Johannes Kretschmar. Foto: Silke Reents

Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

von | 30. Juni 2026

Interview mit Johannes Kret­schmar, Experte für Moni­toring und Wärme­pum­pen­systeme im Fach­be­reich Klima­neu­trale Gebäude bei der dena.

Wie groß ist das Potenzial der Kombi­nation aus Wärme­pumpe und Photo­voltaik im Bestand?
Das Potenzial ist erheblich. Wärme­pumpen domi­nieren bereits im Neubau von Einfa­mi­li­en­häusern und werden zunehmend auch in Mehr­fa­mi­li­en­häusern im Bestand einge­setzt. In Kombi­nation mit Photo­voltaik lassen sich die Betriebs­kosten deutlich senken – unab­hängig vom solaren Deckungs­anteil. Besonders im Sommer kann PV-​Strom effizient für die Trink­was­se­r­er­wärmung genutzt werden. Feld­mes­sungen von Fraun­hofer ISE und dem Institut Wohnen und Umwelt zeigen, dass sich in Einfa­mi­li­en­häusern etwa 15 bis 40 Prozent des Wärme­pum­pen­stroms über PV decken lassen. In Mehr­fa­mi­li­en­häusern fällt dieser Anteil aufgrund begrenzter Dach­flächen geringer aus.

In welchen Gebäuden funk­tio­niert die Kombi­nation besonders gut?
Grund­sätzlich ist sie in allen Gebäu­de­typen umsetzbar. Je größer die Dach­fläche und je geringer der Wärme­bedarf – etwa bei gut gedämmten Gebäuden –, desto höher der Eigen­ver­brauch. Mit Batte­rie­speicher kann knapp die Hälfte des Wärme­be­darfs gedeckt werden. Aber auch bei ungüns­ti­geren Voraus­set­zungen lohnt sich die Kombi­nation, da sie die Wirt­schaft­lichkeit der PV-​Anlage verbessert. …


Gekürzt. Geschrieben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 03/​2026. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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