Biogasanlagen wie hier werden größtenteils zur Stromproduktion genutzt. Eine Umrüstung auf Biomethanproduktion ist aufwändig und zumeist fehlt die nötige Infrastruktur. Foto: Frank Urbansky

Biomethan: Geschäftsfeld für Energiehändler

von | 8. Mai 2024

Biomethan hat gute Chancen als Handelsgut mit und für die Zukunft. Denn es kann hier­zu­lande in üppigen Mengen herge­stellt werden. Abnehmer in Mobilität, Wärme­markt und Industrie gäbe es ausrei­chend. Doch noch wird das Gros des Biogases verstromt und nicht metha­ni­siert. Das könnte sich ändern.

Biomethan, gewonnen durch die anaerobe Vergärung von Biomasse, stellt derzeit die kosten­güns­tigste und am besten skalierbare erneu­erbare Gasoption dar. Es ist chemisch identisch mit Erdgas. Das ermög­licht die direkte Nutzung bestehender Infra­struk­turen. Die Anwen­dungs­mög­lich­keiten reichen von Wärme über Mobilität bis hin zu stoff­licher Nutzung.

Im Verkehrs­sektor dient Biomethan vorrangig als fort­schritt­licher Biokraft­stoff aus Abfall- und Rest­stoffen, mit Potenzial zur Dekar­bo­ni­sierung des Schwer­last­ver­kehrs. Im Wärme­be­reich könnten neue gesetz­liche Rahmen­be­din­gungen den Biome­than­anteil bis zum Ende des Jahr­zehnts deutlich erhöhen. Dadurch könnte sich die Nachfrage bis 2030 mehr als verdoppeln. Dennoch sind die Heraus­for­de­rungen in Produktion und Handel groß. …


Gekürzt. Geschrieben für Fuels Lubes Energie (ehem. Brenn­stoff­spiegel). Der voll­ständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 11/​2022 zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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