Die Transformation biogener Reststoffe in marktfähige Energieträgern gilt als zentraler Hebel für eine klimaneutrale Energie- und Mobilitätswirtschaft. Das Projekt Pilot-SBG „Bioressourcen und Wasserstoff zu Methan als Kraftstoff“ betreibt auf dem Gelände des Deutschen Biomasseforschungszentrums in Leipzig eine Forschungsplattform, die genau diesen Ansatz verfolgt.
Die Anlage für synthetisiertes Biogas (SBG) bildet erstmals die gesamte Prozesskette von heterogenen Rest- und Abfallstoffen bis hin zu erneuerbarem Methan im Pilotmaßstab ab. Dabei werden biogene und strombasierte Pfade zu einem integrierten Bioraffinerie-Konzept verknüpft. Verarbeitet werden unterschiedliche Rest- und Abfallstoffen – von Stroh über landwirtschaftliche Rückstände bis hin zu Gülle und Bioabfällen. Ziel ist es, bislang wenig genutzte Stoffströme zu erschließen und flexibel in ein Gesamtsystem einzubinden.
Die Anlage ist als durchgängige Wertschöpfungskette konzipiert. Zunächst werden die Reststoffe durch anaerobe Vergärung in Biogas umgewandelt. Es folgt die Methanisierung unter Einsatz erneuerbaren Wasserstoffs. „Wir wollen das CO₂ aus dem Biogas nicht einfach abtrennen, sondern vollständig nutzen“, erklärt Projektleiter Phillip Knötig vom Deutschen Biomasseforschungszentrum. In der nachgeschalteten Synthese wird CO₂ gemeinsam mit grünem Wasserstoff zu zusätzlichem Methan umgesetzt. Damit entsteht ein Gasstrom, der perspektivisch nahezu vollständig aus Methan besteht – ein wesentlicher Unterschied zu konventionellen Biogasanlagen, bei denen CO₂ als Nebenprodukt anfällt. …
Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 6/2026. Der vollständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kostenfreien Probeabo, dem Artikelkauf oder den verschiedenen Abonnement-Paketen geht es hier.





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