Detail eines kalten Wärmenetzes – ohne Isolierung – mit Anschluss zu einem Abnehmer. Foto: Stadtwerk Haßfurt

Kalte Wärme­netze für effi­ziente Quartierslösungen

von | 25. Januar 2017

Kalte Wärme­netze haben gegenüber anderen leitungs­ge­bun­denen Wärme­ver­sor­gungen den Vorteil gerin­gerer Inves­ti­tionen und Verluste. In ange­schlos­senen Häusern sorgen Wärme­pumpen für Behaglichkeit.

Nah- und Fernwärme versorgen zwar 14 Prozent aller deutschen Wohnungen mit Warm­wasser und Heizungs­en­ergie. Doch ihre Effizienz ist umstritten.

Mit erneu­er­baren Energien betriebene Wärme­netze stehen nicht nur in Konkurrenz zur Wärme­ver­sorgung mit fossilen Brenn­stoffen, sondern zudem vor der Frage, unter welchen Voraus­set­zungen sich die leitungs­ge­bundene Wärme­ver­sorgung überhaupt lohnt”, bringen es die Springer Vieweg-​Autoren Elke Bruns, Matthias Futterlieb, Dörte Ohlhorst, Bernd Wenzel in ihrem Buch­ka­pitel Erneu­erbare Energien in Wärme­netzen – eine realis­tische Perspektive? auf Seite 267 auf den Punkt. Und seit Jahren sei in den Haus­halten ein sinkender Wärme­bedarf zu verzeichnen. Dies sei tenden­ziell nach­teilig für die Attrak­ti­vität von Wärme­netzen zur Bedarfsdeckung.

Kalte Wärme­netze könnten für dieses Dilemma eine Lösung sein, zumindest bei Quar­tiers­lö­sungen, in denen bisher mitunter auf Nahwärme, meist aus nahe­ge­le­genen Biogas­an­lagen und einge­kop­pelter Solar­thermie, gesetzt wird. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Über das wach­sende Angebot an Heizstrom für Wärme­pumpen, einer weiteren Möglichkeit der Wärme­wende, infor­miert Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

4 Kommentare

  1. Jörn Herz

    Dann ist „kalt” ja relativ, denn wirklich kalte Netze sind uniso­liert und haben deswegen über das Jahr hin sogar Wärme­ge­winne aus der Erde, was bei isolierten Rohre ausge­schlossen ist. Auch ist der Invest für das Netz höher. Ich hab versucht mehr über das Projekt zu erfahren, bin aber nicht fündig geworden.

  2. Jörn Herz

    Sicher eine sehr inter­es­sante Lösung, jedoch zeigt das Bild ein isoliertes Nahwär­menetz mit entspre­chenden Dämm­schalen eines Systemanbieters.

    • Frank Urbansky

      Danke für den Hinweis, kann sein, auf jeden Fall ist das in Haßfurt in einem kalten Wärmenetz so verwendet worden.

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