Prosumer als kleine Retter der Energiewende

Kann auf verschiedene Arten versichert werden: PV-Anlage. Foto: Urbansky PV, Solarstrom, Versicherung
Kann auf verschiedene Arten versichert werden: PV-Anlage. Foto: Urbansky

Prosumer, also die­je­ni­gen Erzeuger erneu­er­ba­ren Stromes, die die­sen auch ganz oder teil­weise ver­brau­chen, spie­len in der Energiewende ein wich­tige Rolle. Eine aktu­elle Studie unter Federführung des IÖW gibt nun Tipps, wie trotz teils unsin­ni­ger Gesetzgebung der Eigenverbrauch wirt­schaft­lich blei­ben kann und die Prosumer die Energiewendee unter­stüt­zen kön­nen.

Die Studie „Prosumer-Haushalte: Handlungsempfehlungen für eine sozial-ökologische und sys­tem­dien­li­che Förderpolitik“ zeigt zudem, dass die Stabilität des gesam­ten Energiesystems von einem wei­te­ren Ausbau dezen­tra­ler Energieerzeugung und -nut­zung pro­fi­tie­ren kann, wenn Stromeinspeisung und Eigennutzung ent­spre­chend gesteu­ert wer­den. Kernpunkt sind 9 Thesen:

  1. Haushalte kön­nen in ihren neuen Rollen und Funktionen als Prosumer in einem stark dezen­tra­len Energiemarkt wich­tige Beiträge zur sozial-ökologischen Transformation des Energiesystems leis­ten.
  2. Prosumer bewir­ken durch Erzeugungs- und Speichertechnologien, Verhaltensänderungen sowie Demand-Side-Management signi­fi­kante Änderungen in der Haushaltslastkurve und kön­nen damit eine Glättung der Lastspitzen im Netz sowie eine Verdrängung des „Must Runs“ fos­si­ler Kraftwerke erwir­ken.
  3. Als ein zen­tra­ler Akteur in der Transformation bie­tet der Prosumer Anlass für eine Vielzahl von neuen Geschäftsmodellen und kann zur Professionalisierung von bis­he­ri­gen Einzel-geschäftsmodellen in der Energiewirtschaft bei­tra­gen.
  4. Unter Wohneigentümern ist ein gro­ßes Prosumer-Potenzial vor­han­den, aller­dings wird durch die im inter­na­tio­na­len Vergleich nied­rige Anzahl an Wohneigentümern in Deutschland das Prosumer-Potenzial ins­ge­samt deut­lich ver­rin­gert.
  5. Prosuming ist mehr als nur die Erzeugung und Nutzung grü­nen Stroms oder eine loh-nende Investition – ein hoher Selbstversorgungsgrad ist i.d.R. wich­ti­ger.
  6. Die erhöhte dezen­trale Erzeugung und der gleich­zei­tige Verbrauch der pro­du­zier­ten Ener-gie durch Prosumer kön­nen zu einem erhöh­ten Ausbau von Erneuerbaren Energien und somit zu redu­zier­ten CO2-Emissionen füh­ren.
  7. Zentraler Baustein für die Einbindung der Bürger in den Transformationsprozess sind eine sozial-ökologische Förderpolitik und ziel­ge­rich­tete Rahmenbedingungen.
  8. Die Bereitschaft zum „smar­ten“ Energiedienstleister zu wer­den hängt maß­geb­lich von den wirt­schaft­li­chen Anreizen und der Komplexität ab.
  9. Prosumer-Haushalte belas­ten den Bundeshaushalt nicht
EnWiPo-Lesetipp:  Wärmepumpen funktionieren auch im Gewerbe

Planungsicherheit wichtig

Damit die Haushalte Planungs- und Investitionssicherheit haben, heben die Energieexperten zwei Faktoren her­vor: Zum einen muss ein wirt­schaft­li­cher Betrieb der Anlage gewähr­leis­tet sein, um einen Anreiz für Eigenversorgung zu schaf­fen. Und um dies über­haupt ver­läss­lich ein­schät­zen zu kön­nen, ist es zum ande­ren wich­tig, den recht­li­chen Rahmen für Prosumer-Haushalte mög­lichst wenig kom­plex zu gestal­ten.

Indem Prosumer-Haushalte steu­ern, wie viel Strom sie zu wel­cher Zeit ins Stromnetz ein­spei­sen, kön­nen sie die Netze ent­las­ten und den Bedarf des Netzausbaus redu­zie­ren. Auf diese Weise kön­nen sie ein wich­ti­ger Baustein im erneu­er­ba­ren Energiesystem der Zukunft wer­den, so die Wissenschaftler, aber nur, wenn sicher­ge­stellt ist, dass die Anlagen auch so betrie­ben wer­den, dass dies der Stabilität des gesam­ten Systems dient.

Kleine Helfer bei Netzüberlastung

Hierzu emp­feh­len die Forscher, dass die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung gezielt gekappt und der Solarstrom selbst ver­braucht und nicht ins Netz ein­ge­speist wird. Anlagenbetreiber soll­ten für die­sen Beitrag zur Netzentlastung einen finan­zi­el­len Anreiz erhal­ten, etwa indem sie für den selbst ver­brauch­ten Strom von etwai­gen Netzentgelten befreit wer­den. Das ent­spricht in etwa einer Teilnahme am Regelenergiemarkt.


Energieblogger-Kollege Kilian Rüfer geht hier auf sei­nem Blog der Frage nach, bis wann wir 100 % Erneuerbare Energien errei­chen wol­len.

19 Kommentare

  1. Hallo Rainer, hallo jogi54,
    WOW, ich bin begeis­tert! Sind wir doch rich­tig gut mit­ein­an­der ins Gespräch gekom­men. Vielen Dank zunächst für Eure aus­führ­li­chen Antworten auf meine Auslassungen!!!
    Ja Rainer, mit Dir stimme ich voll­kom­men über­ein und in der Tat, ich bin wütend, sehr sogar. Das vor allem des­halb, weil wir und mit uns alle die noch eine Energiewende für mög­lich und unver­zicht­bar hal­ten und dar­über hin­aus auch alle Bürger Stromkunden, die die Zeche bezah­len müs­sen, von Energiemultis, so genann­ten „Experten“, Lobbyverbänden und so man­chem will­fäh­ri­gen Helfershelfer der­ma­ßen dreist und unver­fro­ren belo­gen und betro­gen wer­den, wie das gegen­wär­tig geschieht. Der große B. Brecht hat mal gesagt: “Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“
    Genau als sol­che Verbrecher schwa­feln sie alle von einer Energiewende, tun so als wende irgend­wer, irgendwo, irgend­was, drü­cken der Allgemeinheit Kosten in Milliardenhöhe aufs Auge, ste­tig und kon­ti­nu­ier­lich stei­gend und tun doch in Wirklichkeit nicht das Geringste in der Sache.
    Sie kön­nen auch gar nichts tun, selbst wenn sie woll­ten, denn für die erneu­er­ba­ren Energien gibt es nicht ein­mal ansatz­weise eine Technik oder Technologie für Kraftwerke, die geeig­net wäre, atomar- fos­sile Kraftwerke voll­wer­tig zu erset­zen. Ohne sol­che Kraftwerke aber logi­scher­weise keine Energiewende und ohne Energiewende „gute Nacht!“ für zukünf­tige Generationen. Ob sie dann am CO2 ersti­cken, an des­sen Auswirkungen für das Klima ertrin­ken, ver­durs­ten oder ver­hun­gern oder aber erfrie­ren, weil sie nichts mehr zu ver­bren­nen haben, ist wohl ziem­lich gleich­gül­tig und lohnt eine Diskussion dar­über nicht.
    Wir müs­sen ver­su­chen, uns die­sem gan­zen auf­ge­bla­se­nen Lügenkartell zu ent­zie­hen. „Nicht so tief dür­fen wir sin­ken, den Kakao, durch den man uns zieht auch noch zu trin­ken“! Anfangen müs­sen wir bei den „Erneuerbaren“, also genau bei uns selbst. Sie hal­ten näm­lich genau nicht, was sie voll­mun­dig ver­spre­chen: sie kön­nen näm­lich keine Kraftwerke erset­zen, weil sie selbst keine Kraftwerke sind.
    Wenn wir und unsere Freunde nun so tun, als müss­ten wir nur noch einige die­ser Windenergie- oder Solaranlagen dazu bauen und dann wür­den wir irgend­wann ganz locker bei 100% „Erneuerbaren“ ankom­men, hauen wir uns nur selbst die Taschen voll. Die andere Seite lacht sich ver­mut­lich halb tot ob sol­cher­art Unbedarftheit. Mit die­sen gegen­wär­tig welt­weit ver­füg­ba­ren zahn­lo­sen erneu­er­ba­ren Energietechnologien kön­nen sie gut leben, die kön­nen ihnen nicht gefähr­lich wer­den. Ausnahmslos alles, was an Windenergie- und Solaranlagen bis jetzt in die Landschaft gestellt wurde, hat uns in Sachen Energiewende nicht einen ein­zi­gen Schritt vor­an­ge­bracht. Nicht ein ein­zi­ges atomar- fos­si­les Kraftwerk konnte dadurch ersetzt wer­den, im Gegenteil, es wur­den mehr davon benö­tigt.
    Ja, lie­ber Jogi 54, wenn wir denn ein sol­ches ech­tes Wind- oder Solarkraftwerk hät­ten, ich betone „hät­ten“, mit dem, wie wir bereits wis­sen, die Kilowattstunde Strom auch wirt­schaft­lich her­ge­stellt wer­den könnte, dann soll doch das von Dir zitierte Kohlekraftwerk pleite gehen, wenn die Betreiber des­sen Betrieb nicht wirt­schaft­lich hin­be­kom­men. Wir kön­nen es dann ja locker erset­zen. Wir set­zen doch sonst immer so sehr auf den Markt, der doch alles rich­ten wird. Warum nicht hier genau so?
    Wollen wir gemein­sam dar­über bera­ten, wie wir das zusam­men mit unse­ren Freunden u.a. hier im Blog irgend­wie ziel­ge­rich­tet voran brin­gen kön­nen?
    Auch wenn es ein Problem unse­rer Enkel sein wird, müs­sen und kön­nen wir unbe­dingt etwas tun. Nein, wir dür­fen nicht auf­ge­ben und das Michelmützchen über die Augen zie­hen, Das hät­ten einige wohl sehr gerne und tun alles, um uns voll­stän­dig zu ver­blö­den. Nichts ist gut. Es gibt auch nichts Gutes, es sei denn, man (wir alle) tut es.
    Frank, was sagst eigent­lich Du dazu, wenn wir uns hier auf Deinem Blog so kom­men­tar­mä­ßig aus­to­ben? Passt Dir das, machst Du mit oder soll­ten wir lie­ber ver­duf­ten? Es wäre ja viel­leicht auch nicht ver­kehrt, einen eige­nen Blog ein­zu­rich­ten und dann bei den Energiebloggern um Einlass zu bit­ten?!
    Ich freue mich auf Eure Antworten!
    Herzliche Grüße!

    • Tja Peter,

      mit dei­ner Polemik und dei­nem Agitprop Vokabular kannst du nicht über­de­cken, dass du von der gan­zen Energieversorgung doch nur ein ober­fläch­li­ches Wissen hast.

      So zeigt deine Forderung nach einem Solar- oder Windkraftwerk, das 1:1 ein Kohlekraftwerk erset­zen soll, dass du noch gar nicht begrif­fen hast, dass es nicht darum geht, son­dern um einen grund­le­gen­den Paradigmenwechsel in der Energieerzeugung, der eben ganz neue andere Lösungen erfor­dert.

      In der Übergangszeit brau­chen wir die Kohlekraftwerke, der­zeit zuneh­mend nur noch im Winterhalbjahr, irgend­wann nur noch 3 oder 2 Monate im Jahr. Solange da keine Lösung geschaf­fen wird, dass diese Kraftwerke als im Grunde Spitzenlastkraftwerke – die halt nur 2 Monate für die zusätz­lich not­wen­dige Grundlast lau­fen, so zu ver­gü­ten, dass die Kosten übers Jahr gedeckt wer­den kön­nen, bleibt die­sen Kraftwerken nur, auf Gedeih und Verderb das ganze Jahr Strom ins Netz zu drü­cken, um über­le­ben zu kön­nen.

      Ich möchte dich hier jetzt klar auf­for­dern, uns mal grob dar­zu­stel­len, was du bis­her getan hast. {„Es gibt auch nichts Gutes, es sei denn, man (wir alle) tut es.“}

      Wenn du mei­nen Namen anklickst, wirst du auf mei­nen thread im HTD wei­ter­ge­lei­tet, da kannst du auf zwi­schen­zeit­lich 78 Seiten 1937 Beiträge lesen, wie ich mich um opti­male Lösungen bemüht habe und was ich bis jetzt umge­setzt habe, und was ich noch vor­habe.

      Ausgangssituation:
      Verbrauch:
      Gas: 28000 – 30000kWh/a
      Strom 4500kWh/a

      Zwischenstand:
      Verbrauch:
      Gas: 7700 – 10000kWh/a
      Strom: knapp 3000 kWh/a

      Produktion:
      PV 5050kWh/a
      davon 100% Eigenbedarfsdeckung von Mitte Februar – Mitte Oktober mit einer gro­ßen Batterieanlage

      Ziel:
      Verbrauch:
      Gas: ??? kWh/a zum Kochen
      Strom Haushalt: 2000kWh/a
      WP: 1500kWh

      Erzeugung:
      Strom: 10000kWh/a

      Bezug:
      Gas zum Kochen
      Haushaltsstrom: 0kWh/a
      WP Strom: 800 – 1000kWh/a

      WW wird im Sommerhalbjahr per ST erzeugt
      Der Strombezug im Kernwinter für die WP (Heizung und WW) kann mit­tels Kaminofen mit Wassertasche gegen 0kWh mini­miert wer­den

      Und jetzt bist du dran 😉

      LG jogi

      • „mit dei­ner Polemik und dei­nem Agitprop Vokabular kannst du nicht über­de­cken, dass du von der gan­zen Energieversorgung doch nur ein ober­fläch­li­ches Wissen hast.“
        Tja jogi54,
        da magst Du schon recht haben, ist mir noch gar nicht so auf­ge­fal­len. Macht ja aber doch nichts, dafür haben wir doch Dich!!!
        Du hast offen­sicht­lich Deine Kenntnisse über die Energieversorgung mit gol­de­nen Löffeln gefres­sen. Und was Du alles schon so bewirkt hast, ich bin zutiefst beein­druckt. Nur soviel zu mir und mei­nen Aktivitäten im pri­va­ten Bereich: gegen meine Solaranlage, Wärmepumpe und Zubehör sowie die damit erziel­ten Ergebnisse für meine ganz eigene Energiebilanz ist Deine Anlage gera­dezu mick­rig. Ich habe aber wirk­lich keine Lust, mich dar­über zu strei­ten wer der Größte ist oder wer die Größte hat. Nimm es doch ein­fach mal so hin!
        Was Du dann aber über die Energiewende all­ge­mein und die Kohlekraftwerke im Besonderen abson­derst, ist ange­sichts Deines doch über­bor­den­den Wissens schon sehr beschä­mend und auch bla­ma­bel.
        Wer hat denn Deiner Meinung nach die Versorgung im Sommer über­nom­men, wenn das Kohlekraftwerk nur noch 2 bis 3 Monate im Winterhalbjahr arbei­tet? Doch nicht etwa die jetzt ver­füg­ba­ren Windenergie- und Solaranlagen?! Damit sie das könn­ten, müss­ten sie eben genau, zumin­dest in den ver­blei­ben­den 9 bis 10 Monaten des Sommerhalbjahres das Kohlekraftwerk voll­wer­tig erset­zen kön­nen. Ansonsten könnte man es doch nicht abschal­ten oder wie soll das Deiner Meinung nach gehen? Aber genau die­sen voll­wer­ti­gen Ersatz kön­nen Wind und Solar nicht leis­ten. Das zumin­dest sollte Dir doch bekannt und bewusst sein.
        Du kannst ja wei­ter­hin über „grund­le­gen­den Paradigmenwechsel“ und „ganz neue andere Lösungen“ Dein eige­nes „Agitprop Vokabular“ aus­schüt­ten. Irgendwann aber müss­test Du dann doch schon mal her­aus­las­sen, worin der Paradigmenwechsel denn Deiner Meinung nach bestehen soll und wie diese ganz ande­ren neuen Lösungen aus­se­hen sol­len. Ich könnte es Dir ja sagen, aber ich lasse es mal ange­sichts mei­nes nur ober­fläch­li­chen Wissens vor­erst lie­ber blei­ben. Du wirst die Richtung ganz sicher vor­ge­ben kön­nen.
        Die Energiewende jeden­falls ist ganz klar defi­niert:
        „Der Begriff Energiewende bezeich­net den Umstieg der Energieversorgung von fos­si­len und Kernbrennstoffen auf erneu­er­bare Energien. Das Ziel der Energiewende in Deutschland ist es, bis zum Jahr 2050 seine Energie haupt­säch­lich aus rege­ne­ra­ti­ven Quellen wie Wind- und Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie oder nach­wach­sen­den Rohstoffen zu bezie­hen. Zweites Standbein der Energiewende ist die Verringerung des Energieverbrauchs durch eine spar­same und effi­zi­ente Nutzung der Energie.“
        Ja und da müs­sen schon die rege­ne­ra­ti­ven Quellen die atomar- fos­si­len Quellen erset­zen und das nicht irgend­wie oder ein biss­chen para­dig­men­wech­sel­mä­ßig, son­dern ganz klar voll­stän­dig und gleich­wer­tig. Alles darum Herumgerede ist ent­behr­lich.
        So mein lie­ber jogi 54, das wollte ich bei allem gebo­te­nen Respekt noch mal los­wer­den. Im Weiteren aber ver­spüre ich nicht die geringste Lust, sol­cher­art nutz­lose Diskussionen fort füh­ren zu wol­len. Fachlich fun­diert, sach­lich dar­ge­legt und opti­mis­tisch in die Zukunft bli­ckend jeder­zeit, aber nicht belei­di­gend und aus dem Olymp gött­li­cher Unfehlbarkeit her­ab­bli­ckend. Das muss ich mir und ande­ren nicht antun aber auch nicht antun las­sen!
        Freundliche Grüße!

  2. Hallo Miteinander,
    eine neue Sau wird durchs Dorf getrie­ben! Habt Ihr es schon bemerkt?
    Wenn es denn mit der Energiewende von oben nicht so recht klap­pen will, soll es jetzt von unten gelin­gen und der gerade neu erfun­dene Prosumer soll dabei eine Schlüsselrolle spie­len. Als ech­ter Mecklenburger sage ich dazu: „Na denn man tau!“. Anderswo würde man wohl sagen: „Schaun mer mal!“
    Prosumer, wenn es denn so hei­ßen muss, zu sein oder zu wer­den, ist ja nicht ver­kehrt. Waren wir, die wir die Energiewende noch ernst neh­men, das nicht schon lange bevor wir nun als sol­che erfun­den wur­den? Allein wenn man die Diskussion in die­sem Blog ver­folgt, erkennt man doch, dass viele Gleichgesinnte für sich oder auch gemein­sam üner­müd­lich darum rin­gen, ihren ganz per­sön­li­chen Anteil, der für sie tech­nisch über­schau­bar und auch finan­zier­bar ist, zu leis­ten. Ob sich das Ganze letzt­lich auch rech­net, irgend­wann amor­ti­siert, spielt sicher auch eine Rolle, nicht jedoch die ent­schei­dende. Die Freunde mit den Steckdosenmodulen spei­sen ihren Stromüberschuss sogar unent­gelt­lich ins Netz ein und ver­schen­ken ihn damit, dür­fen sich dann noch als „Illegale“ beschimp­fen las­sen.
    Das alles soll­ten wir auch unbe­dingt wei­ter so ver­fol­gen und zu unse­rem eige­nen Nutzen opti­mie­ren. Machen wir unser Ding, Freunde! Versorgen wir uns wei­test­ge­hend selbst, ent­spre­chend unse­ren Möglichkeiten, auf Grundlage der moderns­ten ver­füg­ba­ren Technologien mit Strom und Wärme aus wohl­fei­ler Primärenergie sola­ren Ursprungs und bezie­hen wir ein sich even­tu­ell erge­ben­des Defizit aus dem Netz. Aber ver­schleu­dern wir bitte nicht eine ein­zige Kilowattstunde sinn­los dadurch, dass wir sie in die­ses Netz ein­spei­sen!
    Wenn ich mir in der auch in die­sem Blog publi­zier­ten Studie ansehe, was man allein glaubt von dem Prosumer im Zusammenhang mit einer sol­chen Einspeisung ins Netz abver­lan­gen oder gar erzwin­gen zu kön­nen, macht mich das schon gehö­rig wütend. Wofür bitte soll er das leis­ten, für wel­che Gegenleistung, soll er denn so genannte Systemdienstleistungen erbrin­gen, vor­aus­ge­setzt er kann es tech­nisch über­haupt, wovon wir alle noch sehr weit ent­fernt sind? Doch nicht etwa für die gera­dezu lächer­li­che Einspeisevergütung, die zu zah­len die Energiemultis gezwun­gen sind um die so erwor­bene Kilowattstunde 50 m wei­ter für das 4- bis 5-fache an unsere Nachbarn zu ver­kau­fen! Das kön­nen wir bes­ser, dann schen­ken wir sie ihm lie­ber!
    Ja, wir soll­ten unbe­dingt unsere Energiewende von unten machen. Ja wir kön­nen auch Prosumer wer­den und in das Netz ein­spei­sen, aber erst dann, wenn unsere Kilowattstunde am glei­chen Einspeisepunkt des Netzes das glei­che wert ist, wie die, die von den Energiemultis dort ein­ge­speist wird. Dann kön­nen wir auch gleich auf die viel dis­ku­tier­ten Rücklaufsperren in den mecha­ni­schen Zählern ver­zich­ten. Ja und ein­spei­sen auch nur dann, wenn uns ein gleich­be­rech­tig­ter, dikri­mi­nie­rungs­freier Netzzugang gewährt wird und wir nicht zusätz­lich mit dubio­sen Umlagen, Abgaben und Steuern belas­tet wer­den. Ansonsten blei­ben wir aus­schließ­lich Consumer für den Teil unse­res Energiebedarfs, den wir nicht sel­ber decken kön­nen.
    Und bitte soll mir kei­ner mit Entsolidarisierung und Egoismus und ande­rem Geschwafel kom­men, da wüsste ich eine ganze Menge ande­rer loh­nen­der Ansprechpartner.
    Mich würde sehr Eure Meinung dazu inter­es­sie­ren! Lasst uns dis­ku­tie­ren!

    • Tja Peter,
      wenn es wirk­lich so ein­fach wäre „aber erst dann, wenn unsere Kilowattstunde am glei­chen Einspeisepunkt des Netzes das glei­che wert ist, wie die, die von den Energiemultis dort ein­ge­speist wird.“

      Produktion und Transport sind ja seit Jahren strikt getrennt
      – was Kraftwerke für die Produktion von 1kWh bekom­men sollte dir bekannt sein. Diese kWh ist im Grunde sogar nichts wert, wenn sie nicht zum Verbraucher trans­por­tiert wird.
      – der Transport (inklu­sive der dafür nöti­gen Infrastruktur = Leitungen / Transformatoren / Schaltanlagen etc.) und die Organisation, zu jeder Zeit ein Gleichgewicht zwi­schen Produktion und Verbrauch zu haben, obliegt den Netzbetreibern.

      Auch wenn du dei­nem Nachbarn dei­nen Überschuß-Strom über ein eige­nes Kabel lie­ferst, kannst du ihm sehr wahr­schein­lich nicht garan­tie­ren, dass er immer aus­rei­chend Strom von dir bekommt.

      Historisch wer­den die Kosten für diese Versorgungsgarantie pau­scha­li­siert auf den Strompreis umge­legt.

      An die­ser Stelle bin ich für eine faire Verteilung der Kosten. Es kann nicht sein, dass die, die allen Strom bezie­hen müs­sen und damit übers Jahr diese Reservehaltung zum aller­größ­ten Teil finan­zie­ren, auch die Reservehaltung für mich mit­fi­nan­zie­ren, wenn ich nur von Mitte November bis Mitte Februar Strom für meine WP Strom beziehe – sonst aber nicht. (ist jetzt in die Zukunft pro­je­ziert)

      Wenn durch zuneh­mende PV Erzeugung Kohlekraftwerke zurück­ge­drängt wer­den, ist das einer­seits begrü­ßens­wert, ande­rer­seits kann das zum Kollaps der Energieversorgung füh­ren. Wenn ein Kohlekraftwerk 9 Monate im Jahr läuft, und in den rest­li­chen 3 Sommermonaten die Revision der Anlage durch­ge­führt wird und die Mitarbeiter Urlaub machen, konnte ein sol­ches Kraftwerk und seine Mitarbeiter finan­ziert wer­den. Wenn das Kraftwerk nur noch 2-3 Monate benö­tigt wird, geht die Rechnung nicht mehr auf. Wenn jedes ein­zelne Kraftwerk als GmbH geführt würde, wären heute schon ca 80 – 90% der Kraftwerke pleite und wür­den nicht mehr lau­fen, die Mitarbeiter ent­las­sen – und wir hät­ten täg­li­che stun­den­lange black outs, wie vor Jahren in Kalifornien pas­siert (wer sich dran erin­nert…).

      Heute sind wir fast schon in der sel­ben Situation, wie in der Telekomunikation – dort haben wir seit eini­gen Jahren (natio­nal) fast nur noch flat­rates. Das hat sich dadurch ent­wi­ckelt, dass die Kosten für ein Telefongespräch rela­tiv zu den Kosten, die Infrastruktur bereit­zu­stel­len gegen 0 gehen.
      Ob über den switch des DSL Providers 50MBit flie­ßen, oder nicht, kos­ten den Provider nichts mess­ba­res mehr/weniger, den switch zu betrei­ben jedoch einen kon­stan­ten Betrag.

      Seit meh­re­ren Jahren pro­phe­zeie ich des­halb auch für den Energiesektor gestaf­felte flat­rates – wie es die beim Internet schon län­ger gibt. Der Durchbruch beim Internet und der Telefonie war auch sehr zäh…
      Die Situation für die Kraftwerke ist jedoch durch­aus ver­gleich­bar, die fixen Kosten, standby zu ste­hen und pro­du­zie­ren zu kön­nen über­stei­gen heute schon für viele Kraftwerke deut­lich die varia­blen Kosten, haupt­säch­lich für den Brennstoff.

      Gestaffelte flat­rates bei der Energieerzeugung müs­sen dann jedoch zu zeit- bzw Angebot/Nachfrage abhän­gi­gen Tarifen füh­ren.

      Dazu müßte dann auch gehö­ren, dass die Einspeisung von PV Strom in Abhängigkeit vom Bedarf ver­gü­tet wird.

      Wenn das gelingt – zum Nutzen der erneu­er­ba­ren Energien und unse­rer Erde (na ja, so wirk­lich glaube ich nicht an den CO2 Hype, aber doch, dass wir unsere fos­si­len Resourcen scho­nen soll­ten – die sind zum ver­bren­nen viel zu schade und wer­den lang­fris­tig für andere Aufgaben über­le­bens­wich­tig sein) kön­nen wir von Prosumern spre­chen.

      Und weils eine Diskussion wer­den soll, lass ich das jetzt erst­mal so ste­hen

      LG jogi

    • Hallo Peter – @all

      klingt irgend­wie wütend, wenn da Wut – „Emotionen“ auf­kom­men, ist das aus mei­ner Sicht durch­aus nach­voll­zieh­bar. Die Frage ist aller­dings was läuft da tat­säch­lich „schief“.

      Wer sich die Mühe macht, an Hand eines Gesetzes (EEG und seine „Novellen“) nach­zu­voll­zie­hen was da pas­siert, muss lei­der erken­nen, was ursprüng­lich beab­sich­tigt war, wurde mit Hilfe immer neuer Novellierungen in sein Gegenteil ver­kehrt. Doch Hand aufs Herz, wel­cher „Bürger / In“ liest den „sowas“ ? Wer ver­steht auf Anhieb die juris­ti­schen Winkelzüge die darin ent­hal­ten sind ? Wie auch bei ande­ren Gesetzen, wel­che sehr direkt in das Leben der Betroffenen ein­grei­fen, sind es aus­schließ­lich Lobbyorganisationen, wel­che sich aus ihren jewei­li­gen „Beweggründen“ im Vorfeld der Gesetzesentstehung da ein­mi­schen. Die Ergebnisse sind ent­spre­chend.

      Wenn es sich dann „plötz­lich und uner­war­tet“ für ein­zelne oder Gruppen her­aus­stellt – oh Gott, das betrifft ja mich und meine Interessen, dann, ja dann ist es längst zu spät.

      Im die­sem spe­zi­el­len Fall, tref­fen gleich meh­rere kom­plexe Sachverhalte zusam­men. Ein tech­ni­scher und ein juris­ti­scher und ein fis­ka­li­scher lässt sich erken­nen. Letzterer wurde von Anfang an mit „Bravour“ gere­gelt. Was der Fiskus da von vorn­her­ein sehr rou­ti­niert ein­ge­baut hat, wir nun ledig­lich von ande­ren Gruppierungen kopiert (aller­lei Kosten die mit viel Fantasie zu Geld gemacht wer­den – teil­weise reine fik­tive Kosten, deren tat­säch­li­che Höhe nicht wirk­lich mess­bar sind), „Obendrauf“ die Steuer – womit der Staat zum Komplizen sol­cher Machenschaften wird. Jede Veränderung nach unten, bedeu­tet gerin­gere Steuereinnahmen. Ich könnte das wei­ter auf­drö­seln, lei­der will das nie­mand so ganz genau wis­sen.

      Die Haltung sich nur noch über die Ergebnisse zu erre­gen, bringt lei­der nix. In die­sem spe­zi­el­len Fall müs­sen erheb­li­che Fachkenntnisse vor­han­den sein um über­haupt mit­dis­ku­tie­ren zu kön­nen. Jeder, der die nun hat oder geschickt für sich bean­sprucht, kann die „wüten­den Bürger“ nach belie­ben in seine Richtung trei­ben. Derzeit hat das „Energieestablishment“ wie­der „Fuß“ gefasst. Obwohl der jähr­li­che Exportüberschuss von Strom ganz erheb­lich ist (schlicht, weil ein­fach wei­ter pro­du­ziert wird was immer fos­sil ans Netz gehen kann), lässt sich der Angstbürger pro­blem­los ein­re­den, wenn fos­sile Energie zurück­ge­fah­ren wird, droht der totale Kollaps. Angst macht wütend und es war schon immer oppor­tun sich als Ziel die schwä­chere Partei – hier gleich der gesam­ten „Energiewende“ ent­ge­gen­zu­stel­len.

      Das es ein sorg­fäl­ti­ges und schritt­wei­ses „Ausstiegsszenario“ geben müsste (und selbst­ver­ständ­lich auch geben könnte) wird kom­plett hin­ter­trie­ben. Ausstieg bedeu­tet für die fos­sile Konkurrenz, eben weil sie recht große zen­trale Einheiten in einem sol­chen Prozess ver­liert, schlicht Existenzbedrohung. Wessen Existenz ist da bedroht ? Pervers, durch die finan­zi­elle Abhängigkeit sind das (neben den übli­chen anony­men Anlegern) Kommunen und Bundesländer. Gelegentlich müsste sich also auch der „Gesetzgeber“ in eigene Bein schie­ßen. Wie das alles aus­geht, kann gerade betrach­tet wer­den.

      Ein wei­te­res Problem ist die Verteilung von pri­va­tem selbst bewohn­tem Grundbesitz. In D (anders, als bei unse­ren Nachbarn im Süden, ist Mietabhängigkeit noch immer in der Mehrheit. Die bescheu­erte Idee, wann wäre „unso­li­da­risch“, wenn man selbst eine PV auf sei­nem Dach betreibt und (inzwi­schen) einen von allen „Kleinverbrauchern“ erzwun­gene Umlage kas­siert, ist vom Anfang an ange­kom­men. Wie über­all spielt dabei auch eine nicht uner­heb­li­che Portion Neid eine Rolle.

      All das funk­tio­niert bes­tens, weil bis auf wenige Spezialisten, kaum einer da durch­blickt. Der „Rückzug“ – dann züchte ich halt meine „sola­ren Tomaten“ nur noch für mich auf meine „Scholle“ (aka Dach), wurde längst durch ein aus­ge­klü­gel­tes „Novellierungssystem“ erfolg­reich kon­ter­ka­riert. Wer auf sei­nem Grundstück einen Stromanschluss hat (auch wenn er den unge­nutzt las­sen möchte), ist für jede Art PV oder was auch immer, mel­de­pflich­tig und kann als „Letztverbraucher“ sei­nes pri­vat erzeug­ten Stroms zur „vol­len Dröhnung“ sprich Steuern und Abgaben ver­pflichte wer­den. Was noch fehlt, sind „spa­ni­sche Rechtsverhältnisse“, dort darf ein Grundstück auch ohne rich­ter­li­chen Befehl, auf „ille­gale“ PV-Anlagen durch­sucht wer­den und der Leistung ent­spre­chende Nachforderungen erho­ben wer­den. Als die damals bekannt wurde, hat das kei­nen hier gejuckt. Keine Strategie allen­falls Rückzugstatik auf „unse­rer Seite“. Als ich hier bei Bloggern (ver­mut­lich bis dahin als ein­zi­ger) auf­zeigte, das ALLE pri­va­ten PV-Betreiber, sich zu ~20 … 30 % durch Ankauf ihres gerade selbst erzeug­ten Stroms hun­dert­tau­send­fach zumin­dest selbst teil­fi­nan­zie­ren, hat das zunächst Ungläubigkeit aus­ge­löst – in einem Fall musste ich das ~drei­mal erläu­tern bis der technisch-juristischen Hintergrund ver­stan­den wurde. Danach nichts, kein Nutzen die­ser „stil­len Selbstsubvention“ im täg­li­chen poli­ti­schen Hickhack.

      Nun will man ganz kleine Brötchen backen – not­falls auch ille­gal – eine schö­ner Rückgriff auf Spontiezeiten „legal ? ille­gal ? scheiß­egal !“ oder etwas beschei­de­ner „Guerilla-PV“ als Zwergenaufstand. Schöne Idee, doch wie ein gewis­ser Lenin oder was „Väterchen Stalin“ schon bemerkte – Deutsche und Revolution ? – da müss­ten sie ja den „Rasen“ betre­ten oder falls ein Bahnhof besetzt wer­den soll (warum auch immer) wür­den Deutsche brav die Bahnsteigkarte lösen, bevor sie ihren „Revoluzzerpflichten“ nach­kä­men. Die bei­den hat­ten glas­klar erkannt zu was der gemeine Deutschen eben nicht in der Lage ist (was ja auch irgend­wie gut so ist, wenn man sich gewisse Ereignisse in ande­ren Ländern ansieht).

      Ja, erst, wenn die Lichter tat­säch­lich fla­ckern, weil dann doch die fos­si­len Akkus lang­sam leer wer­den, wird klar sein, wer in einer end­li­chen Welt lebt, muss sich nicht wun­dern, wenn end­lich Schluss ist….

      Da das ein Problem unse­rer Enkel sein wird, müs­sen und „kön­nen“ wir lei­der nix tun – schön das Michelmützchen über die Augen und alles ist gut !

  3. Hallo jogi54,

    wie Du her­aus­le­sen kannst, habe ich noch kei­nen Speicher. Dafür messe ich seit eini­ger Zeit war meine „Kommunikation“ so täg­lich „frisst“. Je nach­dem wie lange ich den PC nutze (der haut mit zwei Monitoren ganz schön rein) liegt der Durchschnitt bei ~3 kWh pro Tag – klingt nicht viel, bedeu­tet aber allein dafür ~1.100 kWh /a

    Wenigstens die­sen Teil hätte ich gerne „rund um die Uhr“ – also über Speicher gepuf­fert – lau­fen. Ob sich eine grö­ße­rer Speicher der auch andere Geräte ver­sor­gen kann „lohnt“, dass möchte ich her­aus­fin­den bevor ich so ein Ding anschaffe. Die „ers­ten 30% Eigennutzung“ habe ich sowieso immer ohne beson­dere Maßnahmen. Dafür sorgt sowohl meine aus­schließ­li­che el. Brauchwassererwärmung und natür­lich auch meine rein el. Direktheizung – jeden­falls in der Übergangszeit.

    Tatsächlich möchte ich zunächst noch ohne Speicher mei­nen Eigenbedarf wei­ter erhö­hen. Durch kon­se­quente Nutzung von Zeit und Vermeidung von Bezugsstrom. Keine „Ws“ mehr ins Netz, wenn ich die „irgend­wie“ in „natür­li­che Speicher“ wie WW-Bereitung und oder Gefrierschränke „umlei­ten“ kann. Warum soll eine „A++“ Gerät nach Sonnenuntergang bis -Aufgang Strom zap­fen dür­fen ? Dafür 1 … 2 Grad tie­fer als gewöhn­lich (-19 … -20°C) wenn die PV lie­fert. Kein teu­rer Bezugsstrom, wenn da eine Wolke im Weg ist. So in etwa das Konzept…

    Da die oben beschrie­bene Steuerung in allen Abgängen wie ein Zähler funk­tio­niert, werde ich bald wis­sen, was ich wie schal­ten soll. Das gibt auch vor, nach wel­chen Kriterien ich einen zukünf­ti­gen Speicher aus­le­gen und wie ich den opti­mal ent­la­den kann.

    • Hallo Reiner,
      die EDV ist auch bei mir ziem­lich gefrä­ßig. 2 x 27″ Monitor á max 30W und ein Laptop mit max 90W (na ja, da ich nicht spiele, braucht der sel­ten soviel – auch daran bemerk­bar, dass der Lüfter fast nie läuft, könnte ich auch mal mes­sen.) Na ja, zumin­dest in der Heizperiode ist die Energie ja nicht ver­lo­ren…

      Mit Strom ohne Not direkt Wärme mit einer Widerstandsheizung zu erzeu­gen, finde ich, glo­bal betrach­tet, als Frevel an. Das geht wesent­lich effek­ti­ver per Wärmepumpe.

      Mit einem aus­rei­chen­den Batteriespeicher braucht man im Grunde keine smar­t­home Steuerung. Alles kann ohne große Rücksicht auf die Tageszeit dann lau­fen, wenn man es braucht – die Batterie sollte das her­ge­ben.
      Rollladen zur Verschattung und win­ter­li­chen Reduzierung kann man auch ein­fa­cher steu­ern (ohne Verkabelungsaufwand und zen­tra­ler Steuerung).
      Ein ordent­lich iso­lier­tes Haus braucht keine Raumtemperatursteuerung, jede Absenkung führt zu Mehrverbrauch und ist des­halb kon­tra­pro­duk­tiv.

      Meines Erachtens ist smar­t­home im wesent­li­chen Spielerei, und kann höchs­tens bei schlecht iso­lier­ten Häusern ein wenig Einsparungen an Heizenergie brin­gen.

      Was du z.B. mit dem Gefrierschrank vor­hast, lohnt den Aufwand kaum, wenn über­haupt. Ein A++ Gefrierschrank braucht ~1kWh/l a, also ein 200l Gefrierschrank braucht 200kWh/a bzw. 0,55kWh/Tag oder 22,8W. Bei RT=20°C und innen -18°C,l errech­net sich ein Verlust von 0,6W/K.
      Ich nehme mal an, der Gefrierschrank ist zur Hälfte gefüllt (100 l) und da Nahrungsmittel zum größ­ten Teil aus Wasser bestehen, Eis als Kältespeicher. Um die Temperatur um 2K abzu­sen­ken, benö­tigt man dann 2,06kJ/kg K / 3,6 W/kJ * 100l * 2K = 114,4W.
      Bei dann -20°C erhö­hen sich die Verluste um 0,6W/K * 2K = 1,2W zu 24W. Die ein­ge­spei­cherte Kälte reicht für 114,4W / (22,8W + 0,5*1,2W) = 4,84h, bis der Gefrierschrank wie­der auf -18°C auf­ge­wärmt ist.
      Der Gefrierschrank ist eine WP, deren Wirkungsgrad sich bei der Kühlung um 2K mehr um 4% ver­schlech­tert. Das bedeu­tet dann, dass der Gefrierschrank für -20°C statt 24,0W dann 24,96W benö­tigt. Das sind immer­hin, bezo­gen auf die 22,8W 9,5% mehr.
      Allerdings beschreibt das ja erst den Energieaufwand, um -20°C zu hal­ten.
      Um auf -20°C in abseh­ba­rer Zeit abzu­küh­len braucht es z.B. -24°C, das kos­tet die WP schon 10,7% Wirkungsgrad und der Verbrauch geht gegen­über -18°C um 28,2% auf 29,2W nach oben. Aber auch damit wirst du ca 31h brau­chen, um von -18°C auf -20°C abzu­küh­len, um dann die Chance zu haben, die Kühlung für knapp 5h aus­zu­set­zen.

      Dann darf man noch betrach­ten, dass eine reale WP viel­leicht 50% des idea­len Wirkungsgrades hat (ich habe erst­mal mit dem theo­re­ti­schen Wirkungsgrad gerech­net). Das ver­schlech­tert die Bilanz dann bezüg­lich des Abkühlens des Gefriergutes noch­mals.

      Die smarthome-Steuerung dafür dürfte antei­lig 1W brau­chen => 8,76kWh/a (solange der Gefrierschrank in Betrieb sein darf, muss das Relais ange­zo­gen sein, und die Messung muss auch immer lau­fen).

      ——–

      Du siehst an die­sem Beispiel im Ansatz, dass nicht jede Idee zu einem sinn­vol­len Ergebnis füh­ren muss.

      Vergleichbar ist das mit dem Autofahren – mit kon­stan­ter Geschwindigkeit braucht man immer weni­ger, als mit Gasgeben und Rollen las­sen.

      Im Gegensatz zu smar­t­home, halte ich eine voll­um­fäng­li­che smart­grid Steuerung zusam­men mit Batteriespeichern als deut­lich ziel­füh­ren­der. Vollumfänglich, wie schon beschrie­ben, u.a. auch mit Bezug bei Überschüssen im Netz in die Batterie.

      LG jogi

      wenn du auf mei­nen Namen klickst, kommst du auf einen thread, in dem ich so alles beschreibe, was ich mir ener­gie­tech­nisch über­lege, vie­les auch unter­wegs wie­der ver­wor­fen und ande­res rea­li­siert habe.

      jogi

      • 1)
        Hallo jogi54,

        sorry ich habe erst ges­tern Deinen Beitrag von 28.10. gese­hen. Diese Blogsoftware ist wenig über­sicht­lich. Ein Grund warum ich bei mir „phpBB“ Forensoftware benutze. Wenn auch nicht per­fekt, dort fin­det sich auch älte­res Zeug rela­tiv leicht wie­der.

        Der Sinn des modi­schen „Smarthome“ will sich mir eben­falls nicht so recht erschlie­ßen. Nur beim heu­ti­gen Stand der Technik, möchte ich ein­fach „alles“ genau wis­sen was da übers Jahr in mei­ner Anlage wirk­lich vor­geht. Das wie­derum ist aber die Voraussetzung für irgend­wel­che Veränderungen. Bislang (neben Bastelanlagen) hatte ich keine Lösung gefun­den. Etwas, was sowohl steu­ert / regelt und mög­lich lücken­los und umfas­send doku­men­tiert, was in einer geschlos­se­nen Anlage vor­geht, habe ich gesucht. Zu einem ver­tret­ba­ren Preis und mög­lichst modu­lar im Aufbau. Andere kau­fen sich teuer Eisenbahnanlagen mit allem pipapo – ich leiste mir in Kürze ver­mut­lich das COMEXIO „Smart Home“ ohne Anglizismen geht ja heute nix mehr.

        Deine inter­es­san­ten Ausführungen in Sachen Gefrierschrank sind hilf­reich, über die Angaben zum Jahresverbrauch war ich mir schon im Klaren. Dennoch, neben der Warmwasserbereitung und E-Heizung, sind das die ein­zi­gen Komponenten die inner­halb von ihren Begrenzungen über­haupt eine Anpassung mög­lich machen. Das o.g. System erfasst von jedem dort ein­ge­bun­de­nen Verbraucher, die Verbrauchsdaten. Keine Überraschungen mehr – mich inter­es­sie­ren exakte Langzeitwerte ein­fach so. Meine 5 Jahren vor­han­den bei­den Smartmeter des EVU müs­sen dank feh­len­der Dateninfrastruktur wei­ter wie jeder „Ferraris-Zähler“ von „Hand“ abge­le­sen und hand­schrift­lich erfasst wer­den (was ich ein Jahr lang ein­mal täg­lich getan habe). Im Prinzip täg­lich, mög­lich zur sel­ben Uhrzeit ins­ge­samt 5 Zählerstände !

        Das, bei einem Messgerät, wel­ches die kWh mit einer Genauigkeit von je 10.000 Einzelschritten erfasst. Dies soll sich nun ändern – schlicht mit­tels einer von den Verbrauchszählern unab­hän­gi­gen Anlage. Die Parameter die erfasst wer­den, die­nen in einem frei anpass­ba­ren System gleich­zei­tig zur Steuerung bzw. Regelung aller dort erfass­ten Komponenten. Etwas, was sonst nur mit auf­wen­di­gen Forschungseinrichtungen in spe­zi­ell dafür prä­pa­rier­ten Häusern mög­lich war.

        Das eine sol­che Anlage auch von „außen“ über Smartphone & Co diri­giert wer­den kann, hat für mich einen voll­kom­men unter­ge­ord­nete Bedeutung. Das dies im Haus über Smartphone & Co und selbst­ver­ständ­lich allen ange­schlos­se­nen PC mög­lich ist, ist deren Hauptbedeutung (jeden­falls für mich). Welche mög­li­chen und sinn­vol­len Steuerungsszenarien sich dar­aus erge­ben, genau das möchte ich ja her­aus­fin­den. Besonders inter­es­sant scheint mir die Größe eines Speichers, welch sich damit eben nicht nach „pi mal Daumen“ erge­ben wird.

        • Hallo Rainer,

          lei­der bin ich nicht Mitglied des Computer Club Worms e.V. (wäre von Köln aus etwas weit …), sonst hätte ich das Thema COMEXIO gerne dort mit dir wei­ter­dis­ku­tiert – ich denke, das und vie­les mehr, was wir hier bis­her aus­tau­schen, ist sowas von OT rela­tiv zum Blogthema, dass ich das eigent­lich hier nicht wei­ter­füh­ren will. Auch, weil es andere an die­sen Themen Interessierte nicht errei­chen kann/wird.

          Mit dem COMEXIO wirst du sicher auch S0 Impulse dei­ner Zähler erfas­sen kön­nen, dann kannst du ggf. sekun­den­ge­nau ver­fol­gen, was in dei­nem Haus so pas­siert 😉 Wenn man sma WR hat, geht sowas z.B. auch mit dem sma home mana­ger.

          zu 2) noch was Generelles

          So, wie wir bis­her immer einen viel grö­ße­ren Kraftwerkspark hat­ten, als benö­tigt, und sich zudem mehr oder weni­ger alle Kraftwerke an der Frequenzstützung betei­li­gen muss­ten (Vollgas geht da nicht, nur fast Vollgas), so muss das auch mit denn EEN Erzeugern wer­den.

          Bei den WKA sind sie schon seit ca 2 Jahren dran, die Regelungen auch für Primär-/Sekundärregelleistung und Minutenreserve umzu­bauen. Nach mei­nen Informationen soll das auch ganz gut funk­tio­nie­ren. Eingesetzt wird es jedoch nicht, weil die gesetz­li­chen Rahmenbedingungen bezüg­lich der Vergütung da mas­siv dage­gen­spre­chen – Bereitstellung von Regelenergie ist bis­her für EEN Erzeuger noch gar nicht vor­ge­se­hen.

          Ich werde mich bei dir per email mel­den 😉

          LG jogi

          • Hallo jogi54,

            im all­ge­mei­nen Interesse ver­su­che ich mich kurz zu fas­sen LOL

            Wir sind beim CCW dabei den Bereich „Rasberry PI“ aus­zu­bauen. Das betrifft auch den Teil des Forums der sich damit befasst. Dort wer­den wir eine „begrenzte“ Benutzermitgliedschaft“ ein­rich­ten. Meint, es kön­nen Dialoge statt­fin­den – eng begrenzt – Benutzerbeiträge wer­den mode­riert und erst nach Freischaltung öffent­lich. Warum ? Ich habe in den letz­ten Jahren ein­schlä­gige (anonyme) Erfahrungen in eini­gen poli­ti­schen Foren gesam­melt. Verheerend, was einige Trolle da ver­an­stal­ten. Alles ist zwar mit Politik ver­knüpft, aber uns – mir – geht es haupt­säch­lich um sach­lich dis­ku­tierte tech­no­lo­gi­sche Hintergründe – aus­ge­tauscht unter höf­li­che „spre­chen­den“ Partnern, denen man zwar nie­mals leib­haf­tig begeg­net, aber die den­noch wenigs­tens wie gut Bekannte behan­delt wer­den sol­len. Da hilft (mei­nen Erfahrungen nach) nur eine rigo­rose Durchsetzung vom „Hausrecht“ was lei­der oft mit Zensur ver­wech­selt wird.

            „Zuständiger Admin und Moderator“ dort werde nicht ich selbst sein. Daher wer­den wir in nächs­ter Zeit erst alles nach und nach orga­ni­sie­ren. Wenn sich das über eine sepa­rate Benutzergruppe bewährt, könnte man das sicher auch etwas vom Thema her aus­wei­ten. Das ist jeden­falls meine Hoffnung. Zum Thema Steuerung im Umfeld von pri­va­ter PV gibt es wenig kon­kre­tes. Meist ver­lie­ren sich nütz­li­che Informationen in einem Wust von nutz­lo­sen Diskussionen. Den Versuch das zu ändern ist es sicher wert. Notwendige Diskussion und nütz­li­che Information sol­len streng von­ein­an­der getrennt lau­fen.

            Schon die­ser hie­sige Austausch hat zumin­dest mir etwas gebracht, ich kenne bis­lang nur die Sunny Box von SMA. Dort wer­den meine Daten auf einen Server hoch­ge­la­den und ich erhalte „auf Wunsch“ täg­lich eine E-Mail mit den Ergebnissen. Davon möchte ich völ­lig unab­hän­gig sein. Meine Daten gehö­ren mir – aus­schließ­lich mir – klingt etwas selt­sam, aber ich möchte mit mei­nen Daten völ­lig unab­hän­gig von Dritten tun und las­sen was mir gefällt. Das gilt auch für die Verbrauchsdaten (des Zählers) die an das EVU gehen. Da liese sich sicher ein „Daten-Telegramm“ ver­schlüs­selt und nur für die Abrechnung absend­bar ein­rich­ten. Das wäre ein eige­nes Thema wert – warum soll das EVU mehr mei­ner Verbrauchsdaten erhal­ten, als dies bis­her für die Abrechnung not­wen­dig war – gern auch monat­lich, das würde so man­chem hel­fen den finan­zi­el­len Überblick zu behal­ten – das sollte jetzt aber rei­chen….

            Mit son­ni­gen Grüßen vom doch noch leicht ver­gol­de­tem Oktober

            Rainer
            PS mit einem Klick auf mei­nen Namen geht es oft zu einem the­men­na­hen Bereich

      • 2) @jogi54

        Nachdem ich im „HaustechnikDialog“ nach­ge­le­sen habe, muss ich fest­stel­len, auch Du ver­folgst Deine Ideen ohne unnö­tige Kompromisse. Ein Haus mit Dämmelementen aus dem Kühlhausbau zu däm­men, zeigt – so erscheint es mir – Du gehst auch eher unkon­ven­tio­nelle Wege und soweit ich das beur­tei­len kann mit Erfolg. Ich hatte das „irgendwo“ schon mal gele­sen, nun weiß ich wen ich da fra­gen gekonnt hätte. Diese Elemente wären gewiss auch für die Dachdämmung geeig­net gewe­sen. Mit einer „zivi­len“ Kaschierung kännte ich mir das auch als „Fertigfassade“ gut vor­stel­len (nicht das Deine Ausführung mir so nicht gefällt).

        Im übri­gen hatte einer der andern Schreiber dort Probleme mit feh­len­den Dachüberständen. Die hatte ich auch und zudem wollte ich zumin­dest bei „Süddach“ die Fläche so ver­grö­ßern, das die Modul-Indachanlage mög­lichst ohne nutz­lose Flächenanteile aus­kommt. Ich habe ein­fach die PU-Fertigelemente zu ca. 1/3 über­ste­hen las­sen und dann über die dar­auf ver­schraub­ten Rahmen – und die dar­un­ter – diese Flächen sta­bi­li­siert. sehr halt­bar und sta­bil. Ein obso­le­ter Schornstein und ein Dachfenster sind all dem zum Opfer gefal­len. Nun ja….

        Worin ich mir sicher bin, ohne eine Veränderung von vie­len noch als „nor­mal“ emp­fun­den Verhaltensweisen müs­sen sich alle mög­lichst früh tren­nen.

        Nur mit allein der Produktion von Energie – spe­zi­ell durch sog. „EE“ ist eine Anpassung an eine „unsere“ end­li­che Welt nicht mach­bar. Wer nicht rigo­rose Einsparungen auf allen denk­ba­ren und noch undenk­ba­ren Feldern als fes­ten Bestandteil einer „Energiewende“ ein­plant und auch durch­führt, wird damit güns­ti­gen­falls noch 1 … 2 Generationen durch­kom­men.

        Den Blödsinn, den so man­cher zu allen Themen was dies angeht ver­brei­tet. Darunter Zweifel am (teil)menschengemachten „Klimawandel“, an extre­men Erhöhung von CO2 und ande­ren „kli­mare­le­van­ten“ Gasen. Dazu gehört auch die irren Annahme, eben nicht nur einen Teil der heute als „nor­mal“ ange­se­he­nen Energieverschwendung mit EE plus wei­te­rem Anstieg erset­zen zu kön­nen, son­dern VOLL erset­zen zu kön­nen. Das man dies „bes­ser mit vie­len, vie­len AKW schaf­fen könnte oder gleich bei Braunkohle belas­sen sollte, weiß in den aller­meis­ten Fällen nicht von was er / sie da phan­ta­siert. Ein Blick auf die AKW-Weltstromproduktion müsste min­des­tens Zweifel zur Folge haben. Schon mit mini­ma­lem Verstand kann man das ver­ste­hen, aller­dings muss man sich dazu erst ein­mal das not­wen­dige Wissen aneig­nen. Einfach nach­plap­pern, was die ein­schlä­gi­gen „Echokammern“ dazu mei­nen, reicht gewiss nicht aus.

        All diese Ignoranten, die sich das Thema auf die eine oder andere Weise schön­re­den, es igno­rie­ren oder gar gegen not­wen­dige Veränderungen offen kämp­fen, haben eine Vorteil, wenn wie es im eng­li­schen so dras­tisch heißt „when the shit hits the fan“ sind sie inzwi­schen ent­we­der schon tot oder kurz davor. „Ausbaden“ müs­sen das allein unsere Nachkommen. Wer wis­sen will wie das unge­fähr aus­sieht, kann ja gerne mal die Weltgegenden auf­su­chen, wo es schon Heute die Verhältnisse von Morgen zu „besich­ti­gen“ gibt. Das der­zeit schon wenigs­tens 900 Millionen Menschen nur knapp am täg­li­chen Hungertod vor­bei schram­men, sollte allen zu den­ken geben, welch sich mal genau anse­hen, wie viel Energie im Sektor Nahrungserzeugung – Transport usw. allein schon ver­bra­ten wird, Es ist auch jetzt schon zum Angsthaben „genug“…

        Mit son­ni­gen Grüßen

        Rainer

  4. Was die zukünf­ti­gen Speicherkosten angeht, scheint „Batteriespeicher für PV-Strom wer­den bald ren­ta­bel“ (2016.05.18) lang­same „Bewegung“ nach unten vor­aus­zu­se­hen. Es lohnt sicher dar­auf zu war­ten.

    Was mei­nen Vertrag angeht, werde ich eher wenig Probleme nach des­sen Beendigung (+15 Jahre) haben. Mit ~86 ist „Zukunftsplanung“ vor­aus­sicht­lich doch etwas ein­ge­schränkt..

    Nun ich küm­mere mich erst mal um eine Verbesserung der Eigenverbrauchsquote ohne Speicher. Womöglich nicht ganz ohne, wenn ich wenigs­tens alle klei­ne­ren „Dauerläufer“ rund um die Uhr „solar“ ver­sor­gen könnte ….

    Wenn ich da etwas mehr vor­wei­sen kann, werde ich das doku­men­tie­ren

  5. Hallo Rainer,

    ich habe „nur“ 7,44kWp, zudem noch Ost/West Dach, Jahresertrag ~5050kWh/a und eine große LiFeYPO4 Batterieanlage, 20kWh/16kWh, 3 x 5kW WR.
    Ich weiß, jetzt kommt … das rech­net sich nie … ja.

    Mein Interesse war und ist, her­aus­zu­fin­den, wie groß ein Speicher prak­tisch sein muss, wie weit man damit bezüg­lich Autarkie kommt und wel­che Nebeneffekte es gibt.
    Mein Verbrauch liegt bei 3000kWh/a, was durch­schnitt­lich 8,3kWh/Tag bedeu­tet.

    Mit die­sem gro­ßen Speicher habe ich kei­nen Bezug, solange der Mittelwert der PV-Erzeugung über 3-4 Tage min­des­tens mei­nem Verbrauch ent­spricht. Das geht von ca. Mitte Februar bis Mitte Oktober. Dabei kann ich den Strom gänz­lich unab­hän­gig von der Tageszeit nut­zen.
    Für den Elektriker: trotz­dem gibt es auf Grund von Netzschwankungen, die dadurch zustande kom­men, dass Nachbarn Geräte ein/ausschalten, zu einem durch­schnitt­li­chen Bezug von 0,2 – 0,5Wh/Tag. Da schei­nen die Batterie-WR offen­sicht­lich nicht schnell genug zu sein.

    Des wei­te­ren haben die drei Batterie-WR natür­lich auch einen Eigenbedarf, 27W im Normalbetrieb, 7W im Standby. Wenn man 27W durch­gän­gig für die 3 WR ansetzt, sind das 709kWh/a. Dazu kom­men bei der LiFeYPO4 Batterie noch die Verluste von 576kWh/a, das sind gesamt max. 1285kWh/a, bzw 3,5kWh/Tag. Das ist natür­lich sehr viel, über die tat­säch­li­chen Verluste kann ich lei­der nichts genaues berich­ten, da die Batterieanlage von Anfang an feh­ler­be­haf­tet war, nie wirk­lich dau­er­haft durch­lief und jetzt kurz vor der Rückweisung liegt.

    Mit den gewon­ne­nen Erkentnissen wird der Ersatz sicher­lich deut­lich klei­ner, aber trotz­dem noch grö­ßer, als die übli­chen 4kWh Kapazität, der­zeit peile ich ca. 10kWh brutto und 3x3kW WR an. Außerdem habe ich vor, die PV in etwa zu ver­dop­peln auf einen Jahresertrag von 10.000kWh/a. Für bei­des habe ich noch etwas Zeit, um jetzt das Optimum für mei­nen zukünf­ti­gen Bedarf – eine WP kommt auch noch dazu – zu ergrün­den.

    LG jogi

  6. Wieder mal ein schö­ner neuer Begriff – zum Glück gibt es ja Tante Google und WIKIPEDIA:

    Mit dem Kofferwort Prosumer (engl.), spä­ter ger­ma­ni­siert zu Prosument, wird zunächst ein Verbraucher (engl. (end) con­su­mer) bezeich­net, der pro­fes­sio­nel­lere Ansprüche an ein bestimm­tes Produkt stellt (sprich: ein Produkt mit einem gewis­sen pro­fes­sio­nal grade (engl.) erwar­tet) im Vergleich zum durch­schnitt­li­chen …

    Ob sie das sind die ganz nor­ma­len „Consumer“ – sozu­sa­gen im zwei­ten Leben Prosumer ? Da habe ich erheb­li­che Zweifel. Nicht unbe­dingt von der Konsumentenseite aus. Eher schon von der rund um die Uhr Beeinflussung durch aller­lei Medien. Solange es noch viele, viele Menschen gibt, die ohne lange über „Rentabilität“ prak­tisch jeden Sche… kau­fen und dann plötz­lich bei der Anschaffung einer PV am gro­ßen Rad eben die­ser „Rentabilität“ dre­hen, wird das nix mehr.

    Wer sich nicht inten­siv mit die­ser Materie beschäf­tigt, hat meist keine „belast­bare“ Meinung. Schon der nächste x-beliebige Kritiker lässt das „Rohr im Winde schwan­ken“.

    Für alle – da wie­der­hole ich mich – die bis ein­schließ­lich 2008 eine PV ans Netz gebracht haben, ist ein Speicher völ­lig unren­ta­bel. Dieser Klientel wird wohl kaum die rela­tiv ertrag­rei­chen Vergütungen in Gefahr brin­gen. Da deren PV-Anlagen deut­lich teu­rer waren, kann ich das auch sehr gut ver­ste­hen. Das sol­len immer­hin ? ~ 700 bis 800.000 pri­vate Anlagen sein. Leider gibt es da nir­gendwo exakte Zahlen – oder ich habe die noch nicht gefun­den…

    Ab 2009 bis 2012 gab es sogar (MwSt. pflich­ti­ges) Geld für den „Letztverbraucher“ (aka Endverbraucher) der Energie aus der eige­nen PV im Überschusseinspeiseverfahren bezieht. Erstaunlich, einige die­ser „Generation“, haben davon bis­lang kei­nen Gebrauch gemacht und sind wei­ter tumbe Volleinspeiser für die sich eben­falls kein Speicher rech­net. Also ich kann ihn auch mit der ganz gro­ßen Lupe nicht sehen, den „Prosumer“.

    Ohne Speicher ist das Ganze noch nicht­ein­mal eine „halbe Sache“. Wer bei die­sen Preisen über die Anschaffung nach­denkt, dem kom­men schon gewisse Zweifel an der Rentabilität. Von der Obrigkeit geneh­migte Förderung spart alle aus, wel­chen nicht gleich eine kom­plette „PV – Speicherkombination“ ein­kau­fen. Was die „Latte“ – die Entschlussschwelle – deut­lich höher setzt. Gut durch­dacht, schließ­lich will „man“ ja keine wei­tere unbe­herrsch­bare dezen­trale Konkurrenz „her­an­züch­ten“. Wer gut mit dem Gesetzgeber „ver­drah­tet“ ist, kriegt das auch hin.

    Bleibt auf „unse­rer Seite“ nur wenig Möglichkeit. Eine davon wäre, eine wirk­lich smarte Steuerung, die mög­lichst KEINE „Ws“ zum Billigtarif in öffent­li­che Netz ein­speist. Das bedeu­tet, man nehme eine geeig­nete sehr smarte Steuerung und regle ab der Inbetriebsetzung einer aktu­el­len PV vom Anfang an ganz gezielt was wann zu gesche­hen hat. Diese Steuerung gibt es, ich will aller­dings nicht noch­mal deren Namen hier nen­nen. Das habe ich schon ein­mal beim http://www.der-energiesparmeister.de/?p=999 getan – der Beitrag (meine Antwort) dort war­tet aller­dings noch auf seine Freigabe.

    Auch wenn eine sol­che Steuerung extra kos­tet, wird sich diese sicher rech­nen, wenn auch mit ver­mut­lich län­ge­rer Amortisationszeit. Diese modu­lare Anlage kann erwei­tert wer­den und soweit ich das ohne (bis­he­rige) prak­ti­sche Erfahrung sagen kann, so ziem­lich alles im Haus steu­ern und regeln bis hin zu den Geschichten mit Smartphone & Co.

    Da ich schon län­ger mehr mit mei­ner ~11 kWp Anlage anfan­gen möchte und hoffe in den Sonnenmonaten mit je ~1.000 kWh Ertrag in die Nähe der Autarkie kom­men möchte, ist eine feine Regelung und als zwei­ter Schritt, ein geeig­ne­ter Speicher unum­gäng­lich. Nun kann ich das berufs­be­dingt „selbst in die Hand“ neh­men. Das kön­nen lei­der nur wenige. Daher wäre es an der Zeit, dass die Solateure (meist auch gleich­zei­tig Elektroinstallateure) da ihren „Prosumern“ ein ent­spre­chen­des Paket anbie­ten kön­nen.

    Meine Rechnung ist ein­fach, jede ein­ge­sparte kWh ist längst mehr wert, als die kärg­li­che Einspeisevergütung. Bei mir und allen die Anlagen von 2009 bis 2012 haben, kommt noch die 30 und über 30 % Vergütung durch den Letztverbraucher an sich selbst hinzu. In mei­nem Fall ist der finan­zi­elle Reiz ent­we­der bis ein­schließ­lich 30% Vergütung 0,1236 € / kWh plus der Bezugspreis für Tag- oder Nachttarif über 30% 0,1674 plus der Bezugspreis für Tag- oder Nachttarif. So ist eine durch Eigenverbrauch ein­ge­sparte kWh (von „Naturstrom“) beim mir am Tag 36 bis ca. 41 Cent wert. Statt den Strom für 0,2874 € ein­zu­spei­sen beträgt das rech­ne­ri­sche Plus zwi­schen +7 bis +12 Cent, als ein­ge­speis­ter und womög­lich „unge­lieb­ter“ Strom. Klar, ich zahle auch für den Eigenbedarf MwSt. schließ­lich bin ich ja Produzent und „Letztverbraucher“ in per­so­nal­union. Die 30% und leicht dar­über errei­che ich sowieso pro­blem­los und ich stehe ledig­lich einem „Singlehaushalt“ vor. Das war eine kleine Anregung an alle (2009 bis 2012), die noch könn­ten aber irgend­wie….

    Auf funk­tio­nie­rende „Smartmeter“ war­ten ist wie das „Warten auf Godot“ :

    Estragon: Komm, wir gehen!
    Wladimir: Wir kön­nen nicht.
    Estragon: Warum nicht?
    Wladimir: Wir war­ten auf Godot.
    Estragon: Ah!

    • Du hast natür­lich abso­lut recht. Ich bekomme jedoch schon jetzt hau­fen­weise Anfragen von Leuten, deren EEG-Förderung in eini­gen Jahren aus­läuft. Denen sage ich: Abwarten, Tee trin­ken und war­ten, dass die Speicherpreise wei­ter fal­len. Den Rest erle­digt die Digitalisierung und so was wie Blockchain.

  7. Da feh­len für eine echte Teilnahme am Regelenergiemarkt die Komponenten „Netzstützung durch Einspeisung aus der Batterie“ und „Netzstützung durch Bezug in die Batterie bei Überschüssen, beson­ders von WKA“.

    lg jogi

Kommentare sind geschlossen.