Beratung soll mehr Energieeffizienz ins Heim bringen. Foto: Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks

Regierung glaubt noch an sinkenden Endenergieverbrauch

von | 26. Mai 2017

Die Bundes­re­gierung ist davon überzeugt, dass der Endener­gie­ver­brauch in Zukunft sinken wird. 2015 und 2016 ist zwar gegen­läu­figes zu beob­achten. Als Gründe werden die höhere Wirt­schafts­leistung, Bevöl­ke­rungs­zu­wachs und kühlere Witterung herangezogen.
Mithilfe des Natio­nalen Akti­ons­plans Ener­gie­ef­fi­zienz (NAPE) und des Klima­schutz­pro­gramms 2020 soll jedoch alles besser werden. Schät­zungen deuteten darauf hin, dass der Gesamt­pri­mär­ener­gie­ver­brauch in Deutschland zwischen 2008 und 2020 voraus­sichtlich um gut zwölf Prozent zurück­gehen werde. Verant­wortlich dafür sollen Ener­gie­ef­fi­zi­enz­stei­gerung, Abwär­me­ver­meidung und Ener­gie­be­ratung sein.

Hoffnung NAPE

Große Hoff­nungen werden dabei auf das NAPE gesetzt. Maßnahmen wie Quali­täts­si­cherung und Opti­mierung der bestehenden Ener­gie­be­ra­tungs­pro­gramme des Bundes, die Weiter­ent­wicklung des CO2-​Gebäudesanierungsprogramms der Kredit­an­stalt für Wieder­aufbau (KfW) und die Weiter­ent­wicklung der KfW Ener­gie­ef­fi­zi­enz­pro­gramme zur Förderung von Inves­ti­tionen in ener­gie­ef­fi­ziente Tech­no­logien durch Unter­nehmen sollen dabei die gewünschten Effekte bringen.

Warum sollte es klappen

Aller­dings bleibt fraglich, warum dies in den letzten drei Jahren dieses Jahr­zehnts greifen sollte. Die Maßnahme­pakete exis­tieren, etwa für die Effizienz als MAP oder APEE schon länger. Ein Erfolg blieb ihnen bisher im größeren Maße verwehrt.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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