Bevor Biogas ins Netz eingespeist werden kann, muss es in solchen Anlagen gereinigt werden, um einen hohen Methananteil zu erhalten. Foto: ETW

Biomethan nicht nur auf den Straßen

von | 4. April 2022

Biomethan könnte eine weit größere Rolle in der Ener­gie­wende zufallen als bisher. Das Gas ist grund­last­fähig, ins Gasnetz einspeisbar oder direkt vor Ort verstrombar. Die gestie­genen Gaspreise machten es über Nacht preislich attraktiv. Und die Poten­ziale in Deutschland sind noch lange nicht ausge­schöpft. Vor dem Hinter­grund des Ukraine-​Krieges bekommt es als Ersatz für russi­sches Erdgas zudem eine bisher unge­wohnte, stra­te­gische Komponente.

Da Deutschland zu 50 % von russi­schem Erdgas abhängig ist, bekommen alle erneu­er­baren Energien, die es ersetzen können, eine stra­te­gische Bedeutung. Finanz­mi­nister Christian Lindern nannte diese Ener­gie­formen sogar „Frei­heits­energie“. Doch in welchem Maße können Biogas und das daraus veredelte Biomethan überhaupt zum Ersatz von fossilem Erdgas beitragen?

Derzeit stehen in Deutschland gut 9.000 Biogas­an­lagen. Sie produ­zieren etwa zehn Milli­arden Kubik­meter Erdgas mit einem Ener­gie­gehalt von gut 100 Tera­watt­stunden (TWh) jährlich. Das wiederum würde 10 % des deutschen Gesamt­gas­ver­brauches entsprechen. Ein kompletter Ersatz der Liefe­rungen aus Russland ist also nicht vorstellbar. Die gesamte Menge würde aber ausreichen, um ein Drittel des Haus­halts­gases abzudecken. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Aufgabe 4/​2022. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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