Stromspeicher-Diät für fette Strom­kos­ten

Ehepaar Klys vor ihrem Heim mit dem eigenen Kraftwerk. Foto: Cleantech Media

In unserer Serie Stromspeicher-Praxis hier nun ein wei­te­res Bei­spiel für eine Kom­plett­sa­nie­rung eines Zwei­fa­mi­li­en­hau­ses mit Ein­bin­dung eines elek­tri­schen Spei­chers.

Wal­traud und Eugen Klys aus dem baden-württembergischen Ess­lin­gen haben im Sommer 2014 ihr 300 Qua­drat­me­ter großes Zwei­fa­mi­li­en­haus ener­ge­tisch saniert. Eine Brenn­stoff­zel­len­hei­zung pro­du­ziert seither Strom und Wärme.

Zusätz­li­chen Strom liefert eine 8,25 kWp Pho­to­vol­ta­ik­an­lage.  Zur Strom­spei­che­rung wird das Haus­kraft­werk S10-E8 Hybrid von E3/DC genutzt. Die Ent­schei­dung für den ener­ge­ti­schen Umbau des 15 Jahre alten Hauses, zu dem auch ein kleiner Fri­sör­sa­lon gehört, hatte mehrere Gründe: Zwei sanie­rungs­be­dürf­tige Gas­hei­zun­gen hätten aus­ge­tauscht werden müssen und die Strom­kos­ten waren mit rund 3.800 Euro pro Jahr über­durch­schnitt­lich hoch.

Brennstoffzellen-KWK

Nicht zuletzt wollten die Ess­lin­ger etwas für die Umwelt tun und sich unab­hän­gig er machen vom öffent­li­chen Netz. Das ener­ge­ti­sche Neu­kon­zept besteht aus einer Mikro-KWK-Anlage mit Brenn­stoff­zel­len­hei­zung. Sie sorgt seit August 2014 für eine Strom- und Wär­me­pro­duk­tion im Ver­hält­nis 1:2. Die sta­tio­näre Brenn­stoff­zel­len­tech­no­lo­gie wird derzeit im drei­jäh­ri­gen, euro­päi­schen Demons­tra­ti­ons­pro­jekt ene.field erprobt.

PV-Anlage 2. Ener­gie­quelle

Darüber hinaus nutzt Familie Klys als zweite Ener­gie­quelle eine 8,25 kWp Pho­to­vol­ta­ik­an­lage in Süd­aus­rich­tung. Den über­schüs­si­gen Strom aus PV- und KWK-Anlage spei­chert das Haus­kraft­werk S10-E8 Hybrid von E3/DC (Kapa­zi­tät 9,2 kWh). Eine intel­li­gente Steu­er­ein­heit regis­triert und steuert alle Ener­gie­ströme im Haus­halt.

Ist der Spei­cher voll, und das ist er an son­ni­gen Tagen immer, regelt das Haus­kraft­werk die Ein­spei­sung ins öffent­li­che Strom­netz auto­ma­tisch. Eugen Klys ana­ly­siert über sein Smart­phone mehr­mals am Tag die Daten, die das Haus­kraft­werk spei­chert – und hat damit jeder­zeit einen Über­blick über seinen Strom­ver­brauch.


Wie die aktu­elle För­de­rung für PV-Speicher aus­sieht, schreibt meine Energieblogger-Kollegin Anke Blacha hier auf dem Licht­blick­blog.

Alle Bei­träge der Serie Speicherstrom-Praxis finden sich hier.