Betrof­fe­nen ein­grei­fen, sind es aus­schließ­lich Lob­by­or­ga­ni­sa­tio­nen, welche sich aus ihren jewei­li­gen »Beweg­grün­den« im Vorfeld der Geset­zes­ent­ste­hung da ein­mi­schen. Die Ergeb­nisse sind ent­spre­chend.

      Wenn es sich dann »plötz­lich und uner­war­tet« für ein­zelne oder Gruppen her­aus­stellt — oh Gott, das betrifft ja mich und meine Inter­es­sen, dann, ja dann ist es längst zu spät.

      Im diesem spe­zi­el­len Fall, treffen gleich mehrere kom­plexe Sach­ver­halte zusam­men. Ein tech­ni­scher und ein juris­ti­scher und ein fis­ka­li­scher lässt sich erken­nen. Letz­te­rer wurde von Anfang an mit »Bravour« gere­gelt. Was der Fiskus da von vorn­her­ein sehr rou­ti­niert ein­ge­baut hat, wir nun ledig­lich von anderen Grup­pie­run­gen kopiert (aller­lei Kosten die mit viel Fan­ta­sie zu Geld gemacht werden — teil­weise reine fiktive Kosten, deren tat­säch­li­che Höhe nicht wirk­lich messbar sind), »Oben­drauf« die Steuer — womit der Staat zum Kom­pli­zen solcher Machen­schaf­ten wird. Jede Ver­än­de­rung nach unten, bedeu­tet gerin­gere Steu­er­ein­nah­men. Ich könnte das weiter auf­drö­seln, leider will das niemand so ganz genau wissen.

      Die Haltung sich nur noch über die Ergeb­nisse zu erregen, bringt leider nix. In diesem spe­zi­el­len Fall müssen erheb­li­che Fach­kennt­nisse vor­han­den sein um über­haupt mit­dis­ku­tie­ren zu können. Jeder, der die nun hat oder geschickt für sich bean­sprucht, kann die »wüten­den Bürger« nach belie­ben in seine Rich­tung treiben. Derzeit hat das »Ener­gie­e­sta­b­lish­ment« wieder »Fuß« gefasst. Obwohl der jähr­li­che Export­über­schuss von Strom ganz erheb­lich ist (schlicht, weil einfach weiter pro­du­ziert wird was immer fossil ans Netz gehen kann), lässt sich der Angst­bür­ger pro­blem­los ein­re­den, wenn fossile Energie zurück­ge­fah­ren wird, droht der totale Kollaps. Angst macht wütend und es war schon immer oppor­tun sich als Ziel die schwä­chere Partei — hier gleich der gesam­ten »Ener­gie­wende« ent­ge­gen­zu­stel­len.

      Das es ein sorg­fäl­ti­ges und schritt­wei­ses »Aus­stiegs­sze­na­rio« geben müsste (und selbst­ver­ständ­lich auch geben könnte) wird kom­plett hin­ter­trie­ben. Aus­stieg bedeu­tet für die fossile Kon­kur­renz, eben weil sie recht große zen­trale Ein­hei­ten in einem solchen Prozess ver­liert, schlicht Exis­tenz­be­dro­hung. Wessen Exis­tenz ist da bedroht ? Pervers, durch die finan­zi­elle Abhän­gig­keit sind das (neben den übli­chen anony­men Anle­gern) Kom­mu­nen und Bun­des­län­der. Gele­gent­lich müsste sich also auch der »Gesetz­ge­ber« in eigene Bein schie­ßen. Wie das alles ausgeht, kann gerade betrach­tet werden.

      Ein wei­te­res Problem ist die Ver­tei­lung von pri­va­tem selbst bewohn­tem Grund­be­sitz. In D (anders, als bei unseren Nach­barn im Süden, ist Miet­ab­hän­gig­keit noch immer in der Mehr­heit. Die bescheu­erte Idee, wann wäre »unso­li­da­risch«, wenn man selbst eine PV auf seinem Dach betreibt und (inzwi­schen) einen von allen »Klein­ver­brau­chern« erzwun­gene Umlage kas­siert, ist vom Anfang an ange­kom­men. Wie überall spielt dabei auch eine nicht uner­heb­li­che Portion Neid eine Rolle.

      All das funk­tio­niert bestens, weil bis auf wenige Spe­zia­lis­ten, kaum einer da durch­blickt. Der »Rückzug« — dann züchte ich halt meine »solaren Tomaten« nur noch für mich auf meine »Scholle« (aka Dach), wurde längst durch ein aus­ge­klü­gel­tes »Novel­lie­rungs­sys­tem« erfolg­reich kon­ter­ka­riert. Wer auf seinem Grund­stück einen Strom­an­schluss hat (auch wenn er den unge­nutzt lassen möchte), ist für jede Art PV oder was auch immer, mel­de­pflich­tig und kann als »Letzt­ver­brau­cher« seines privat erzeug­ten Stroms zur »vollen Dröh­nung« sprich Steuern und Abgaben ver­pflichte werden. Was noch fehlt, sind »spa­ni­sche Rechts­ver­hält­nisse«, dort darf ein Grund­stück auch ohne rich­ter­li­chen Befehl, auf »ille­gale« PV‐Anlagen durch­sucht werden und der Leis­tung ent­spre­chende Nach­for­de­run­gen erhoben werden. Als die damals bekannt wurde, hat das keinen hier gejuckt. Keine Stra­te­gie allen­falls Rück­zug­sta­tik auf »unserer Seite«. Als ich hier bei Blog­gern (ver­mut­lich bis dahin als ein­zi­ger) auf­zeigte, das ALLE pri­va­ten PV‐Betreiber, sich zu ~20 … 30 % durch Ankauf ihres gerade selbst erzeug­ten Stroms hun­dert­tau­send­fach zumin­dest selbst teil­fi­nan­zie­ren, hat das zunächst Ungläu­big­keit aus­ge­löst — in einem Fall musste ich das ~dreimal erläu­tern bis der technisch‐juristischen Hin­ter­grund ver­stan­den wurde. Danach nichts, kein Nutzen dieser »stillen Selbst­sub­ven­tion« im täg­li­chen poli­ti­schen Hick­hack.

      Nun will man ganz kleine Bröt­chen backen — not­falls auch illegal — eine schöner Rück­griff auf Spon­tie­zei­ten »legal ? illegal ? scheiß­egal !« oder etwas beschei­de­ner »Guerilla‐PV« als Zwer­gen­auf­stand. Schöne Idee, doch wie ein gewis­ser Lenin oder was »Väter­chen Stalin« schon bemerkte — Deut­sche und Revo­lu­tion ? — da müssten sie ja den »Rasen« betre­ten oder falls ein Bahnhof besetzt werden soll (warum auch immer) würden Deut­sche brav die Bahn­steig­karte lösen, bevor sie ihren »Revo­luz­zer­pflich­ten« nach­kä­men. Die beiden hatten glas­klar erkannt zu was der gemeine Deut­schen eben nicht in der Lage ist (was ja auch irgend­wie gut so ist, wenn man sich gewisse Ereig­nisse in anderen Ländern ansieht).

      Ja, erst, wenn die Lichter tat­säch­lich fla­ckern, weil dann doch die fos­si­len Akkus langsam leer werden, wird klar sein, wer in einer end­li­chen Welt lebt, muss sich nicht wundern, wenn endlich Schluss ist.…

      Da das ein Problem unserer Enkel sein wird, müssen und »können« wir leider nix tun — schön das Michel­mütz­chen über die Augen und alles ist gut !

  3. Hallo jogi54,

    wie Du her­aus­le­sen kannst, habe ich noch keinen Spei­cher. Dafür messe ich seit einiger Zeit war meine »Kom­mu­ni­ka­tion« so täglich »frisst«. Je nachdem wie lange ich den PC nutze (der haut mit zwei Moni­to­ren ganz schön rein) liegt der Durch­schnitt bei ~3 kWh pro Tag — klingt nicht viel, bedeu­tet aber allein dafür ~1.100 kWh /a

    Wenigs­tens diesen Teil hätte ich gerne »rund um die Uhr« — also über Spei­cher gepuf­fert — laufen. Ob sich eine grö­ße­rer Spei­cher der auch andere Geräte ver­sor­gen kann »lohnt«, dass möchte ich her­aus­fin­den bevor ich so ein Ding anschaffe. Die »ersten 30% Eigen­nut­zung« habe ich sowieso immer ohne beson­dere Maß­nah­men. Dafür sorgt sowohl meine aus­schließ­li­che el. Brauch­was­ser­er­wär­mung und natür­lich auch meine rein el. Direkt­hei­zung — jeden­falls in der Über­gangs­zeit.

    Tat­säch­lich möchte ich zunächst noch ohne Spei­cher meinen Eigen­be­darf weiter erhöhen. Durch kon­se­quente Nutzung von Zeit und Ver­mei­dung von Bezugs­strom. Keine »Ws« mehr ins Netz, wenn ich die »irgend­wie« in »natür­li­che Spei­cher« wie WW‐Bereitung und oder Gefrier­schränke »umlei­ten« kann. Warum soll eine »A++« Gerät nach Son­nen­un­ter­gang bis -Aufgang Strom zapfen dürfen ? Dafür 1 … 2 Grad tiefer als gewöhn­lich (-19 … -20°C) wenn die PV liefert. Kein teurer Bezugs­strom, wenn da eine Wolke im Weg ist. So in etwa das Konzept…

    Da die oben beschrie­bene Steue­rung in allen Abgän­gen wie ein Zähler funk­tio­niert, werde ich bald wissen, was ich wie schal­ten soll. Das gibt auch vor, nach welchen Kri­te­rien ich einen zukünf­ti­gen Spei­cher aus­le­gen und wie ich den optimal ent­la­den kann.

    • Hallo Reiner,
      die EDV ist auch bei mir ziem­lich gefrä­ßig. 2 x 27″ Monitor á max 30W und ein Laptop mit max 90W (na ja, da ich nicht spiele, braucht der selten soviel — auch daran bemerk­bar, dass der Lüfter fast nie läuft, könnte ich auch mal messen.) Na ja, zumin­dest in der Heiz­pe­ri­ode ist die Energie ja nicht ver­lo­ren…

      Mit Strom ohne Not direkt Wärme mit einer Wider­stands­hei­zung zu erzeu­gen, finde ich, global betrach­tet, als Frevel an. Das geht wesent­lich effek­ti­ver per Wär­me­pumpe.

      Mit einem aus­rei­chen­den Bat­te­rie­spei­cher braucht man im Grunde keine smar­thome Steue­rung. Alles kann ohne große Rück­sicht auf die Tages­zeit dann laufen, wenn man es braucht — die Bat­te­rie sollte das her­ge­ben.
      Roll­la­den zur Ver­schat­tung und win­ter­li­chen Redu­zie­rung kann man auch ein­fa­cher steuern (ohne Ver­ka­be­lungs­auf­wand und zen­tra­ler Steue­rung).
      Ein ordent­lich iso­lier­tes Haus braucht keine Raum­tem­pe­ra­tur­steue­rung, jede Absen­kung führt zu Mehr­ver­brauch und ist deshalb kon­tra­pro­duk­tiv.

      Meines Erach­tens ist smar­thome im wesent­li­chen Spie­le­rei, und kann höchs­tens bei schlecht iso­lier­ten Häusern ein wenig Ein­spa­run­gen an Heiz­ener­gie bringen.

      Was du z.B. mit dem Gefrier­schrank vorhast, lohnt den Aufwand kaum, wenn über­haupt. Ein A++ Gefrier­schrank braucht ~1kWh/l a, also ein 200l Gefrier­schrank braucht 200kWh/a bzw. 0,55kWh/Tag oder 22,8W. Bei RT=20°C und innen -18°C,l errech­net sich ein Verlust von 0,6W/K.
      Ich nehme mal an, der Gefrier­schrank ist zur Hälfte gefüllt (100 l) und da Nah­rungs­mit­tel zum größten Teil aus Wasser bestehen, Eis als Käl­te­spei­cher. Um die Tem­pe­ra­tur um 2K abzu­sen­ken, benö­tigt man dann 2,06kJ/kg K / 3,6 W/kJ * 100l * 2K = 114,4W.
      Bei dann -20°C erhöhen sich die Ver­luste um 0,6W/K * 2K = 1,2W zu 24W. Die ein­ge­spei­cherte Kälte reicht für 114,4W / (22,8W + 0,5*1,2W) = 4,84h, bis der Gefrier­schrank wieder auf -18°C auf­ge­wärmt ist.
      Der Gefrier­schrank ist eine WP, deren Wir­kungs­grad sich bei der Kühlung um 2K mehr um 4% ver­schlech­tert. Das bedeu­tet dann, dass der Gefrier­schrank für -20°C statt 24,0W dann 24,96W benö­tigt. Das sind immer­hin, bezogen auf die 22,8W 9,5% mehr.
      Aller­dings beschreibt das ja erst den Ener­gie­auf­wand, um -20°C zu halten.
      Um auf -20°C in abseh­ba­rer Zeit abzu­küh­len braucht es z.B. -24°C, das kostet die WP schon 10,7% Wir­kungs­grad und der Ver­brauch geht gegen­über -18°C um 28,2% auf 29,2W nach oben. Aber auch damit wirst du ca 31h brau­chen, um von -18°C auf -20°C abzu­küh­len, um dann die Chance zu haben, die Kühlung für knapp 5h aus­zu­set­zen.

      Dann darf man noch betrach­ten, dass eine reale WP viel­leicht 50% des idealen Wir­kungs­gra­des hat (ich habe erstmal mit dem theo­re­ti­schen Wir­kungs­grad gerech­net). Das ver­schlech­tert die Bilanz dann bezüg­lich des Abküh­lens des Gefrier­gu­tes noch­mals.

      Die smarthome‐Steuerung dafür dürfte antei­lig 1W brau­chen => 8,76kWh/a (solange der Gefrier­schrank in Betrieb sein darf, muss das Relais ange­zo­gen sein, und die Messung muss auch immer laufen).

      ——–

      Du siehst an diesem Bei­spiel im Ansatz, dass nicht jede Idee zu einem sinn­vol­len Ergeb­nis führen muss.

      Ver­gleich­bar ist das mit dem Auto­fah­ren — mit kon­stan­ter Geschwin­dig­keit braucht man immer weniger, als mit Gas­ge­ben und Rollen lassen.

      Im Gegen­satz zu smar­thome, halte ich eine voll­um­fäng­li­che smart­grid Steue­rung zusam­men mit Bat­te­rie­spei­chern als deut­lich ziel­füh­ren­der. Voll­um­fäng­lich, wie schon beschrie­ben, u.a. auch mit Bezug bei Über­schüs­sen im Netz in die Bat­te­rie.

      LG jogi

      wenn du auf meinen Namen klickst, kommst du auf einen thread, in dem ich so alles beschreibe, was ich mir ener­gie­tech­nisch über­lege, vieles auch unter­wegs wieder ver­wor­fen und anderes rea­li­siert habe.

      jogi

      • 1)
        Hallo jogi54,

        sorry ich habe erst gestern Deinen Beitrag von 28.10. gesehen. Diese Blog­soft­ware ist wenig über­sicht­lich. Ein Grund warum ich bei mir »phpBB« Foren­soft­ware benutze. Wenn auch nicht perfekt, dort findet sich auch älteres Zeug relativ leicht wieder.

        Der Sinn des modi­schen »Smar­thome« will sich mir eben­falls nicht so recht erschlie­ßen. Nur beim heu­ti­gen Stand der Technik, möchte ich einfach »alles« genau wissen was da übers Jahr in meiner Anlage wirk­lich vorgeht. Das wie­derum ist aber die Vor­aus­set­zung für irgend­wel­che Ver­än­de­run­gen. Bislang (neben Bas­tel­an­la­gen) hatte ich keine Lösung gefun­den. Etwas, was sowohl steuert / regelt und möglich lücken­los und umfas­send doku­men­tiert, was in einer geschlos­se­nen Anlage vorgeht, habe ich gesucht. Zu einem ver­tret­ba­ren Preis und mög­lichst modular im Aufbau. Andere kaufen sich teuer Eisen­bahn­an­la­gen mit allem pipapo — ich leiste mir in Kürze ver­mut­lich das COMEXIO »Smart Home« ohne Angli­zis­men geht ja heute nix mehr.

        Deine inter­es­san­ten Aus­füh­run­gen in Sachen Gefrier­schrank sind hilf­reich, über die Angaben zum Jah­res­ver­brauch war ich mir schon im Klaren. Dennoch, neben der Warm­was­ser­be­rei­tung und E‐Heizung, sind das die ein­zi­gen Kom­po­nen­ten die inner­halb von ihren Begren­zun­gen über­haupt eine Anpas­sung möglich machen. Das o.g. System erfasst von jedem dort ein­ge­bun­de­nen Ver­brau­cher, die Ver­brauchs­da­ten. Keine Über­ra­schun­gen mehr — mich inter­es­sie­ren exakte Lang­zeit­werte einfach so. Meine 5 Jahren vor­han­den beiden Smart­me­ter des EVU müssen dank feh­len­der Daten­in­fra­struk­tur weiter wie jeder »Ferraris‐Zähler« von »Hand« abge­le­sen und hand­schrift­lich erfasst werden (was ich ein Jahr lang einmal täglich getan habe). Im Prinzip täglich, möglich zur selben Uhrzeit ins­ge­samt 5 Zäh­ler­stände !

        Das, bei einem Mess­ge­rät, welches die kWh mit einer Genau­ig­keit von je 10.000 Ein­zel­schrit­ten erfasst. Dies soll sich nun ändern — schlicht mittels einer von den Ver­brauchs­zäh­lern unab­hän­gi­gen Anlage. Die Para­me­ter die erfasst werden, dienen in einem frei anpass­ba­ren System gleich­zei­tig zur Steue­rung bzw. Rege­lung aller dort erfass­ten Kom­po­nen­ten. Etwas, was sonst nur mit auf­wen­di­gen For­schungs­ein­rich­tun­gen in spe­zi­ell dafür prä­pa­rier­ten Häusern möglich war.

        Das eine solche Anlage auch von »außen« über Smart­phone & Co diri­giert werden kann, hat für mich einen voll­kom­men unter­ge­ord­nete Bedeu­tung. Das dies im Haus über Smart­phone & Co und selbst­ver­ständ­lich allen ange­schlos­se­nen PC möglich ist, ist deren Haupt­be­deu­tung (jeden­falls für mich). Welche mög­li­chen und sinn­vol­len Steue­rungs­sze­na­rien sich daraus ergeben, genau das möchte ich ja her­aus­fin­den. Beson­ders inter­es­sant scheint mir die Größe eines Spei­chers, welch sich damit eben nicht nach »pi mal Daumen« ergeben wird.

        • Hallo Rainer,

          leider bin ich nicht Mit­glied des Com­pu­ter Club Worms e.V. (wäre von Köln aus etwas weit …), sonst hätte ich das Thema COMEXIO gerne dort mit dir wei­ter­dis­ku­tiert — ich denke, das und vieles mehr, was wir hier bisher aus­tau­schen, ist sowas von OT relativ zum Blog­thema, dass ich das eigent­lich hier nicht wei­ter­füh­ren will. Auch, weil es andere an diesen Themen Inter­es­sierte nicht errei­chen kann/wird.

          Mit dem COMEXIO wirst du sicher auch S0 Impulse deiner Zähler erfas­sen können, dann kannst du ggf. sekun­den­ge­nau ver­fol­gen, was in deinem Haus so pas­siert 😉 Wenn man sma WR hat, geht sowas z.B. auch mit dem sma home manager.

          zu 2) noch was Gene­rel­les

          So, wie wir bisher immer einen viel grö­ße­ren Kraft­werks­park hatten, als benö­tigt, und sich zudem mehr oder weniger alle Kraft­werke an der Fre­quenz­stüt­zung betei­li­gen mussten (Vollgas geht da nicht, nur fast Vollgas), so muss das auch mit denn EEN Erzeu­gern werden.

          Bei den WKA sind sie schon seit ca 2 Jahren dran, die Rege­lun­gen auch für Primär‐/Sekundärregelleistung und Minu­ten­re­serve umzu­bauen. Nach meinen Infor­ma­tio­nen soll das auch ganz gut funk­tio­nie­ren. Ein­ge­setzt wird es jedoch nicht, weil die gesetz­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen bezüg­lich der Ver­gü­tung da massiv dage­gen­spre­chen — Bereit­stel­lung von Regel­en­er­gie ist bisher für EEN Erzeu­ger noch gar nicht vor­ge­se­hen.

          Ich werde mich bei dir per email melden 😉

          LG jogi

          • Hallo jogi54,

            im all­ge­mei­nen Inter­esse ver­su­che ich mich kurz zu fassen LOL

            Wir sind beim CCW dabei den Bereich »Ras­berry PI« aus­zu­bauen. Das betrifft auch den Teil des Forums der sich damit befasst. Dort werden wir eine »begrenzte« Benut­zer­mit­glied­schaft« ein­rich­ten. Meint, es können Dialoge statt­fin­den — eng begrenzt — Benut­zer­bei­träge werden mode­riert und erst nach Frei­schal­tung öffent­lich. Warum ? Ich habe in den letzten Jahren ein­schlä­gige (anonyme) Erfah­run­gen in einigen poli­ti­schen Foren gesam­melt. Ver­hee­rend, was einige Trolle da ver­an­stal­ten. Alles ist zwar mit Politik ver­knüpft, aber uns — mir — geht es haupt­säch­lich um sach­lich dis­ku­tierte tech­no­lo­gi­sche Hin­ter­gründe — aus­ge­tauscht unter höf­li­che »spre­chen­den« Part­nern, denen man zwar niemals leib­haf­tig begeg­net, aber die dennoch wenigs­tens wie gut Bekannte behan­delt werden sollen. Da hilft (meinen Erfah­run­gen nach) nur eine rigo­rose Durch­set­zung vom »Haus­recht« was leider oft mit Zensur ver­wech­selt wird.

            »Zustän­di­ger Admin und Mode­ra­tor« dort werde nicht ich selbst sein. Daher werden wir in nächs­ter Zeit erst alles nach und nach orga­ni­sie­ren. Wenn sich das über eine sepa­rate Benut­zer­gruppe bewährt, könnte man das sicher auch etwas vom Thema her aus­wei­ten. Das ist jeden­falls meine Hoff­nung. Zum Thema Steue­rung im Umfeld von pri­va­ter PV gibt es wenig kon­kre­tes. Meist ver­lie­ren sich nütz­li­che Infor­ma­tio­nen in einem Wust von nutz­lo­sen Dis­kus­sio­nen. Den Versuch das zu ändern ist es sicher wert. Not­wen­dige Dis­kus­sion und nütz­li­che Infor­ma­tion sollen streng von­ein­an­der getrennt laufen.

            Schon dieser hiesige Aus­tausch hat zumin­dest mir etwas gebracht, ich kenne bislang nur die Sunny Box von SMA. Dort werden meine Daten auf einen Server hoch­ge­la­den und ich erhalte »auf Wunsch« täglich eine E‐Mail mit den Ergeb­nis­sen. Davon möchte ich völlig unab­hän­gig sein. Meine Daten gehören mir — aus­schließ­lich mir — klingt etwas seltsam, aber ich möchte mit meinen Daten völlig unab­hän­gig von Dritten tun und lassen was mir gefällt. Das gilt auch für die Ver­brauchs­da­ten (des Zählers) die an das EVU gehen. Da liese sich sicher ein »Daten‐Telegramm« ver­schlüs­selt und nur für die Abrech­nung absend­bar ein­rich­ten. Das wäre ein eigenes Thema wert — warum soll das EVU mehr meiner Ver­brauchs­da­ten erhal­ten, als dies bisher für die Abrech­nung not­wen­dig war — gern auch monat­lich, das würde so manchem helfen den finan­zi­el­len Über­blick zu behal­ten — das sollte jetzt aber reichen.…

            Mit son­ni­gen Grüßen vom doch noch leicht ver­gol­de­tem Oktober

            Rainer
            PS mit einem Klick auf meinen Namen geht es oft zu einem the­men­na­hen Bereich

      • 2) @jogi54

        Nachdem ich im »Haus­tech­nik­Dia­log« nach­ge­le­sen habe, muss ich fest­stel­len, auch Du ver­folgst Deine Ideen ohne unnö­tige Kom­pro­misse. Ein Haus mit Dämm­ele­men­ten aus dem Kühl­haus­bau zu dämmen, zeigt — so erscheint es mir — Du gehst auch eher unkon­ven­tio­nelle Wege und soweit ich das beur­tei­len kann mit Erfolg. Ich hatte das »irgendwo« schon mal gelesen, nun weiß ich wen ich da fragen gekonnt hätte. Diese Ele­mente wären gewiss auch für die Dach­däm­mung geeig­net gewesen. Mit einer »zivilen« Kaschie­rung kännte ich mir das auch als »Fer­tig­fas­sade« gut vor­stel­len (nicht das Deine Aus­füh­rung mir so nicht gefällt).

        Im übrigen hatte einer der andern Schrei­ber dort Pro­bleme mit feh­len­den Dach­über­stän­den. Die hatte ich auch und zudem wollte ich zumin­dest bei »Süddach« die Fläche so ver­grö­ßern, das die Modul‐Indachanlage mög­lichst ohne nutz­lose Flä­chen­an­teile aus­kommt. Ich habe einfach die PU‐Fertigelemente zu ca. 1/3 über­ste­hen lassen und dann über die darauf ver­schraub­ten Rahmen — und die dar­un­ter — diese Flächen sta­bi­li­siert. sehr haltbar und stabil. Ein obso­le­ter Schorn­stein und ein Dach­fens­ter sind all dem zum Opfer gefal­len. Nun ja.…

        Worin ich mir sicher bin, ohne eine Ver­än­de­rung von vielen noch als »normal« emp­fun­den Ver­hal­tens­wei­sen müssen sich alle mög­lichst früh trennen.

        Nur mit allein der Pro­duk­tion von Energie — spe­zi­ell durch sog. »EE« ist eine Anpas­sung an eine »unsere« end­li­che Welt nicht machbar. Wer nicht rigo­rose Ein­spa­run­gen auf allen denk­ba­ren und noch undenk­ba­ren Feldern als festen Bestand­teil einer »Ener­gie­wende« ein­plant und auch durch­führt, wird damit güns­ti­gen­falls noch 1 … 2 Genera­tio­nen durch­kom­men.

        Den Blöd­sinn, den so mancher zu allen Themen was dies angeht ver­brei­tet. Dar­un­ter Zweifel am (teil)menschengemachten »Kli­ma­wan­del«, an extre­men Erhö­hung von CO2 und anderen »kli­mare­le­van­ten« Gasen. Dazu gehört auch die irren Annahme, eben nicht nur einen Teil der heute als »normal« ange­se­he­nen Ener­gie­ver­schwen­dung mit EE plus wei­te­rem Anstieg erset­zen zu können, sondern VOLL erset­zen zu können. Das man dies »besser mit vielen, vielen AKW schaf­fen könnte oder gleich bei Braun­kohle belas­sen sollte, weiß in den aller­meis­ten Fällen nicht von was er / sie da phan­ta­siert. Ein Blick auf die AKW‐Weltstromproduktion müsste min­des­tens Zweifel zur Folge haben. Schon mit mini­ma­lem Ver­stand kann man das ver­ste­hen, aller­dings muss man sich dazu erst einmal das not­wen­dige Wissen aneig­nen. Einfach nach­plap­pern, was die ein­schlä­gi­gen »Echo­kam­mern« dazu meinen, reicht gewiss nicht aus.

        All diese Igno­ran­ten, die sich das Thema auf die eine oder andere Weise schön­re­den, es igno­rie­ren oder gar gegen not­wen­dige Ver­än­de­run­gen offen kämpfen, haben eine Vorteil, wenn wie es im eng­li­schen so dras­tisch heißt »when the shit hits the fan« sind sie inzwi­schen ent­we­der schon tot oder kurz davor. »Aus­ba­den« müssen das allein unsere Nach­kom­men. Wer wissen will wie das unge­fähr aus­sieht, kann ja gerne mal die Welt­ge­gen­den auf­su­chen, wo es schon Heute die Ver­hält­nisse von Morgen zu »besich­ti­gen« gibt. Das derzeit schon wenigs­tens 900 Mil­lio­nen Men­schen nur knapp am täg­li­chen Hun­ger­tod vorbei schram­men, sollte allen zu denken geben, welch sich mal genau ansehen, wie viel Energie im Sektor Nah­rungs­er­zeu­gung — Trans­port usw. allein schon ver­bra­ten wird, Es ist auch jetzt schon zum Angst­ha­ben »genug«…

        Mit son­ni­gen Grüßen

        Rainer

  4. Was die zukünf­ti­gen Spei­cher­kos­ten angeht, scheint »Bat­te­rie­spei­cher für PV‐Strom werden bald ren­ta­bel« (2016.05.18) lang­same »Bewe­gung« nach unten vor­aus­zu­se­hen. Es lohnt sicher darauf zu warten.

    Was meinen Vertrag angeht, werde ich eher wenig Pro­bleme nach dessen Been­di­gung (+15 Jahre) haben. Mit ~86 ist »Zukunfts­pla­nung« vor­aus­sicht­lich doch etwas ein­ge­schränkt..

    Nun ich kümmere mich erst mal um eine Ver­bes­se­rung der Eigen­ver­brauchs­quote ohne Spei­cher. Womög­lich nicht ganz ohne, wenn ich wenigs­tens alle klei­ne­ren »Dau­er­läu­fer« rund um die Uhr »solar« ver­sor­gen könnte .…

    Wenn ich da etwas mehr vor­wei­sen kann, werde ich das doku­men­tie­ren

  5. Hallo Rainer,

    ich habe »nur« 7,44kWp, zudem noch Ost/West Dach, Jah­res­er­trag ~5050kWh/a und eine große LiFeYPO4 Bat­te­rie­an­lage, 20kWh/16kWh, 3 x 5kW WR.
    Ich weiß, jetzt kommt … das rechnet sich nie … ja.

    Mein Inter­esse war und ist, her­aus­zu­fin­den, wie groß ein Spei­cher prak­tisch sein muss, wie weit man damit bezüg­lich Aut­ar­kie kommt und welche Neben­ef­fekte es gibt.
    Mein Ver­brauch liegt bei 3000kWh/a, was durch­schnitt­lich 8,3kWh/Tag bedeu­tet.

    Mit diesem großen Spei­cher habe ich keinen Bezug, solange der Mit­tel­wert der PV‐Erzeugung über 3–4 Tage min­des­tens meinem Ver­brauch ent­spricht. Das geht von ca. Mitte Februar bis Mitte Oktober. Dabei kann ich den Strom gänz­lich unab­hän­gig von der Tages­zeit nutzen.
    Für den Elek­tri­ker: trotz­dem gibt es auf Grund von Netz­schwan­kun­gen, die dadurch zustande kommen, dass Nach­barn Geräte ein/ausschalten, zu einem durch­schnitt­li­chen Bezug von 0,2 — 0,5Wh/Tag. Da schei­nen die Batterie‐WR offen­sicht­lich nicht schnell genug zu sein.

    Des wei­te­ren haben die drei Batterie‐WR natür­lich auch einen Eigen­be­darf, 27W im Nor­mal­be­trieb, 7W im Standby. Wenn man 27W durch­gän­gig für die 3 WR ansetzt, sind das 709kWh/a. Dazu kommen bei der LiFeYPO4 Bat­te­rie noch die Ver­luste von 576kWh/a, das sind gesamt max. 1285kWh/a, bzw 3,5kWh/Tag. Das ist natür­lich sehr viel, über die tat­säch­li­chen Ver­luste kann ich leider nichts genaues berich­ten, da die Bat­te­rie­an­lage von Anfang an feh­ler­be­haf­tet war, nie wirk­lich dau­er­haft durch­lief und jetzt kurz vor der Rück­wei­sung liegt.

    Mit den gewon­ne­nen Erk­ent­nis­sen wird der Ersatz sicher­lich deut­lich kleiner, aber trotz­dem noch größer, als die übli­chen 4kWh Kapa­zi­tät, derzeit peile ich ca. 10kWh brutto und 3x3kW WR an. Außer­dem habe ich vor, die PV in etwa zu ver­dop­peln auf einen Jah­res­er­trag von 10.000kWh/a. Für beides habe ich noch etwas Zeit, um jetzt das Optimum für meinen zukünf­ti­gen Bedarf — eine WP kommt auch noch dazu — zu ergrün­den.

    LG jogi

  6. Wieder mal ein schöner neuer Begriff — zum Glück gibt es ja Tante Google und WIKIPEDIA:

    Mit dem Kof­fer­wort Pro­sumer (engl.), später ger­ma­ni­siert zu Pro­sument, wird zunächst ein Ver­brau­cher (engl. (end) con­su­mer) bezeich­net, der pro­fes­sio­nel­lere Ansprü­che an ein bestimm­tes Produkt stellt (sprich: ein Produkt mit einem gewis­sen pro­fes­sio­nal grade (engl.) erwar­tet) im Ver­gleich zum durch­schnitt­li­chen …

    Ob sie das sind die ganz nor­ma­len »Con­su­mer« — sozu­sa­gen im zweiten Leben Pro­sumer ? Da habe ich erheb­li­che Zweifel. Nicht unbe­dingt von der Kon­su­men­ten­seite aus. Eher schon von der rund um die Uhr Beein­flus­sung durch aller­lei Medien. Solange es noch viele, viele Men­schen gibt, die ohne lange über »Ren­ta­bi­li­tät« prak­tisch jeden Sche… kaufen und dann plötz­lich bei der Anschaf­fung einer PV am großen Rad eben dieser »Ren­ta­bi­li­tät« drehen, wird das nix mehr.

    Wer sich nicht inten­siv mit dieser Materie beschäf­tigt, hat meist keine »belast­bare« Meinung. Schon der nächste x‐beliebige Kri­ti­ker lässt das »Rohr im Winde schwan­ken«.

    Für alle — da wie­der­hole ich mich — die bis ein­schließ­lich 2008 eine PV ans Netz gebracht haben, ist ein Spei­cher völlig unren­ta­bel. Dieser Kli­en­tel wird wohl kaum die relativ ertrag­rei­chen Ver­gü­tun­gen in Gefahr bringen. Da deren PV‐Anlagen deut­lich teurer waren, kann ich das auch sehr gut ver­ste­hen. Das sollen immer­hin ? ~ 700 bis 800.000 private Anlagen sein. Leider gibt es da nir­gendwo exakte Zahlen — oder ich habe die noch nicht gefun­den…

    Ab 2009 bis 2012 gab es sogar (MwSt. pflich­ti­ges) Geld für den »Letzt­ver­brau­cher« (aka End­ver­brau­cher) der Energie aus der eigenen PV im Über­schuss­ein­spei­se­ver­fah­ren bezieht. Erstaun­lich, einige dieser »Genera­tion«, haben davon bislang keinen Gebrauch gemacht und sind weiter tumbe Voll­ein­spei­ser für die sich eben­falls kein Spei­cher rechnet. Also ich kann ihn auch mit der ganz großen Lupe nicht sehen, den »Pro­sumer«.

    Ohne Spei­cher ist das Ganze noch nicht­ein­mal eine »halbe Sache«. Wer bei diesen Preisen über die Anschaf­fung nach­denkt, dem kommen schon gewisse Zweifel an der Ren­ta­bi­li­tät. Von der Obrig­keit geneh­migte För­de­rung spart alle aus, welchen nicht gleich eine kom­plette »PV — Spei­cher­kom­bi­na­tion« ein­kau­fen. Was die »Latte« — die Ent­schluss­schwelle — deut­lich höher setzt. Gut durch­dacht, schließ­lich will »man« ja keine weitere unbe­herrsch­bare dezen­trale Kon­kur­renz »her­an­züch­ten«. Wer gut mit dem Gesetz­ge­ber »ver­drah­tet« ist, kriegt das auch hin.

    Bleibt auf »unserer Seite« nur wenig Mög­lich­keit. Eine davon wäre, eine wirk­lich smarte Steue­rung, die mög­lichst KEINE »Ws« zum Bil­lig­ta­rif in öffent­li­che Netz ein­speist. Das bedeu­tet, man nehme eine geeig­nete sehr smarte Steue­rung und regle ab der Inbe­trieb­set­zung einer aktu­el­len PV vom Anfang an ganz gezielt was wann zu gesche­hen hat. Diese Steue­rung gibt es, ich will aller­dings nicht nochmal deren Namen hier nennen. Das habe ich schon einmal beim http://​www​.der​-ener​gie​spar​meis​ter​.de/​?p=999 getan — der Beitrag (meine Antwort) dort wartet aller­dings noch auf seine Frei­gabe.

    Auch wenn eine solche Steue­rung extra kostet, wird sich diese sicher rechnen, wenn auch mit ver­mut­lich län­ge­rer Amor­ti­sa­ti­ons­zeit. Diese modu­lare Anlage kann erwei­tert werden und soweit ich das ohne (bis­he­rige) prak­ti­sche Erfah­rung sagen kann, so ziem­lich alles im Haus steuern und regeln bis hin zu den Geschich­ten mit Smart­phone & Co.

    Da ich schon länger mehr mit meiner ~11 kWp Anlage anfan­gen möchte und hoffe in den Son­nen­mo­na­ten mit je ~1.000 kWh Ertrag in die Nähe der Aut­ar­kie kommen möchte, ist eine feine Rege­lung und als zweiter Schritt, ein geeig­ne­ter Spei­cher unum­gäng­lich. Nun kann ich das berufs­be­dingt »selbst in die Hand« nehmen. Das können leider nur wenige. Daher wäre es an der Zeit, dass die Sola­teure (meist auch gleich­zei­tig Elek­tro­in­stal­la­teure) da ihren »Pro­sumern« ein ent­spre­chen­des Paket anbie­ten können.

    Meine Rech­nung ist einfach, jede ein­ge­sparte kWh ist längst mehr wert, als die kärg­li­che Ein­spei­se­ver­gü­tung. Bei mir und allen die Anlagen von 2009 bis 2012 haben, kommt noch die 30 und über 30 % Ver­gü­tung durch den Letzt­ver­brau­cher an sich selbst hinzu. In meinem Fall ist der finan­zi­elle Reiz ent­we­der bis ein­schließ­lich 30% Ver­gü­tung 0,1236 € / kWh plus der Bezugs­preis für Tag‐ oder Nacht­ta­rif über 30% 0,1674 plus der Bezugs­preis für Tag‐ oder Nacht­ta­rif. So ist eine durch Eigen­ver­brauch ein­ge­sparte kWh (von »Natur­strom«) beim mir am Tag 36 bis ca. 41 Cent wert. Statt den Strom für 0,2874 € ein­zu­spei­sen beträgt das rech­ne­ri­sche Plus zwi­schen +7 bis +12 Cent, als ein­ge­speis­ter und womög­lich »unge­lieb­ter« Strom. Klar, ich zahle auch für den Eigen­be­darf MwSt. schließ­lich bin ich ja Pro­du­zent und »Letzt­ver­brau­cher« in per­so­nal­union. Die 30% und leicht darüber errei­che ich sowieso pro­blem­los und ich stehe ledig­lich einem »Sin­gle­haus­halt« vor. Das war eine kleine Anre­gung an alle (2009 bis 2012), die noch könnten aber irgend­wie.…

    Auf funk­tio­nie­rende »Smart­me­ter« warten ist wie das »Warten auf Godot« :

    Estra­gon: Komm, wir gehen!
    Wla­di­mir: Wir können nicht.
    Estra­gon: Warum nicht?
    Wla­di­mir: Wir warten auf Godot.
    Estra­gon: Ah!

    • Du hast natür­lich absolut recht. Ich bekomme jedoch schon jetzt hau­fen­weise Anfra­gen von Leuten, deren EEG‐Förderung in einigen Jahren aus­läuft. Denen sage ich: Abwar­ten, Tee trinken und warten, dass die Spei­cher­preise weiter fallen. Den Rest erle­digt die Digi­ta­li­sie­rung und so was wie Block­chain.

  7. Da fehlen für eine echte Teil­nahme am Regel­en­er­gie­markt die Kom­po­nen­ten »Netz­stüt­zung durch Ein­spei­sung aus der Bat­te­rie« und »Netz­stüt­zung durch Bezug in die Bat­te­rie bei Über­schüs­sen, beson­ders von WKA«.

    lg jogi

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