Interview mit Sebastian Herkel, Fraunhofer ISE, Abteilungsleiter energieeffiziente Gebäude. Immobilienwirtschaft: Wie sehen Sie das aktuelle Regelwerk in Bezug auf mehr Effizienz in Immobilien? Sebastian Herkel: Letztes Jahr haben wir ein ziemlich komplexes Regelwerk...
Energieeffizienz
Weniger ist manchmal mehr
Politische Vorgaben von der EU bis zum Bund stellen Immobilienbesitzer vor schwierige Entscheidungen. Wie soll eine Immobilie in Zukunft ESG-konform, also nachhaltig, beheizt werden? Und ist das auch effizient, sprich bezahlbar? Ausgenommen sind zunächst diejenigen, die heute oder in Zukunft mit Fernwärme versorgt werden. Aber auch das entbindet sie nicht davon, ihre Immobilie in Zukunft effizienter zu gestalten. Was also tun? Zum Glück kommen einige Antworten aus der Wissenschaft.
KI unterstützte TGA-Steuerung
Die automatisierte Steuerung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) durch Umweltdaten verspricht der Immobilienwirtschaft mehr Effizienz und Einsparungen bei Zeit und Geld. In Zeiten steigender Energiepreise und strenger gesetzlicher Vorgaben ist dies ein Muss. Doch wie lassen sich Immobilien überhaupt intelligent steuern? Und welche Komponenten werden benötigt?
Smart Meter Rollout: Noch rollt wenig
Der Smart Meter Rollout soll helfen Strom zu sparen und Lasten zu kappen. Das könnte Mietern und Verwaltern deutliche finanzielle Vorteile bringen. Doch der Ausbau geht nur schleppend voran. Zudem wären bei einer Einbindung der Wärmeversorgung in den Rollout die deutlich größeren Einsparpotenziale zu heben. Technische und vor allem bezahlbare Lösungen dafür gibt es reichlich. Und erste Wohnungsunternehmen wenden sie auch an.
Wie KI bei der Automation und Verwaltung von Immobilien hilft
Die Digitalisierung und in ihrem Gefolge die Künstliche Intelligenz revolutionieren die Gebäudeleittechnik. Sie kann Immobilien effizienter und umweltfreundlicher steuern. Das bringt eine höhere Energieeigenerzeugung sowie Verbrauchsoptimierung und...
Mit BIM die Kreislaufwirtschaft am Bau voranbringen
Recycling wird im Bauwesen aufgrund von Materialmangel und höheren Anforderungen an die Nachhaltigkeit zunehmend relevant. Bauwerke im Hoch- und Tiefbau sind bedeutende Rohstoffquellen, deren Materialien nach dem Rückbau recycelt und so in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt werden können. Dabei kann die Digitalisierung, etwa mit BIM oder anderen digitalen Methoden, helfen – auch bei der nachträglichen Erfassung der Materialien in Bestandsbauten.
„Wir ziehen immer häufiger Abwärme oder Abwasser in Betracht“
Seit diesem Jahr gilt das Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung und Dekarbonisierung der Wärmenetze. Bis 2028 müssen alle Kommunen eine solche Planung vorlegen. Im Interview erklärt Jannik Hartfil, Fachgebietsleiter Kommunale Wärmeplanung bei dem Energienetzbetreiber EWE Netz, wie das gelingen kann.
GWG aus Halle gestaltet aktiv kommunalen Wärmeplan mit
Die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung zur Beschleunigung der Wärmewende finden unter anderem im Gesetz zur kommunalen Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (KWP) 2024 ihre gesetzliche Grundlage. Ein Beispiel aus Halle zeigt, wie auch die...
Große Potenziale für kommunale Wärmwende
Die Bundesregierung plant, die Tiefengeothermie massiv auszubauen und sowohl für die Wärmewende als auch teilweise für die Stromerzeugung einzusetzen. Deutschland verfügt über beträchtliche Potenziale. Jedoch gibt es viele Herausforderungen, so lokalen Bürgerwiderstand, technischen Aufwand und bürokratische Genehmigungen. Dennoch: Zahlreiche Projekte beweisen schon heute, dass die Nutzung von Erdwärme sehr gut realisierbar und wirtschaftlich vorteilhaft ist.
Mangelnde Energieeffizienz erzeugt Schrottimmobilien
Energieeffizienz kostet. Das schreckt manchen Immobilieneigentümer oder ‑betreiber von Sanierungsmaßnahmen ab. Ein Fehler: Denn eine schlechte Energieeffizienz in Kombination mit fossilen Energieträgern kann ein Objekt durchaus zur Schrottimmobilie werden lassen.
Kühl- und Gefriertechnik muss weltweit nachhaltiger werden
Darmstädter Wissenschaftler gehen dem weltweiten Netzwerk der Kühl- und Gefriertechnik auf den Grund. Ziel ist es, nachhaltigere Lösungen für diese Kryosphäre zu finden. Denn die derzeitigen Technologien sind zu energieintensiv.
Proptechs: Wer überlebt im Immobilienmarkt?
Die Immobilienbranche steht vor einer Revolution. Digitalisierung, Klimaneutralität, ESG-Kriterien – das alles ist ohne innovative Ansätze nicht zu schaffen. Wesentliche Treiber in diesen Prozessen sind PropTechs, junge Unternehmen die originelle Geschäftsideen haben und andere Wege gehen als die Dickschiffe der Branche. Doch wer kann sich am Markt durchsetzen – und wer ist zum Scheitern verurteilt?
Der Datenschaftz der Geräte
Gebäude entwickeln sich zu digitalen Systemen: Vernetzte Sensoren, smarte Geräte und intelligente Betriebsführung versprechen mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Transparenz. Voraussetzung ist jedoch, dass Facility Manager, Betreiber und Hersteller den stetig...
Dezentrale Heizsysteme – Hauptpfad der Wärmewende
Das Zielbild vieler kommunaler Wärmepläne hat nur begrenzt mit der Realität in den Heizungskellern zu tun. Auf dem Papier ist die Stoßrichtung oft eindeutig: Fernwärme, wo immer es technisch möglich erscheint. In der Praxis jedoch sind die Investitions- und...
Kompostierung – Baustein für Zukunft von Bioabfall-Biogasanlagen
Kompostierung gilt als ein zentrales Kreislaufelement der Zukunft, weil sie organische Reststoffe in wertvollen Humus und (fast) klimaneutrale Energie zurückführt. Die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland werden diesem Potenzial noch nicht gerecht. Besonders...
Eigenverbrauch wird treibende Kraft der Photovoltaik
Lange wurde Solarstrom nahezu vollständig ins Netz eingespeist. Heute ist der Eigenverbrauch der zentrale Wachstumstreiber der Photovoltaik. Eine neue Analyse des Fraunhofer ISE zeigt erstmals, wie stark er zunimmt – und warum er für Stromnetze und Energiewende immer...











