Hydriertes Pflanzenöl (HVO) hat ähnliche Eigenschaften wie Heizöl und könnte künftigdas Brennstoffangebot ergänzen. (Foto: IEC Freiberg)

Künst­liche Heizöl-​Komponenten ergänzen sich gegenseitig

von | 19. Mai 2017

Die Zukunft der Ölheizung wird ja von vielen in Frage gestellt. Fossiles Öl ist so oder so endlich. Schön wäre es jedoch für den Handel und die Heiz­ge­rä­te­her­steller, wenn die Technik und die Logistik weiterhin gebraucht werden könnte – mit einem quasi erneu­er­baren Heizöl. Forscher haben nun ein paar kleine Puzzle­teile dafür zusammengefügt.
Denkbar als Heiz­ö­lersatz sind sowohl Hydriertes Pflan­zenöl (HVO) als auch Fett­säu­re­me­thyl­ester (FAME), besser als Biodiesel bekannt. Beide haben wegen ihrer Abstammung von pflanz­lichen Produkten mehrere Nachteile gegenüber Heizöl aus mine­ra­li­schen Quellen. Die Lager­sta­bi­lität ist bei FAME nicht so hoch, etwa durch Abla­ge­rungen der Brenn­stoffe in Tank und seinen Kompo­nenten. Bekannt ist diese Phänomen von länger gela­gerten Biodiesel-​Komponenten der 1. Gene­ration, die meist aus Raps herge­stellt werden.

Forscher des Oel-​Waerme-​Instituts (OWI) aus Herzo­genrath haben nun getestet, inwieweit sich HVO sowohl als Brenn­stoff als auch in höheren Beimi­schungen für die Ölheizung geeignet ist. Aus tech­ni­scher Sicht ist HVO für eine Beimi­schung zu Brenn­stoffen wie schwe­fel­armem Heizöl prin­zi­piell geeignet. Es ist voll­hy­driert und gesättigt und verspricht daher eine stabile Lagerung über längere Zeiträume. Dennoch machten die Forscher in ihren Test­reihen wesentlich neue Erkenntnisse.

Mit Hydro­treating, einem tech­ni­schen Verfahren unter Einbindung von Wasser­stoff, wurden zum Beispiel Pflan­zenöle stabiler und haltbarer. Ihre chemisch-​physikalischen Eigen­schaften ähneln Mittel­de­stil­laten wie Heizöl EL oder Diesel­kraft­stoff. Mit einer Isome­ri­sierung, also einer neuen Anordnung der Atome im Molekül, wurde zudem bei HVO erreicht, dass es bis ‑35 °C flüssig bleibt.

Normales Heizöl ist schon ab Tempe­ra­turen von ‑12 °C nicht mehr betriebs­fähig, da es dann den Cold Filter Plugging Point (CFPP) erreicht. Das ist der Punkt an dem das Paraffin ausflockt und HEL nicht mehr filter­gängig wäre wird. Bei der Lagerung dürfte dieses Problem nie auftreten, da diese frostfrei erfolgen muss. Jedoch ist aus der Vergan­genheit, insbe­sondere aus dem harten Winter 2012/​2013 bekannt, dass in der Logistik genau dieses Problem auftrat und HEL nicht ausge­liefert werden konnte. …Gekürzt. Geschrieben für Brenn­stoff­spiegel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 05/​2017 zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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