Die Transformation des Verkehrs steht vor einer doppelten Aufgabe: Sie muss Emissionen senken und zugleich die Energieversorgung sicherer und widerstandsfähiger machen. Wie beides gelingen kann, steht im Mittelpunkt des 24. Internationalen Fachkongresses für Erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2027“. Am 18. und 19. Januar 2027 kommen dazu im CityCube Berlin Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Unter dem Motto „Transformation gestalten – Freie Fahrt für Erneuerbare“ werden mehr als 600 internationale Teilnehmende aus über 30 Ländern sowie über 90 Vortragende erwartet.
Erneuerbare Kraftstoffe gewinnen dabei auch aus strategischer Sicht an Bedeutung. Neben ihrem Beitrag zum Klimaschutz rücken die Diversifizierung der Energieversorgung, verlässliche Lieferketten und die Stärkung europäischer Wertschöpfung in den Vordergrund.
„Erneuerbare Kraftstoffe sind dabei weit mehr als ein Instrument des Klimaschutzes. Sie sind ein strategischer Baustein für die Versorgungssicherheit und Resilienz unseres Verkehrssystems. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie verwundbar fossile Energieimporte und globale Lieferketten sein können. Eine größere Vielfalt an Energieträgern und Bezugsquellen verringert Abhängigkeiten, stärkt die Energiesouveränität und schafft zusätzliche Stabilität. Nachhaltig erzeugte erneuerbare Kraftstoffe können zudem regionale und europäische Wertschöpfung stärken“, betont Marlene Mortler, Vorsitzende des Vorstandes des Bundesverbandes Bioenergie e. V. (BBE).
Für eine gesellschaftlich akzeptierte Energiewende im Verkehr müssen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit zusammenfinden. Der Kongress setzt deshalb auf das Zusammenspiel verschiedener Lösungen: Nachhaltige Biokraftstoffe, strombasierte Kraftstoffe, erneuerbarer Wasserstoff und Elektromobilität bilden die Bausteine einer technologieoffenen Transformation. Dabei gilt es, verfügbare Technologien konsequent einzusetzen und zugleich Innovationen den Weg in den Markt zu ebnen.
Welche politischen Weichen dafür gestellt werden müssen, beleuchtet bereits der Kongressauftakt. Die Eröffnungssession „Nationale Perspektive der Energiewende im Verkehr“ widmet sich am ersten Veranstaltungstag der künftigen Rolle erneuerbarer Kraftstoffe. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger wird die Perspektiven und politischen Maßnahmen für erneuerbare Kraftstoffe im angepassten Klimaschutzprogramm der Bundesregierung vorstellen. In der anschließenden Talkrunde „Politik trifft Praxis“ diskutiert Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr (BMV), mit Branchenvertretern über die Rahmenbedingungen für den weiteren Marktausbau.
Neben langfristigen Perspektiven stehen konkrete Handlungsmöglichkeiten im Fokus. Denn höhere erneuerbare Kraftstoffanteile können schon heute zusätzliche Treibhausgasminderungen im bestehenden Fahrzeugbestand ermöglichen. Das Programm greift unter anderem E20, höhere Biodieselbeimischungen, B100 sowie die Nutzung von Biomethan in Form von LNG beziehungsweise CNG auf. Damit schlägt der Kongress die Brücke zwischen politischen Zielsetzungen, technischen Lösungen und ihrer praktischen Umsetzung.
An zwei Tagen bietet die Veranstaltung Gelegenheit, aktuelle politische Entwicklungen einzuordnen, innovative Technologien und Projekte kennenzulernen und internationale Kontakte zu knüpfen. Im Austausch zwischen Fachleuten, Unternehmen und Politik soll deutlich werden, wie aus verfügbaren Lösungen und neuen Ideen tragfähige Investitionen werden können. „Freie Fahrt für Erneuerbare“ steht damit auch für den Anspruch, Klimaschutz und Versorgungssicherheit gemeinsam voranzubringen.
Der 24. Internationale Fachkongress für Erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2027“ findet am 18. und 19. Januar 2027 im CityCube Berlin statt. Bis zum 30. November können sich Interessierte ein Early-Bird-Ticket sichern. Programm und Anmeldung unter www.kraftstoffe-der-zukunft.com.





0 Kommentare